Modeste 1899

Verpasste Chancen und zwei nicht gegebene Elfmeter

Der 1. FC Köln hat den großen Befreiungsschlag verpasst und sich am 11. Bundesliga-Spieltag mit einem torlosen 0:0 gegen 1899 Hoffenheim begnügen müssen. Trotz spielerischer Überlegenheit und einer ganzen Reihe an Großchancen konnten die Geissböcke kein Kapital schlagen und wurden am Ende sogar noch um gleich zwei Elfmeter gebracht.

Köln – Nach drei Pflichtspiel-Niederlagen in Folge hatte Peter Stöger die große Offensiv-Keule rausgeholt und gegen das von Huub Stevens trainierte Hoffenheim erstmals das Sturm-Duo Anthony Modeste und Philipp Hosiner nominiert. Die beiden Angreifer sollten, unterstützt von der japanischen Flügelzange Yuya Osako und Kazuki Nagasawa, gemeinsam für Alarm vor dem Tor von Oliver Baumann sorgen.

Köln verpasst das 1:0 – dann rettet Horn

Der Plan ging auf – einzig, die Kölner trafen das Tor nicht. Hosiner machte den Anfang, klaute Niklas Süle in der 13. Minute vor dem Strafraum den Ball, guckte sich Baumann aus und scheiterte dennoch am überragend reagierenden TSG-Schlussmann. Nur zwei Minuten später durchbrach Nagasawa auf links die Hoffenheimer Abwehrreihe und lief auf Baumann zu. Der Japaner bekam aber kalte Füße und vergab überhastet.

Die 48.000 Zuschauer waren trotzdem angetan: Köln kämpfte, spielte schnell nach vorne und drückte Hoffenheim hinten rein. Nach 20 Minuten ließ diese Überlegenheit aber langsam nach. So kam 1899 zu seiner ersten (und einzigen) Großchancen: Eduardo Vargas tauchte nach Zuspiel des Ex-Kölners Mark Uth vor Timo Horn auf. Sein Schuss aus elf Metern prallte aber am Kölner Keeper ab. Diese Chance blieb eine Ausnahme – wenngleich Frederik Sörensen einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte und immer wieder durch Unsicherheiten für Hoffenheimer Ballbesitz sorgte.

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