Hector Mainz

Das Positive: Warum das 0:0 ein Meilenstein sein kann

Ein 0:0 ist in der Regel nichts, was die Fußballgemüter allzu sehr erhitzt. Einzig die Fehlentscheidung von Wolfgang Stark in der „Causa neue Spielsituation“ (mehr hier) sorgte für arge Verstimmung beim 1. FC Köln nach dem Spiel gegen Mainz 05. Darüber hinaus versuchten die Verantwortlichen zu erklären, ob dieser Punkt ein echter Gewinn war oder ob nach nun vier sieglosen Spielen daheim ein altes Lied wieder losgehen könnte. Glas halb voll oder Glas halb leer? Wir betrachten beide Seiten – und fangen mit der positiven an.

Köln – Das Glas ist also halb voll: Es ist halb voll, weil der Effzeh nach 13 Spielen bereits so viele Punkte geholt hat wie in der letzten Saison nach 17 Spieltagen und damit wahrscheinlich auch mehr Punkte holen wird als in der anschließenden Rückrunde (21). Vier Spiele haben die Geissböcke noch, um aus einer für den 1. FC Köln bislang guten eine sehr gute Hinrunde zu machen.

So sah es auch Dominique Heintz nach dem Spiel. „Man muss realistisch bleiben. Wir haben jetzt 19 Punkte, das sieht sehr gut aus“, so der 22-Jährige. „Aber die Mainzer waren nicht so gut, als dass wir sagen müssten: Gut, dass wir einen Punkt geholt haben! Wir hätten eigentlich die drei Punkte hier behalten können.“ Das ist das neue Selbstverständnis des 1. FC Köln. Nach dem ersten Jahr als Aufsteiger und dem Kampf um jeden Punkt gegen den Abstieg sind Unentschieden gegen Teams wie zuletzt Mainz und Hoffenheim nicht mehr genug.

Es fehlt die Kaltschnäuzigkeit

Zumal die Gegner aufgrund der guten Bilanz des FC im RheinEnergieStadion (nur eine Heim-Niederlage im Kalenderjahr 2015) mit mehr Respekt nach Müngersdorf kommen als das noch vor einem Jahr der Fall war. „Ich weiß nicht, ob die Gegner respektvoller auftreten oder ob wir ein bisschen mehr Qualität haben“, sagte es Trainer Peter Stöger vorsichtig. Doch die Entwicklung seines Teams freut ihn, besonders „in unserem Passspiel, in Sachen Robustheit und unseren Ideen im Spielaufbau“. Woran es hapert, war auch gegen den FSV wieder überdeutlich zu sehen: „Es fehlt die Kaltschnäuzigkeit.“

Weiterlesen: Defensive statistisch besser als letzte Saison



  1. Tobias Rinck

    Meiner Meinung nach ist das Glas definitiv dreiviertel voll!!
    Allein die Tatsache das Möglichkeiten generiert werden lässt diesen Schluss zu!
    Im Moment verläuft die Saison aus meiner Sicht genau so wie sie gut ist für den Effzeh. Klar mit ein paar mehr Toren oder besseren Schirileistungen ständ man noch besser da,worüber ich mich auch nicht beschweren würde! Aber hey ist es nicht schöner auf Mannschaften wie Stuttgart von „oben“ herrab zu schauen und amüsiert zu sein wie grottenschlecht dort Fussball gespielt wird!! Also alles ist gut! Ein grosser „Philosoph“ sagte einmal: „Ruuuuhhiig, schööön ruuuuuhiiiig!“

  2. brostewitz

    ….und täglich grüßt das murmeltier : es werden chancen über chancen liegen gelassen, nun gibt es auch noch fast in jedem spiel mindestens eine klare fehlentscheidung der schiris und der pitter läßt , für mich unerfindlich, osako spielen und spielen, man soll es zwar nicht an einem spieler festmachen aber es sollte doch leistung zählen und für mich gehört osako immer zu den schwächsten ! warum verschlafen wir fast in jedem spiel ( rühmliche ausnahme leverkusen – SIEG ! ) die erste halbzeit ? genau in leverkusen haben sie es doch gezeigt wie und das es geht ! da sollte der trainer mal ansetzen !


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