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Horn: „Kommt nicht in Frage, das Spiel nicht zu spielen“

Timo Horn wählt seine Worte mit Bedacht, nimmt dabei aber keinen Blatt vor den Mund. So hat der Torhüter des 1. FC Köln auch die Geschehnisse der vergangenen Tage eindeutig eingeordnet und klargestellt: „Für uns kommt es gar nicht in Frage, das Spiel nicht zu spielen.“ Für Horn und die Spieler der Geissböcke ist es die richtige Entscheidung, am Samstag gegen Mainz 05 aufzulaufen. Ein mulmiges Gefühl? „Damit müssen wir umgehen.“

Köln – Den starken Mann zu markieren, hat Horn abseits des Platzes nicht nötig. Der 22-Jährige ist authentisch und offen, was er sagt, hat in der Mannschaft und beim FC allgemein Gewicht. So war es nicht verwunderlich, dass sich Horn am Mittwoch deutlich zum Terror von Paris, der Länderspiel-Absage in Hannover und dem bevorstehenden Heimspiel gegen Mainz unter besonderen Sicherheitsbedingungen äußerte. Das sagte Horn über…

…Paris und Hannover: „Die Ereignisse haben sich natürlich überschlagen. Der Freitag war für alle Menschen, nicht nur im Fußball, ein schwarzer Tag. Die Absage des Länderspiels war dann der zweite Schock. Dass es jetzt schon so weit ist, dass man Spiele absagen muss, die Leute evakuieren muss, ist echt heftig. Da macht man sich schon seine Gedanken.“

Wir stehen voll dahinter

…zur Ansetzung des Länderspiels und des Bundesliga-Spieltages: „Es war die richtige Entscheidung, das Länderspiel zunächst anzusetzen. Wenn es Sicherheitsbedenken gibt, muss man jede Veranstaltung absagen – ob Konzert oder Fußballspiel. Wo große Menschenmengen an einen Ort kommen, sollte man kein Risiko eingehen. Das ist klar. Aber grundsätzlich sollte man dem nicht den Rücken kehren, sondern die Spiele ansetzen. Wenn dann aber doch ernsthafte Bedrohungen bestehen, ist das natürlich eine andere Sache.“

…das Gefühl des nächsten Spieles: „Ich denke nicht, dass ich eine mulmiges Gefühl haben werde. Wir werden uns vorbereiten wie auf jedes andere Spiel auch. Wir sind Profis genug, das nicht allzu sehr an uns ranzulassen. Damit müssen wir umgehen. Natürlich ist das eine komische Situation, weil die Anschläge noch so kurze Zeit her sind. Aber für uns kommt es gar nicht in Frage, das Spiel nicht zu spielen. Wir stehen voll dahinter.“

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