Stöger Bremen

„Merkwürdig“: Kollektives Kopfschütteln wegen Ujah

Der Streit zwischen Anthony Ujah und Dominic Maroh hat am Montag am Geißbockheim für Kopfschütteln gesorgt. Der Bremer hatte Maroh als Sonderling beim 1. FC Köln hingestellt, als Außenseiter und Problemfall, der von den Fans keine Anerkennung erhalte. Peter Stöger fand die Äußerungen nur noch „merkwürdig“.

Köln – Das Hin und Her zwischen Maroh und Ujah begann schon am Elfmeterpunkt, bevor der Nigerianer mit seinem Strafstoß an Timo Horn scheiterte. Am Montag gingen die verbalen Spitzen weiter. Ujah hatte verlauten lassen, Maroh sei während Ujahs Zeit beim Effzeh „der einzige komische Spieler [gewesen], den niemand im Kader verstanden hat“. Und weiter: „Um die Liebe von den FC-Fans zu bekommen, die ich bekommen habe, braucht Maroh zehn Jahre.“

Verstehe nicht, warum er das sagt

Am Geißbockheim lächelten sie vor allem über letzteren Satz, hatte sich doch Ujah selbst jede Sympathie durch die Umstände seines Wechsels nach Bremen kaputt gemacht. „Merkwürdig, das Ganze“, sagte Trainer Peter Stöger am Montag. „Ich verstehe nicht, warum er das sagt.“ Zumal, so Stöger, Ujah nach dem Spiel in der Kölner Kabine gewesen sei – mit Dominic Maroh.

Anthony Ujah gegen Dominic Maroh. (Foto: Ulmer/Hake)

Anthony Ujah gegen Dominic Maroh. (Foto: Ulmer/Hake)

Der FC-Coach ergriff wie erwartet Partei für seinen Innenverteidiger. „Ich bin seit drei Jahren hier und habe nie ein Problem mit Dominic gehabt, in welcher Form auch immer.“ Maroh verhalte sich seit dem ersten Tag immer korrekt, „ob er gespielt hat oder nicht“, so Stöger. An außergewöhnliche Vorfälle, die das Verhältnis zwischen dem Abwehrspieler und dem Angreifer schon zu Kölner Zeiten zerrüttet hätten, konnte oder wollte sich der Österreicher nicht erinnern.

Weiterlesen: Maroh kanzelt Ujahs Aussagen ab