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Modeste stellt sich: „Ich gehe hart mit mir ins Gericht“

Anthony Modeste lacht wieder. Der Franzose mit der Tor-Blockade versucht sich von seinen Ladehemmungen auf dem Platz nicht unterkriegen zu lassen. Am Mittwoch stellte er sich den Fragen der Medien und redete offen über seine Krise und den Weg zurück in die Erfolgsspur für sich persönlich und den 1. FC Köln. Der 27-Jährige versprach: „Ich kämpfe gegen mein Tief an!“

Köln – Sein Mitspieler Dominic Maroh hatte Modestes Lage zuvor treffend zusammengefasst. „Tony ist gerade etwas nachdenklicher. Aber wir haben gestern in der Kabine viel gelacht. Da war er schon wieder deutlich besser drauf. Um seine Psyche mache ich mir keine Sorgen. Das Trainerteam steht hinter ihm, das hat er aus Hoffenheim nicht gekannt. Und vor allem die Mannschaft steht absolut hinter ihm und würde den Ball am liebsten für ihn über die Linie drücken.“ Kein Wunder, dass sich Modeste für die Hilfe aus dem Klub und Umfeld bedankte. Das sagte der Effzeh-Stürmer über…

…den vergebenen Elfmeter: „Klar denkt man kurz darüber nach, wenn man den Elfmeter vergeben hat. Aber danach nicht mehr. Hinterher kann man sich immer fragen, ob ich ihn nicht besser in die andere Ecke hätte schießen sollen. Aber ich wollte ihn dorthin schießen, vielleicht ein bisschen höher, aber der Torhüter hat das gut gemacht.“

Bin in einer beschissenen Situation

Anthony Modeste.

Anthony Modeste.

…den nächsten Elfmeter: „Ich bin Stürmer, ich bin 27 Jahre alt, ich nehme den Ball und schieße. Ich habe den Elfmeter vergeben, aber ich bleibe positiv. Warum sollte ich nicht auch den nächsten Elfmeter schießen? Ich bin einer der älteren Spieler in der Mannschaft, da ist es normal, dass ich auch beim nächsten Elfmeter schießen möchte. Das ist überhaupt kein Problem.“

…die Folgen des vergebenen Elfmeters: „Gerade bin ich in einer beschissenen Situation. Das kenne ich aber, ich bin jetzt schon acht Jahre Profi. Meine Familie ist gut für mich, und am Ende geht es nur um Fußball, um meinen Job. Ich denke, wenn man sieht, was in Paris geschehen ist: Das ist eine Katastrophe. Hier geht es um Fußball. Natürlich ist das ein schwieriger Moment für mich, aber nicht nur für mich, sondern für die gesamte Mannschaft. Es kommt gerade viel zusammen, aber so ist es. Wir müssen weitermachen und hart arbeiten. Wir müssen den Kopf hochnehmen. Deswegen gebe ich auch dieses Interview. Auch, weil ich den Fans Danke sagen möchte, dass sie mir so viel Unterstützung gegeben haben. Ich bin ein großer Junge und komme da raus.“

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