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Schrum zieht Bilanz: „Wir gehören in die erste Liga“

Die Frauen des 1. FC Köln überwintern als Bundesliga-Schlusslicht. Mit sechs Punkten aus zwölf Spielen liegen die Kölnerinnen zwar noch nicht abgeschlagen am Tabellenende. Das 2:2 gegen den Tabellennachbarn Werder Bremen am letzten Spieltag vor der Winterpause war aber ein Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Der GEISSBLOG.KOELN fragte bei Lena Schrum nach, was Hoffnung macht für die Rückserie.

Köln – Schrum, die ihre Geissböcke in den letzten Wochen als Kapitän aufs Feld geführt hatte, steht seit fünf Jahren in Diensten des 1. FC Köln. Die gebürtige Holsteinerin ist überzeugt: „Wir bleiben in der Liga!“

GBK: Zum Abschluss des Jahres gab es ein 2:2 für die FC-Frauen gegen Bremen. War das gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt zu wenig?
LENA SCHRUM: Das Ergebnis kann nicht befriedigend für uns sein. Das stimmt. Wir hatten uns mehr vorgenommen. Wir haben zwei dumme Standards kassiert, sind aber beide Male zurückgekommen und haben ausgeglichen. Das spricht für unsere Moral, das spricht auch dafür, was wir können.

Und trotzdem hat es nicht gereicht.
Weil wir manchmal eben noch nicht clever genug sind. Aber wir haben in den letzten Wochen gezeigt, dass wir in die erste Liga gehören.

Wir stehen zu Recht in der Bundesliga

Lena Schrum

Lena Schrum

Einfache Fehler zu Spielbeginn, hinten raus die bessere Mannschaft, aber ohne Fortune: War das Bremen-Spiel ein Abbild der bisherigen Saison?
Irgendwie schon. Wir haben keine gute erste Hälfte gespielt und wir haben keine guten ersten Spiele in der Liga gespielt. Aber in den letzten vier, fünf Spielen zeigen wir, dass wir zu Recht in der Bundesliga stehen und dass wir hierher gehören. Das 2:2 war gut für die Moral, weshalb ich daran glaube, dass wir gut aus der Winterpause rauskommen werden.

Was muss in der Rückrunde passieren, damit es mit dem Klassenerhalt klappt?
Wir müssen alle dran glauben, und das tun wir. Wir müssen gegen Leverkusen gewinnen, aber auch noch einige andere Spiele.

Rennen wie die Schweine

Was nicht einfach wird, wie die Hinrunde gezeigt hat.
Dafür hat Jena jetzt Wolfsburg geschlagen. Das zeigt, was in der Liga möglich ist. Abgesehen von den Bayern liegen ansonsten keine Welten zwischen den Mannschaften. Wir müssen uns im Winter ordentlich fit machen, damit wir bis zum Schluss rennen können wie die Schweine. Wir müssen zur Not ein Spiel nur verteidigen können. Das muss unsere Devise sein. Dann, da bin ich mir sicher, bleiben wir in der Liga.

Jetzt geht es erst einmal in die Feiertage. Was haben Sie sich persönlich für das Neue Jahr vorgenommen?
Dass ich genau so viele Spielanteile wie zum Ende der Hinrunde bekomme und vor allem gesund bleibe.