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Trainingslager? „Eigentlich klar, dass wir nicht fahren“

Der 1. FC Köln tut aktuell alles, um die Rasenplätze am Geißbockheim so gut es geht zu schonen. Die Angst vor einem eisigen Januar ist groß. Ein Trainingslager wollen die Verantwortlichen unter allen Umständen vermeiden. Dafür weichen die FC-Profis mittlerweile sogar ins RheinEnergieStadion aus.

Köln – Am Donnerstag war es ungewöhnlich ruhig am Geißbockheim. Das Team von Peter Stöger, sonst immer ab 15 Uhr hinter verschlossenen Türen im Franz-Kremer-Stadion zugange, weilte in Müngersdorf im Stadion. Am Freitag wird zwar noch mal am Grüngürtel trainiert, doch die Greenkeeper arbeiten bereits auf Hochtouren, damit der Effzeh den Januar so gut es geht überstehen wird.

Die alte Heimstätte: das Franz-Kremer-Stadion.

Das Franz-Kremer-Stadion.

Alle Plätze werden genutzt

Schon vor Wochen hatte der FC mehrere Stellen des Grüns auf dem Hauptplatz ausbessern lassen. Diese Woche nutzten die Profis den entfernt gelegenen Platz sieben, der normalerweise den Nachwuchsteams vorbehalten ist. Da diese aber mehrheitlich schon im Winterurlaub sind, wichen die Profis dort am Dienstagnachmittag aus. Auch der kleine Platz zwei am Weiher wurde schon mehrfach benutzt. Am Mittwoch verzichtete Stöger gar ganz auf ein Training an der frischen Luft, Fußballtennis und Stabilisationsübungen ließ er in der Halle spielen.

„Draußen war es uns zu kalt“, sagte der Österreicher mit einem Lächeln. Doch die Wahrheit liegt, ganz dem Sprichwort folgend, auf dem Platz. Denn dort haben die warmen, aber auch regnerischen letzten Tage Spuren hinterlassen. Will der FC ohne Trainingslager durch die Vorbereitung kommen, sind Kompromisse und Ideen gefragt. Wohl wissend, dass die Anzahl an Trainingsplätzen begrenzt ist. „Es ist eigentlich klar, dass wir nicht fahren“, sagt Stöger zur Frage, ob man nicht doch lieber nach Belek in die Türkei fliegen will.

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