Schumacher FCB

Tünn fordert Drecksack-Mentalität und Wachsamkeit

Nach sechs Punkten aus den letzten sieben Ligaspielen fällt es dem 1. FC Köln schwer, die Adventszeit so richtig zu genießen. Trotz der bisher gesammelten 20 Punkte fühlt sich die Hinrunde nicht so erfolgreich an, wie sie hätte sein können. Das findet auch Vize-Präsident Toni Schumacher und warnt vor dem Gefühl der trügerischen Sicherheit.

Köln – Sportchef Jörg Schmadtke hatte bereits nach dem 0:1 gegen den FC Augsburg deutlich gesagt: „Die 20 Punkte sind okay, 15 geschossene Tore sind aber zu wenig.“ An der kränkelnden Offensive krankten auch die Ergebnisse in den letzten Wochen. Zwar nahm man vor der Niederlage gegen den FCA aus den vorangegangenen vier Spielen sechs Punkte mit. Die Pleite am vergangenen Samstag zeigte aber, wie dünn das Eis ist, auf dem der FC steht.

Bis jetzt konnte uns nichts passieren

„Uns konnte bis jetzt nichts nach unten passieren. Das war ein Faktor, der andere Dinge überlagert hat“, sagte Toni Schumacher dem GEISSBLOG.KOELN. „Nach dem Motto: Wir haben zwar wieder kein Tor geschossen, aber schon 20 Punkte.“ Dieses Gefühl gefällt dem Vize-Präsidenten gar nicht. Er warnte: „Ich möchte nicht, dass wir in eine Komfortzone reinrutschen, in der wir sagen: Letzte Woche waren es noch zehn Punkte Abstand zu den Abstiegsplätzen, diese Woche sieben, das ist ja noch immer in Ordnung.“

In Ordnung sei die Situation zwar generell schon, allerdings dürfe man nicht vergessen, dass die Mannschaften aus dem Tabellenkeller in den letzten Wochen ebenfalls kaum gepunktet hätten. Darauf dürfe man sich nicht verlassen. Im Gegenteil: Schumacher trauert gerade den Punkten nach, die man zuletzt gegen Mannschaften liegen gelassen hat, gegen die man sich auf Augenhöhe wähnte: „Wir holen oft gegen Mannschaften Punkte, die man vorher nicht auf dem Zettel hatte. Dann lassen wir aber Punkte gegen Mannschaften liegen, gegen die mehr drin gewesen wäre. Das ist es, was uns noch fehlt, um irgendwann einmal sagen zu können: Hallo, Europa, hier sind wir!“

Reifeprüfung nicht bestanden

Es fing mit dem 1:1 gegen Ingolstadt an und setzte sich in den Heimspielen gegen Hannover (0:1), Hoffenheim (0:0), Mainz (0:0) und Augsburg (0:1) fort. Fünf Heimspiele, drei Punkte, nur ein erzielter Treffer: viel zu wenig für den Effzeh – selbst, wenn man nur das Ziel Klassenerhalt als Maßstab nimmt. Der GBK hatte Anfang Oktober geschrieben, dass diese Spiele „die echte Reifeprüfung“ seien. Nach den Spielen muss man nun konstatieren: Reifeprüfung nicht bestanden.

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  1. Sebastian

    Ich höre ständig von den Offiziellen, dass unsere Spieler nicht so brav, lieb und nett sein sollen.

    Aber die bekommen doch selber den Mund nicht auf. Stöger hätte m. E. die Aktion von Hitz und Kohr (Schwalbe), Jubellauf von Bobadilla provokativ vor der Südtribüne, die Fehler vom Schiri in der PK verurteilen sollen.

    Stattdessen nimmt Weinzierl seine unsportlichen Spieler vor der Presse in den Schutz und Perer sitzt daneben, und hört sich alles an. Wo ist denn da der Unterschied zu den Spielern, die bei der Zerstörung des Rasens auch daneben standen?! Der Trainer, der Sportchef und die Spieler sind zu nett.

    Ich wünsche mir auch mal von den offiziellen MEHR Mut!


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