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Brief an Overath: „Wir werden ihm jetzt Zeit lassen“

Sie gehen aufeinander zu: Der 1. FC Köln und Wolfgang Overath nähern sich an. Erst hatte Präsident Werner Spinner dem ehemaligen FC-Boss im Interview mit dem GEISSBLOG.KOELN den Roten Teppich ausgerollt. Daraufhin nahm Overath nach Jahren des Schweigens den Ball auf und kündigte an: „Wir werden uns zusammensetzen.“ Am Geißbockheim nahm man die Kunde erfreut auf.

Köln – Es war im November 2011, als Overath den 1. FC Köln wie ein Kapitän das sinkende Schiff verlassen hatte. Der Klub stand kurz vor dem finanziellen Kollaps, war zerstritten, die Mitglieder hatten ihrem einstigen Idol das Vertrauen entzogen, von all den Versprechungen, die Overath in seiner siebenjährigen Amtszeit gegeben hatte, war nur noch ein Trümmerhaufen übrig.

Zeit heilt Wunden – und es waren tiefe…

Aufräumen und das Schiff vor dem Untergang bewahren mussten andere. Werner Wolf und Josef Sanktjohanser übernahmen zunächst kommissarisch, später dann das neue Präsidium um Werner Spinner. Doch als dieser dann die wirtschaftlichen Fakten auf den Tisch legte, der neue Vorstand zusammen mit dem Mitgliederrat eine veränderte Satzung auf den Weg brachte und deutliche Kritik an den ehemaligen FC-Bossen laut wurde, fühlte sich der Zurückgetretene in den Allerwertesten getreten.

Fortan ward Overath nicht mehr gesehen oder gehört. Erst am Samstag meldete er sich wieder zu Wort und erklärte, er nehme die Einladung des aktuellen Vorstands zu einem gemeinsamen Treffen an. „Ja, es stimmt, der FC hat sich immer um ein Gespräch bemüht. Ja, wir werden uns auch irgendwann zusammensetzen“, bestätigte Overath der „Bild“. Einzig auf den Zeitpunkt wollte er sich noch nicht festlegen und deutete an, dass es noch ein Weilchen dauern könnte, ehe es zum Treffen kommt. „Gebt mir noch etwas Zeit. Denn Zeit heilt Wunden – und es waren tiefe…“

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