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Last-Minute-Transfers? „Wollen wir nicht mehr!“

Jörg Schmadtke gilt als einer der besten Manager der Bundesliga. Der Sportchef des 1. FC Köln hat in seinen zweieinhalb Jahren für die Geissböcke, zusammen mit Sportdirektor Jörg Jakobs, bereits mehrfach ein gutes Händchen bewiesen. Der Wert des FC-Kaders ist kontinuierlich gestiegen. Doch nicht mit allen Transfers lagen die Kölner goldrichtig.

Köln – Es liefen die letzten Tage des Januars 2015, als es am Geißbockheim noch einmal hektisch wurde. Simon Zoller signalisierte, nach nur einem halben Jahr in Köln zum 1. FC Kaiserslautern zurückkehren zu wollen. Fast parallel kam Philipp Hosiner zum Medizincheck in die MediaPark Klinik. Das Ergebnis ist bekannt. Weil aber Zoller inzwischen abgegeben wurde, brauchten die Kölner dringend noch einen Stürmer. In einer Nacht- und Nebel-Aktion kam ein bis dato nahezu unbekannter Brasilianer namens Deyverson nach Köln.

Bislang vier Winter-Transfers unter Schmadtke

Mittlerweile spielt der 24-Jährige in Spanien und hat für UD Levante in 18 Spielen sieben Tore erzielt. Für die Geissböcke jedoch blieb es bei einem Liga-Tor und einem Treffer im Pokal. Köln ließ ihn im Sommer wieder ziehen. Seine Verpflichtung hatte sich nicht ausgezahlt.

Peter Stöger mit Neuzugang Filip Mladenovic. (Foto: GBK)

Neuzugang Mladenovic. (Foto: GBK)

„Solche Transfers wollen wir eigentlich nicht mehr machen“, blickt Schmadtke ein Jahr später im Gespräch mit dem GEISSBLOG.KOELN auf das letztjährige Winter-Transferfenster zurück. Damals hatte sich einmal mehr bewahrheitet, dass im Winter bei weitem nicht so viele Spiele auf dem Markt sind wie im Sommer und „oft Vereine die Spieler, die interessant wären, nicht abgeben wollen“, wie Schmadtke sagt.

Bislang haben die Kölner unter Schmadtke vier Winter-Transfers getätigt: Neben Deyverson im vergangenen Januar kamen Bard Finne und Kazuki Nagasawa nach der Winterpause 2013/14. Filip Mladenovic ist der neueste Versuch, im Winter ein Schnäppchen gelandet zu haben.

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