Werner

Wieder ein Kopfball-Gegentor: „Wir sollten darüber reden“

Der 1. FC Köln hat ein Problem: Acht Gegentore durch Kopfbälle sprechen eine deutliche Sprache. Die Geissböcke hatten sich zur neuen Saison eigentlich auch in Sachen Lufthoheit verbessern wollen. Offensiv gelang dies durch Anthony Modeste. Defensiv aber ist Köln das Liga-Schlusslicht. Nun wollen die Spieler über das Problem reden.

Köln – Timo Werner ist alles, nur kein Kopfball-Ungeheuer. Der Stürmer des VfB Stuttgart verdankt es den Stollen unter seinen Schuhen, dass er die 1,80 Meter gerade so reißt. Seine Gegenspieler am Samstag hießen Dominique Heintz und Dominic Maroh. Der eine ist acht Zentimeter größer als Werner, der andere fünf, beide zudem im Kopfballspiel deutlich besser geschult als der Schwabe.

Wir müssen enger dran sein

Trotzdem durfte Werner in der 51. Minute nach einer Ecke des VfB aus fünf Metern mitten im Kölner Strafraum vollkommen unbehelligt zum Kopfball hochsteigen und zur Stuttgarter Führung einnicken. Es war das achte Gegentor aus der Luft, das Timo Horn in dieser Saison bereits kassierte. Viel zu viele, wie der FC-Keeper monierte: „Da müssen wir enger dran sein, sonst ist es ein Leichtes für ihn, den Ball rein zu machen.“

Einen Gegenspieler hatte Werner in dieser Szene nicht. Der FC verteidigt Standardsituationen unter Trainer Peter Stöger meist im Raum. Heißt: Heintz war vor Werner positioniert. Für ihn war die Flanke aber zu hoch angesetzt. Er verpasste das Leder um Millimeter. Da aber Maroh hinter Werner postiert war und den Stürmer nicht bedrängte, sondern seine Position hielt, bedankte sich der VfB-Angreifer und nickte ein. „Für mich als Torhüter ist es leichter, wenn die Jungs nah am Mann sind und die Gegner stören“, sagte Horn und regte an: „Vielleicht sprechen wir da mal drüber.“

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