Dahoud BMG

Im Freundschafts-Modus in eine verdiente Derby-Pleite

Der 1. FC Köln hat nach einer erstaunlich schwachen Vorstellung das Derby-Rückspiel bei Borussia Mönchengladbach mit 0:1 (0:1) verloren. Insbesondere in der ersten Stunde der Partie kamen die Geissböcke nicht in die Partie. Mahmoud Dadoud bestrafte die Kölner für ihre schläfrige Leistung mit dem Siegtreffer.

Mönchengladbach – Es schien, als ob der Effzeh gegen Gladbach so spielte wie die Stimmung auf den Rängen: irgendwie da, aber irgendwie auch nicht. Ohne den kurzfristig erkrankten Mergim Mavraj, dafür mit Yuya Osako im Angriff überließen die Kölner den Gastgebern von Beginn an das Feld.

Dahoud darf ungestört einschieben

Wenig überraschend dauerte es gerade einmal neun Minuten, ehe der Großteil der 52.226 Zuschauer im Borussia Park jubeln konnte. Andreas Christensen durfte ungestört aufbauen, Lars Stindl ungestört auf Raffael weiterleiten, dieser ebenso ungestört Dahoud freispielen. Und wie frei dieser vor Timo Horn auftauchen durfte, wird wohl ein Geheimnis der Kölner Hintermannschaft bleiben. Der Gladbacher Youngster vollendete sehenswert mit dem Außenrist.

Mahmoud Dahoud im Kopfballduell mit Jonas Hector. (Foto: MV)

Mahmoud Dahoud im Kopfballduell mit Jonas Hector. (Foto: MV)

Köln schaffte es in der ersten Hälfte zu keiner Zeit, die ersatzgeschwächte Defensive der Gastgeber (ohne Martin Stranzl und Martin Hinteregger) unter Druck zu setzen. Stattdessen kam immer wieder Gladbach. Ob über links oder über rechts, immer wieder tauchten Gladbacher frei am Sechzehnmeterraum der Kölner auf und durften sich im Toreschießen versuchen.

Klarer Elfmeter verweigert

Dabei spielte Gladbach noch nicht einmal überragenden Fußball. Köln aber fand keine Mittel, das Spiel selbst in die Hand zu nehmen und die eigentlich nach sechs Niederlagen aus den letzten acht Pflichtspielen verunsicherte Fohlen-Elf in Verlegenheit zu bringen. Einziger Aufreger aus Kölner Sicht: Leonardo Bittencourt hätte in der 38. Minute einen Foulelfmeter erhalten müssen. Dahoud hatte ihn klar mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen. Eine Fehlentscheidung!

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