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Stöger fordert: „Müssen noch einen draufsetzen“

Zwei Punkte aus drei Rückrunden-Spielen: Die Bilanz des 1. FC Köln im Jahr 2016 ist ausbaufähig. Gegen Stuttgart das Spiel aus der Hand gegeben, in Wolfsburg und Hamburg die Belohnung für gute Leistungen verpasst – nun soll gegen Eintracht Frankfurt der erste Sieg des Jahres her. Doch dafür braucht es mehr als gute Leistungen.

Köln – Im Training geht es weiter zur Sache. Ob bei Sturm und Regen am Dienstag oder auf einem tiefen Platz am Mittwoch, die Spieler geben Gas. „Sehr ernst“ erlebt Trainer Peter Stöger dieser Tage seine Truppe, nicht ohne Spaß, aber mit großem Ansporn. „Alle sind voll da“, findet der FC-Coach.


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Grund für die hohe Konzentration ist die Ausgeglichenheit des Kaders. Selbst die Spieler wissen noch nicht, welches Spielsystem das Trainerteam für das Duell gegen die SGE ausgewählt hat. Mit ihm steht und fällt die Startelf. Matthias Lehmann wird zurückerwartet, wer muss für ihn raus? Dreier- oder Viererkette? Ein oder zwei Stürmer? Dass Kevin Vogt in Hamburg trotz Gelb-Sperre Lehmanns nicht in die Startformation rückte, ist ein klares Indiz dafür, wie eng es aktuell zugeht in Sachen erste Elf.

Der Gegner kann sich nur schwer vorbereiten

Dominique Heintz trifft zum 2:5 - es ist sein erster Bundesliga-Treffer. Ein trauriges Debüt.

Erzielte in Frankfurt sein erstes FC-Tor: Dominique Heintz. (Foto: JH)

„Nur über die Konkurrenz können wir uns weiterentwickeln“, sagt Stöger, der bei allem Lob für seine Spieler noch viel Luft nach oben sieht. Vor allem in der Chancenverwertung: „Wenn du einen Dreier haben willst, musst du eben noch einen draufsetzen“, fordert der Österreicher, der auch in Hamburg zusehen musste, wie seine Spieler reihenweise gute Kontergelegenheiten nicht in letzter Konsequenz ausspielten oder Abschlüsse zu harmlos blieben.

Der Trumpf soll am Samstag gegen die Eintracht einmal mehr die große Flexibilität sein. Stögers Spieler haben daran längst Gefallen gefunden. „Wir sind taktisch sehr variabel“, freut sich Dominique Heintz. „Der Gegner kann sich nur ganz schwer auf uns vorbereiten.“ Deshalb dürften Stöger und Co. auch bis zuletzt tüfteln, mit welcher Elf und in welchem System seine Spieler ins Flutlicht-Spiel gehen werden. Der erste Sieg soll endlich eingefahren werden. Dann stimmt auch die Rückrunden-Bilanz.