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Liga will Videobeweis testen! Schmadtke lobt Entscheidung

Er soll kommen – zumindest testweise: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) bewerben sich um eine zweijährige Testphase für den Videobeweis. Sollte das International Football Association Board (IFAB) des Weltverbandes FIFA die Zustimmung geben, beginnt ab der kommenden Saison eine zweijährige Testphase in der Bundesliga. Der 1. FC Köln begrüßt den Weg.

Köln/Frankfurt – Der deutsche Fußball als Versuchskaninchen: Nach Monaten der Diskussionen um Schiedsrichter-Entscheidungen haben sich die deutschen Regelhüter dazu durchgerungen, ein Vorreiter in Sachen Videobeweis sein zu wollen. In den kommenden zwei Jahren soll diese Technik, die unter anderem in den Niederlanden schon länger getestet wird, auch in der Bundesliga zum Einsatz kommen.

Falls das IFAB am 5. März in Wales seine Zustimmung für das technische Hilfsmittel der Schiedsrichter gibt, soll der „Video Assistent Referee“ (VAR) eingeführt werden. Dieser ist kein „Oberschiedsrichter“, sondern ein weiterer Assistent am Spielfeldrand.

Eine weise und gute Entscheidung

Jörg Schmadtke begrüßte die Entscheidung von DFB und DFL im Gespräch mit dem GEISSBLOG.KOELN. „Es ist eine weise und gute Entscheidung, das Prozedere selbst zu testen. So kann man künftig über eigene Erfahrungen diskutieren und entscheiden, wie der Videobeweis eingesetzt werden kann“, sagte der Sport-Geschäftsführer des 1. FC Köln. „Der Druck auf die klassischen Systeme wird immer größer. Heute sind die einzigen Protagonisten, die keine technischen Mittel zur Verfügung haben, die Schiedsrichter auf dem Platz.“

Im Milliardengeschäft Fußball stünde mittlerweile „zu viel auf dem Spiel“, wie Schmadtke weiter betonte. Man dürfte „das Spiel zwar nicht kaputt machen“, die Einführung der Torlinientechnik hätte aber bereits gezeigt, dass eine solche Technologie „den Druck aus dem Kessel“ nehmen kann. „Das, was ich aus den Niederlanden höre, zeigt offenbar, dass der Videobeweis sehr praktikabel ist und Entscheidungen in kaum mehr als zehn Sekunden getroffen werden können“, erklärte der FC-Sportchef.

Nun wird der deutsche Fußball wohl ab der kommenden Saison die Chance bekommen, diese neue Technologie zu testen.


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