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Von Spitzenteams lernen: Kölns Umschaltspiel 2.0

Jedes zweite Wochenende reisen mehrere tausend Fans des 1. FC Köln durch die Republik, um ihren Klub spielen zu sehen. Auch am Sonntag wird es wieder so sein, wenn sich gut 3500 Anhänger nach Hamburg aufmachen. Was sie sich wünschen, ist klar: drei Punkte und, wenn möglich, ein rauschendes Fußballfest. Was sie allzu oft bekommen haben in den letzten Jahren waren zwar durchaus Punkte, aber selten Gründe, um echte Partys zu feiern. Der 1. FC Köln arbeitet daran, dass sich das ändert.

Köln – Das 1:1 beim VfL Wolfsburg war aus Sicht der Geissböcke in zweierlei Hinsicht lehrbuchhaft: Erstens demonstrierten die Kölner, wie man mit hoher Laufbereitschaft, frühem Pressing und offensivem Verteidigen einen Gegner noch in dessen Hälfte zu Ballverlusten zwingen kann. Zweitens demonstrierten die Kölner aber auch, dass diese Konter fertig zu spielen noch einmal eine ganz andere Geschichte ist als der Ballgewinn an sich.

Wir wollen selbst aktiv sein

Peter Stöger drehte sich ein ums andere Mal in der Volkswagen Arena verärgert ab, weil seine Spieler den Ball zwar gewonnen hatten, ihn Sekunden später aber wieder durch einen schlampigen Pass oder eine falsche Entscheidung – Dribbling oder Abspiel – verloren. Wolfsburg hätte sich an diesem Tag nicht beschweren können, wenn es als Verlierer vom Platz gegangen wäre. Köln hatte den VfL über weite Strecken der Partie im Griff. Alleine, bis auf den 1:1-Ausgleichstreffer durch Anthony Modeste, dem ein weiterer Ballgewinn und dieses Mal ein gelungener Pass vorausgegangen waren, fanden die Kölner keinen Weg ins Tor von Diego Benaglio.

Das soll gegen den HSV am Sonntag besser werden. Nicht nur, weil das Team von Peter Stöger im Umschaltspiel nach Ballgewinn genauer spielen und konsequenter in den Strafraum ziehen will. Auch, weil der FC sich vorgenommen hat, den Hamburgern das Spiel keineswegs zu überlassen. „Wir wollen selbst aktiv sein“, kündigte der FC-Coach an.

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