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Den Sorgenkindern läuft die Zeit davon

Für den 1. FC Köln beginnt nach Ostern die Schlussphase der Bundesliga-Saison. Sieben Wochen bis Mitte Mai sind es dann nur noch, in denen die Geissböcke die letzten Punkte holen müssen, um beruhigt in die Sommerpause zu gehen. Für einige Spieler dürfte dieser Endspurt wohl auch dann enttäuschend verlaufen, wenn der Klassenerhalt geschafft wird. Ein Kommentar.

Köln – Das Testspiel in Erfurt war ein Spiel, auf das eigentlich so niemand richtig Lust hatte beim Effzeh: eine unangenehme Anreise, kalte Temperaturen, ein motivierter Gegner, die nächtliche Rückreise. In einem solchen Spiel sollten sich ausgerechnet jene Profis beweisen, die zuletzt kaum eine Rolle gespielt hatten – eine undankbare Aufgabe.

Vier Sorgenkinder mit unterschiedlichen Problemen

Für Milos Jojic beispielsweise, aber auch für Pawel Olkowski, Yuya Osako oder Philipp Hosiner: Der 1. FC Köln hat gleich mehrere Sorgenkinder. Doch keiner konnte überzeugen in Erfurt. Dabei läuft diesen Spielern die Zeit davon. Gerade Hosiner, der sich nun sogar erst einmal über die U21 empfehlen soll, nur ausgeliehen ist und um seine Zukunft in Köln bangt.


Sorgenkinder und ein Riesentalent


 

Aber auch ein Milos Jojic muss sich fragen, ob eine indiskutable Leistung wie gegen RWE ausreichend ist in seiner Situation, mit der er als allerletzter zufrieden sein dürfte. Pawel Olkowski kommt in dieser Saison noch gar nicht auf die Füße, warum, scheint noch nicht einmal er selbst zu wissen. Und Yuya Osako? Der Stürmer kam selbst gegen den Drittligisten zu keinem ernstzunehmenden Torabschluss.

Zoller und Mause zeigen, wie es geht

Bei allen widrigen Bedingungen im Steigerwaldstadion: Wer einen Stammplatz seinen eigenen Anspruch nennt, muss die Chancen nutzen, die sich ihnen bieten, um dafür zu kämpfen – egal, ob in Erfurt, im RheinEnergieStadion oder auf dem Trainingsplatz am Geißbockheim. Die Auffälligsten am Dienstag hießen Simon Zoller und Jannik Mause. Erstgenannter hat längst erkannt, was der FC von ihm erwartet. Letzterer demonstrierte, dass er gewillt ist, die sich ihm bietenden Chancen zu nutzen. Beides ließen die Sorgenkinder vermissen.

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