helmes-stammtisch-1

FC-Stammtisch: „Damals ging es richtig ans Eingemachte“

Auf den Tag sieben Jahre gibt es ihn nun, den FC-Stammtisch mit Moderator Ralf Friedrichs – Diskussionen rund um den 1. FC Köln, meist nach Heimspielen, aktuell montags im Brauhaus „Zum Prinzen“. Am Montagabend fand die 164. Folge statt, zu Gast waren Hannes Linßen, FC-Mediendirektor Tobias Kaufmann, Sky-Kommentator Thomas Wagner und ARD-Mann Tom Bartels.

Köln – Der GEISSBLOG.KOELN sprach mit Gründer Ralf Friedrichs im Vorfeld über die letzten sieben Jahre und darüber, welche Gäste er am liebsten schon bald begrüßen würde. Nur ein Gast wird dem FC-Stammtisch immer verwehrt bleiben: das große Idol Heinz Flohe.

GBK: Herr Friedrichs, welche Erinnerungen haben Sie noch an den ersten FC-Stammtisch?
RALF FRIEDRICHS: Der war am 22. März 2009, am Tag nach dem 2:0-Sieg des Effzeh in Cottbus. Damals war Christoph Daum Trainer, Milivoje Novakovic schoss beide Tore. Zu Gast war Lars Leese, der „Traumhüter“. Eingeladen war auch Tobias Kaufmann, damals noch beim Kölner Stadt-Anzeiger. Er musste aber kurzfristig absagen, weshalb noch zwei Fans in der Runde dabei waren.

Der FC-Stammtisch mit Holger Schmidt, Olaf Janßen, Ralf Friedrichs und Thomas Wagner.

Der FC-Stammtisch mit Ralf Friedrichs (2.v.r.). (Foto: GBK)

Warum haben Sie den Stammtisch damals überhaupt ins Leben gerufen?
Der Anlass war, dass ich einen Monat zuvor den „Doppelpass“ gesehen hatte, nachdem der FC mit 2:1 in München gewonnen hatte. Michael Meier war dabei, geredet wurde aber fast ausschließlich über den FC Bayern. Das hat mich geärgert. Und da hat meine Frau gesagt: ‚Dann mach’s halt besser!‘

Also ist Ihre Frau schuld?
Ganz genau. (lacht) Nein, ich hatte einfach das Gefühl, es braucht einen FC-Stammtisch in Köln, um Verein und Fans zusammenzubringen und eine neue Kommunikationskultur um den Klub herum entstehen zu lassen.

Müssen nicht mehr oft über Missstände reden

Sieben Jahre, 164 Folgen: Wie hat sich der Stammtisch entwickelt?
Die Entwicklung hat natürlich viel mit dem Effzeh selbst zu tun. In den ersten Jahren haben wir fast ausschließlich über die Missstände im Klub diskutiert, weniger über das Sportliche. Es ging weniger darum, wie die Aufstellung am Wochenende war, sondern ob der Vorstand richtig aufgestellt war. Das hat lange Zeit die Hauptrolle gespielt.

Das hat sich ja mittlerweile deutlich verändert.
Absolut. Und damit natürlich auch der Talk. Oft müssen wir nicht mehr über Missstände reden, sondern nur noch über das Sportliche – was ja aus Fan-Sicht sehr gut ist.

Weiterlesen: Friedrichs Traum mit Prinz Poldi im Brauhaus „Zum Prinzen“




Schreibe einen neuen Kommentar