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Debütant Klünter: Gladbach wollte das FC-Juwel haben

Lukas Klünter hat am Sonntag sein Bundesliga-Debüt für den 1. FC Köln gegeben. Der 19-Jährige kam im Sommer 2014 zu den Geissböcken und hat noch einen Vertrag bis 2017. Wie der Rechtsverteidiger sein Debüt erlebt hat, wie er seine Karriere plant, warum er Borussia Mönchengladbach abgesagt hat und wie er den Spagat zwischen U21 und Profis hinbekommt, darüber sprach der GEISSBLOG.KOELN mit dem Effzeh-Talent.

GBK: Herr Klünter, Sie haben am Sonntag Ihr Bundesliga-Debüt gefeiert. Wie war das für Sie?
LUKAS KLÜNTER: Es war ein Riesen-Erlebnis, eine große Ehre. Dass der Trainer und das Team mir das Vertrauen gegeben haben, war für mich das bislang Schönste in meiner Karriere. Ich habe schon immer davon geträumt, es beim FC zu schaffen.

Wie fühlten sich die letzten Sekunden vor der Einwechslung an?
Ich bin eigentlich ein emotionaler Mensch. So ganz kurz vor der Einwechslung war ich aber gar nicht mehr nervös. In dem Moment, als ich die Anweisung bekommen habe, zur Bank zu laufen und mir mein Trikot anzuziehen, habe ich mich nur noch darauf konzentriert, was mich gleich im Spiel erwartet.

Lukas Klünter bei seinem Profi-Debüt. (Foto: Pressefoto Baumann)

Lukas Klünter bei seinem Profi-Debüt. (Foto: Pressefoto Baumann)

Wie haben Sie denn von der Einwechslung erfahren? Hat jemand an der Bank Ihr Trikot hochgehalten?
Nein, Benny Kugel hat beim Aufwärmen irgendwann auf mich gezeigt. Ich habe erst noch fragend selbst auf mich gezeigt nach dem Motto: Wirklich? Ich? Dann bin ich zur Bank gelaufen.

Der Trainer macht mir keinen Vorwurf

Das Spiel ist für Sie persönlich unglücklich gelaufen. In der letzten Minute wurden Sie gefoult, anschließend fiel der Ausgleichstreffer. Was ging in Ihnen nach dem Spiel vor?
Ich wusste nach Abpfiff direkt, dass ich diese Situation taktisch anders hätte lösen können. Aber ich habe mich so entschieden und der Trainer hat mir hinterher auch noch einmal gesagt, dass es ein klares Foul war und dass er mir keinen Vorwurf macht. Auch das ganze Team stand hinter mir, hat mir zum Einstand gratuliert. Da war mir niemand böse. Deswegen konnte ich mich dann doch noch über mein Debüt freuen.

Haben Sie sich ein Andenken vom Spiel gesichert?
Natürlich, mein Trikot habe ich behalten, eingerahmt und in meinem Zimmer an die Wand gehängt. Das wird immer ein schönes Andenken sein, aber ich hoffe, es kommen noch einige Spiele dazu.

Und von den Freunden und der Familie gab es hinterher wahrscheinlich einen Haufen Nachrichten und Anrufe.
Unglaublich viele, ja! (lacht) Meine Eltern waren fast noch aufgeregter als ich. Und auch viele Leute, mit denen ich bisher zusammengespielt habe, haben mir danach geschrieben.

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