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DFB befragt Schmadtke: „Bilder zeigen etwas anderes“

Der DFB-Kontrollausschuss hat keine 24 Stunden nach dem Kaugummi-Wurf von Jörg Schmadtke im Spiel des 1. FC Köln bei 1899 Hoffenheim eine Stellungnahme angefordert. Der FC-Sportchef muss sich nun schriftlich zu den Vorfällen am Sonntagnachmittag in Sinsheim äußern. Der GEISSBLOG.KOELN fragte bei Schmadtke nach.

GBK: Herr Schmadtke, mit etwas Abstand, wie bewerten Sie die Situation heute?
JÖRG SCHMADTKE:
 „Zunächst einmal: Ich habe mich nach dem Spiel bei Alexander Rosen (Hoffenheim-Manager, Anm. d. Red.) entschuldigt. Aber ich möchte auch betonen, dass ich nicht gezielt auf Julian Nagelsmann geworfen habe. Das wird jetzt nur behauptet. Leider wiegen manche Behauptungen in der Öffentlichkeit schwerer als die Bilder, die was anderes zeigen.

Eigentlich wollten Sie eine Diskussion um Fairplay anregen. Worum geht es Ihnen?
Das Problem ist: Fairplay gibt es nur dann, wenn es der eigenen Mannschaft nicht schadet oder wenn man es sich leisten kann. Wenn man 3:0 führt, fällt es einigen offenbar leichter, mal Fairplay walten zu lassen. Sonst nicht. Darüber sollte man mal nachdenken.

Peter Stöger sagt, seine Mannschaft werde künftig auch nicht mehr darauf achten, weil solche Aktionen nach zehn Tagen ja ohnehin wieder vergessen seien.
Das dauert ja noch nicht einmal mehr zehn Tage. Es dauert ja noch nicht einmal mehr eine Nacht. Was bleibt denn von unserem Spiel in Hoffenheim übrig? Ein Kaugummi-Wurf! Da wird nicht über Fairplay gesprochen, da wird nicht gefragt, ob es ein Foul an Klünter war, ob wir vorher einen Elfmeter hätten bekommen müssen oder was in dieser Situation von der Hoffenheimer Bank kam. Es wird über einen Kaugummi-Wurf geredet.

Ärgert es Sie dann nicht gleich doppelt, weil Sie sich diesen Fehler erlaubt haben?
Ich habe mich dafür entschuldigt, mehr kann ich nicht machen. Der Rest wird sich ergeben.

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