Hartel Stöger

So lief der Hartel-Deal: „Das war zu viel für ihn“

So schnell kann es gehen: Am Sonntag schien es noch so, als habe Marcel Hartel keine Zukunft beim 1. FC Köln. Am Montag unterschrieb er seinen ersten Profi-Vertrag und bleibt bis 2019 beim Effzeh. Der Grund für den Sinneswandel war ein Beraterwechsel. Den Geissböcken bleibt so ein großes Talent erhalten.

Köln – Am Ende heißen die Gewinner: Klub und Spieler. So, wie es sein sollte, wenn zwei Parteien verhandeln, sich einigen und schließlich ihre Einigung vertraglich fixieren. Dass dies bei Hartel länger dauerte als geplant, war einem Vorgang geschuldet, den man am Geißbockheim mit Stirnrunzeln zur Kenntnis genommen hatte.

Erst verzockt, dann Kehrtwende

Marcus Marin, Berater von Marcel Hartel, und Jörg Schmadtke, Sport-Geschäftsführer des 1. FC Köln, hatten sich Anfang April geeinigt. Der 20-Jährige Hartel sollte einen Drei-Jahres-Vertrag unterschreiben, gemessen an seiner Profi-Erfahrung von fünf Kurzeinsätzen in der Bundesliga gut verdienen und ständiger Bestandteil der Kölner Profis werden.

Es folgte, was Schmadtke mit den Worten umschrieb: „Es geht um den Grundsatz, dass wenn man zusammensitzt, etwas aushandelt und sich einig ist, dann nicht mehr nachverhandelt. So führt man Verhandlungen, finde ich zumindest.“ Die Gegenseite hatte das anders gesehen, hatte plötzlich mehr Geld gefordert und mit einem Konkurrenz-Angebot kokettiert. Hartel zögerte mit der Unterschrift, ließ eine Frist verstreichen – und kam letztlich doch zu der Einsicht, in Köln am besten aufgehoben zu sein.

Danke, dass ich eine zweite Chance bekommen habe

„Ich bin glücklich, dass ich meinen Vertrag verlängert habe. Es gab zwei Möglichkeiten, jetzt bin ich froh, dass ich mich für die zweite entschieden habe und beim Effzeh bleibe“, sagte der Mittelfeldspieler, der am Montag mit neuem Berater in Schmadtkes Büro gekommen war, um die Dinge doch noch zu regeln. „Ich muss Jörg Schmadtke danken, dass er mir die zweite Chance gegeben hat, damit ich den Vertrag doch noch unterschreiben konnte. Das ist wunderschön. Es war bislang eine tolle Zeit hier, das hat auch den Ausschlag gegeben, doch hier zu bleiben.“

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