zoller-1

Fünf Gegentore: Köln verliert nach kuriosem Spieler-Protest

Der 1. FC Köln hat sich am Dienstagabend mit dem KSV Hessen Kassel ein Torfestival geleistet und das Freundschaftsspiel im Auestadion mit 3:5 (1:2) verloren. Dabei bot FC-Coach Peter Stöger keinesfalls eine durch Nachwuchsspieler verstärkte Truppe auf. Die Spieler der Gastgeber nutzten die Partie derweil zu einem Protest.

Kassel – Alles begann mit einem klaren Signal an die Vereinsführung des KSV: In der ersten Spielminute verweigerten die Kasseler Spieler aus Protest jede Teilnahme am Spielgeschehen. Der Hintergrund: Spielergehälter waren in den vergangenen Monaten unregelmäßig gezahlt worden. Das Spiel hatte lokalen Medienberichten zufolge sogar kurzfristig vor einer Absage gestanden, da die Spieler einen vollständigen Boykott in Erwägung gezogen hatten.

Kassel dreht nach Kölner Lattentreffern auf

Dass die Kasseler dann aber doch noch antraten, erfreute in jeder Hinsicht die Zuschauer im Auestadion. Denn von Beginn an entwickelte sich eine muntere – und torreiche – Partie. Das 1:0 für den Effzeh erzielte bereits in der zwölften Minute Philipp Hosiner. Der FC-Stürmer nahm einen Pass von Kevin Vogt mit und versenkte zur Führung. Weil Köln in der Folge aber gleich mehrfach Pech mit dem Aluminium hatte – Jojic, Olkowski und Hosiner trafen nur die Latte – blieb Kassel im Spiel. Und wie! Mike Feigenspan mit einem Doppelpack in nicht einmal fünf Minuten (33./37.) drehte die Partie für den KSV im Alleingang.

So munter ging es auch in der zweiten Hälfte weiter. Nach diversen Wechseln auf Kölner Seite drehten Simon Zoller (66.) nach Vorlage von Yuya Osako sowie Anthony Modeste (70.) die Partie erneut, diesmal zugunsten des FC. Doch auch der Jubel der Geissböcke hielt nicht lange an. Denn nur zwei Minuten später glich Rolf Sattorov (72.) aus, ehe Sylvano Comvalius (79.) den Regionalligisten mit 4:3 in Führung brachte und Marco Dawid (82.) zum 5:3-Endstand traf. Beim Effzeh war die Spannung raus, der Bundesligist ließ es geschehen und verlor schließlich mit so viel Gegentoren, wie sie in der abgelaufenen Saison nicht einmal der FC Bayern München dem Effzeh hatte beibringen können.

Abschließendes Spiel in Trier

Für die Geissböcke geht es nach der Rückkehr in die Domstadt in einen Kurz-Urlaub. Stöger sagte das für Mittwoch um 10 Uhr angekündigte Training ab und bittet erst nächste Woche Dienstag wieder auf den Rasen. Zwei Tage später steht dann das abschließende Freundschaftsspiel gegen Eintracht Trier auf dem Programm.

So spielte der Effzeh: Horn (46. Müller) – Olkowski (51. Klünter), Sörensen, Heintz (51. Maroh), Mladenovic (51. Risse), Vogt (51. Gerhardt), Jojic (51. Lehmann), Zoller, Osako, Hartel, Hosiner (51. Modeste).