Gerhardt Wolfsburg

„Ordentliches Angebot!“ Gerhardt nach Wolfsburg

Yannick Gerhardt verlässt den 1. FC Köln und wechselt zum VfL Wolfsburg. Der Effzeh bestätigte den Transfer am Freitag. Der 22-Jährige löste am Donnerstag seinen bis 2018 laufenden Vertrag bei den Geissböcken auf und unterschrieb einen Kontrakt bei den Wölfen bis 2021. Über die Ablösesumme gab der FC keine Auskunft, sie dürfte aber bei gut 13 Millionen Euro liegen.

Köln – Nun ist der Wechsel perfekt: Yannick Gerhardt ist nicht mehr länger Teil des 1. FC Köln. „Yannicks Wechselwunsch und ein ordentliches Angebot der Wolfsburger für die Ablösesumme waren die Grundlage für uns, diese Entscheidung zu treffen“, sagte FC-Sportchef Jörg Schmadtke. 2Wir verlieren einen beim FC ausgebildeten Spieler, der in unserem Klub groß geworden ist. Für seinen weiteren Weg wünschen wir Yannick sportlich und privat alles Gute.“

Gerhardt bedankt sich bei Klub, Team und Fans

Yannick Gerhardt ergänzte: „Ich bin dem Trainerteam, den Verantwortlichen des FC und meinen Mitspielern sehr dankbar, dass sie mir als jungem Spieler vertraut und die Möglichkeit gegeben haben, hier bei meinem Heimatverein Profi zu werden und mich zu einem Bundesligaspieler zu entwickeln. Der 1. FC Köln und seine Fans werden immer etwas Besonderes für mich bleiben. Ich verlasse den FC schweren Herzens, aber mit meinem Wechsel nach Wolfsburg möchte ich den nächsten Schritt in meiner Karriere gehen und bin dankbar, dass der FC mir dies ermöglicht hat.“

Unter Trainer Peter Stöger war Gerhardt zum Profi geworden, hatte im Alter von 19 Jahren am 20. Juli 2013 im Heimspiel gegen Dynamo Dresden (1:1) debütiert und gleich in seiner ersten Profi-Saison 29 Zweitliga-Spiele absolviert. Nach dem Aufstieg mit dem Effzeh lehnte er ein Angebot von Benfica Lissabon ab und absolvierte in den folgenden zwei Spielzeiten 45 Bundesliga-Spiele (drei Tore) für den Effzeh.

Eigengewächs und Kölns Sportler des Jahres

Die knapp 25 Minuten am 34. Spieltag der abgelaufenen Saison bei Borussia Dortmund waren seine letzten im FC-Dress. Seit 2003 hatte Gerhardt für den 1. FC Köln gespielt, alle Jugendmannschaften durchlaufen. In Köln war er zum Junioren-Nationalspieler geworden, hatte 2013 die Fritz-Walter-Medaille in der Altersklasse U19 in Silber erhalten und war ein Jahr später zu „Kölns Sportler des Jahres“ gewählt worden.

Was denkt Ihr über den Abschied von Yannick Gerhardt? Diskutiert mit!



  1. AMX

    Da kann man wohl nur sagen: YG hat nicht begriffen, bei welch besonderem Verein er in den letzten Jahren gespielt hat, und auf welchen Plastikclub er sich nun einlässt. Nächster Schritt in der sportlichen Entwicklung? Da hätte man zu anderen Vereinen wechseln müssen. Aber nicht nach Wolfsburg. Nicht international spielen hätte auch in Köln geklappt.

    • Andreas

      Häh?!

      Die Profis (1. BL) unseres „FC“ sind auch nicht in einem Verein, sondern in der 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA ausgegliedert.

      Somit kann man von der BL-Mannschaft oder Spielern aus Köln auch nicht von Verein sprechen – die Zeiten sind vorbei!

      cya!

  2. HÄNNESCHEN

    Denke auch, dass er sich beim Effzeh beständig hätte durchsetzen müssen, bevor er wechselt. Und dann hätte ich mit einem Wechsel einen Schritt gemacht, der den Namen auch verdient hätte. Zu einem Verein, der die Bezeichnung zu Recht trägt. YG verkennt zudem den Umstand, dass ein Wechsel häufig erst einmal eine längere Anpassungsperiode erfordert. Und die muss er nun in WOB absitzen, wo es hässlich ist, wo unklar ist, welche Verwendung sie für ihn haben und wo nicht zuletzt hinter dem Investitionswillen von VW immer mehr Fragezeichen stehen. Mit ein wenig Pech sitzt er an einem grauen Herbsttag 2016 am Mittellandkanal und bereut seinen „nächsten Karriereschritt“ zutiefst. Die schöne hochemotionale Fussballwelt ist anderswo. Aber mit kolportierten 3 Mio p.a. kann man sich auch einen Plastikklub mit Legasthenie-Fans schön saufen.

  3. Erd B. Ben

    Für den FC sicher ein gutes Geschäft, für mich als Fan schon etwas traurig, für YG möglicherweise nicht der richtige Schritt für die weitere sportliche Entwicklung – allerdings sichere 15 Mio. ZVE für die nächsten fünf Jahre. Wieviel Entwicklung ist da noch zwingend erforderlich und wofür?

  4. Maik

    Die ewige Diskussion um Spieler die gehen… Habt Ihr eigentlich mal darüber nachgedacht, dass Spieler die kommen auch mal der Liebling der gegnerischen Fans, das Eigengewächs eines anderen Vereins, ja möglicherweise sogar eines Reviernachbarn waren?
    Spieler kommen und gehen. Heute klopfen sie sich noch mit der Hand aufs Geissbockherz und beschwören ihre Treue zum Verein…, und Stunden später siehst du sie im Trikot des Wiesenhofvereins ihre Treue bekunden, obwohl die Saison noch nicht mal zusende gespielt war. Siehe A. Ujah.
    Das sich ein Spieler weiterentwickelt ist gut für die Liga. Hauptsache Stöger und Schmadtke entwickeln unseren Verein weiter, so wie sie es tun. Unaufgeregt und mit Bedacht.
    Und nicht zuletzt ist es das wichtigste, dass wir unserem FC weiterhin die Treue halten. Wie wir das schon unser ganzes Leben getan haben.
    Servus vom Bodensee, Maik.

  5. broste

    …wenn ich immer die statements der spieler höre und lese frag ich mich oft ob es überhaupt ihre eigenen worte sind oder nicht nur vorgekaute hülsen ihrer geldgeilen berater sind !? bin ganz bei dir hänneschen und was das mit sportlicher weiterentwicklung zu tun haben soll erschliest sich mir nicht – der plastikclub rüstet momentan gewaltig auf und ob er da eine chance hat in die erste elf zu rutschen wage ich zu bezweifeln, denn er hatte ja noch nicht einmal beim effzeh einen stammplatz – ein jahr mindestens hätte er noch zeit beim effzeh gehabt um sich noch weiter zu entwickeln und dann zu einem renomierten verein zu wechseln , ausland, BVB, ….sehr schade aber trotz alledem eine gesunde und sportliche erfolgreiche zukunft !

  6. Klio

    Ob der Wechsel für Yannick Gerhardt in Hinsicht auf seine spielerische Entwicklung ein Fehler sein sollte, muss man abwarten. Er wird sicher auch über seine Perspektiven dort intensiv gesprochen haben; auf Klaus Allofs‘ Zusagen kann man sicher auch vertrauen. Was darüber hinaus wird, ist immer fraglich (das wäre es auch, wenn er in Köln bliebe).

    Wolfsburg lockt nicht nur mit mehr Geld, sondern durch den teureren Kader auch mit Mitspielern, die ihm evtl. auch mehr fordern – vor allem nach vorne wird er hier mehr Möglichkeiten haben, Kreativität zu entwickeln; Wolfsburg hat eine bessere Perspektive als der FC, europäisch zu spielen. Argumente für den Wechsel gibt es also auch über den schnöden Mammon hinaus – so weh es tun mag. Letztlich kann es auch der Auslöser für einen Entwicklungsschub sein, wenn sich ein Spieler aus der Komfort-Zone des von den Fans geliebten Eigengewächses begibt.


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