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Schmadtke: „Ersetzen einen Kölner durch einen Kölner“

Yannick Gerhardt ist nicht mehr länger ein Spieler des 1. FC Köln. Der 22-Jährige wechselt zum VfL Wolfsburg und will seine Entwicklung dort fortsetzen. Für den Effzeh ist der Deal die logische Folge seiner eigenen Entwicklung. Deswegen stand ein Verbleib Gerhardts in Köln bei einer achtstelligen Ablösesumme nicht zur Debatte.

Köln – Peter Stöger, Jörg Schmadtke und Alexander Wehrle betonen es seit Jahren. Der 1. FC Köln soll ein Sprungbrett für talentierte Fußballer werden, soll als Zwischenstation für Hochbegabte dienen und dem Klub dadurch im Bestfall ordentliche Transfergewinne bescheren.

Hätten wir warten sollen, bis es neunstellig wird?

Der Fall Gerhardt hat dies nun in Perfektion geschafft. Der Mittelfeldspieler entsprang der eigenen Jugend, entschied sich 2014 noch gegen einen Acht-Millionen-Wechsel nach Lissabon, entwickelte sich stattdessen noch einmal weiter und nahm nun die Ausfahrt Wolfsburg, nachdem ein „ordentliches Angebot“ der Wölfe auf dem Tisch von Sportchef Schmadtke gelandet war, die dieser in der Pressemitteilung des Klubs verlauten ließ.

Yannick Gerhardt. (Foto: GBK)

Yannick Gerhardt verlässt den 1. FC Köln. (Foto: GBK)

Für Schmadtke ist der Verkauf des Kölner Juwels Teil der Klub-Philosophie und alternativlos. „Wir können ja nicht sagen, wir wollen junge Spieler begleiten und sie weiterentwickeln, sie dann aber nicht gehen lassen, wenn ein solches Angebot kommt. Das wäre doch ein Widerspruch“, sagte der 52-Jährige dem GEISSBLOG.KOELN. Das achtstellige Angebot, das bei knapp 13 Millionen Euro liegen und weitere Zusatzzahlungen im Erfolgsfall beinhalten soll, konnte der FC nicht ablehnen. „Hätten wir warten sollen, bis es neunstellig wird?“, fragte der Geschäftsführer süffisant.

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