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Runder Tisch: Schmadtke hofft auf Signalwirkung

Er hat ihn bekommen: Jörg Schmadtke hat am Mittwoch an einem Runden Tisch in Frankfurt teilgenommen, um über die Schiedsrichter-Problematik der vergangenen Saison zu diskutieren. Der Sportchef des 1. FC Köln zeigte sich nach dem Gespräch erleichtert, dass sich alle Parteien bereit waren zu bewegen.

Köln/Frankfurt – Es verging fast keine Woche, da in der Bundesliga nicht über strittige Pfiffe der Unparteiischen diskutiert wurde. Die vergangene Saison schien für viele Beteiligte ein Beleg dafür, dass es eine Reform des Schiedsrichter-Wesens in Deutschland bedürfte.

Alle Parteien an einem Tisch: Ob’s hilft?

Auch der 1. FC Köln sah sich immer wieder benachteiligt, die „Wahre Tabelle“ hatte die Geissböcke nach Ende der Saison mit acht Punkten mehr auf dem Konto gesehen, wären alle entscheidenden Pfiffe korrekt gewesen. Alleine zwölf Strafstöße waren dem Effzeh in der vergangenen Saison verweigert worden, so die Statistiker.

Nun also gab es den Austausch, den Schmadtke selbst gefordert hatte. Der FC-Sportchef traf sich in Frankfurt mit Vertretern des Deutschen Fußball-Bundes, der Deutschen Fußball-Liga, mit den Schiedsrichtern Felix Zwayer und Tobias Stieler, mit Schalke-Manager Christian Heidel, Braunschweig-Sportchef Marc Arnold sowie Sören Gonther vom FC St. Pauli, der als Spielervertreter anwesend war.

Wir wollen versuchen, eine Regelmäßigkeit reinzubekommen

„Wir haben bestimmte Dinge angesprochen und versucht, die Situation zu entkrampfen“, sagte Schmadtke hinterher dem GEISSBLOG.KOELN. „Es war ein guter Austausch in einer sehr entspannten Atmosphäre.“ Der Kölner Geschäftsführer erklärte weiter, man habe sich offen ausgetauscht über die Probleme, die es in der vergangenen Saison gegeben habe. Darüber hinaus sei das Treffen wichtig gewesen, um vor der neuen Spielzeit die Spannungen herauszunehmen.

Schmadtke und FC-Coach Peter Stöger hatten sich in der Rückrunde sogar auf der Trainerbank umgesetzt, um während der Spiele so weit wie möglich vom Vierten Offiziellen entfernt zu sitzen. Diese von vorne herein vergiftete Atmosphäre soll es nicht wieder geben. „Ich habe das Gespräch sehr positiv aufgenommen und fand es gut und wichtig, dass alle Seiten mit dabei waren. Wir wollen versuchen, eine Regelmäßigkeit reinzubekommen.“ Der erste Runde Tisch nach dem großen Krach der letzten Saison – er soll Signalwirkung haben. Die Bundesliga-Saison 2016/17 soll unter einem besseren Stern stehen. Die Grundlage dafür wurde nun gelegt.