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Kapitän Lehmann: „Sané würde uns weiterbringen!“

Als Matthias Lehmann am Dienstagnachmittag das Training des 1. FC Köln in Bad Tatzmannsdorf abbrach, war seine Laune ebenso geknickt wie sein linker Fuß. Seitdem fehlt der FC-Kapitän verletzt im Training, soll aber in der kommenden Woche wieder einsteigen. Ein Ausfall würde schwer wiegen, schließlich ist der 33-Jährige unter Trainer Peter Stöger nicht nur der unangefochtene Leader. Er ist neben Jonas Hector der einzig verbliebene Sechser der letzten Saison.

Bad Tatzmannsdorf – In der vergangenen Saison spielte Matthias Lehmann meist mit Yannick Gerhardt oder Kevin Vogt an der Seite im Mittelfeldzentrum. Beide Spieler sind nun nicht mehr da. Jonas Hector rückt dafür wohl von links in die Mitte, Marco Höger ist neu hinzugekommen. Ein weiterer Sechser soll folgen. Salif Sané? Lehmann würde es begrüßen. Der GEISSBLOG.KOELN sprach mit dem Kapitän.

Matthias Lehmann. (Foto: GBK)

Matthias Lehmann. (Foto: GBK)

GBK: Herr Lehmann, eine neue Saison bricht an. Die Situation hat sich für Sie aber nicht verändert. Sie sind weiter Kapitän, Sie bleiben weiter gesetzt. Mit 33 Jahren eine beachtliche Leistung.
Matthias Lehmann: Es gehört immer viel Disziplin dazu. Man muss sich gut vorbereiten, egal, ob du 19 bist oder 33. Es wird alles nicht einfacher. Aber es stimmt, es ist wie jedes Jahr. Ich komme eben über meine Fitness, das war immer eine meiner Stärken.

Fällt es denn zumindest schwerer als früher?
Es ist für mich Routine. Ich weiß, was in der Vorbereitung auf uns zukommt. Aber es fällt mir nicht schwerer, Gewichte zu stemmen oder Läufe zu absolvieren. Das einzige ist der Wechsel von Laufschuhen zu Fußballschuhen nach so einer langen Pause. Das ist für die Muskulatur nicht einfach.

Über den Zaun auf den Bolzplatz klettern und auf die Hütte ballern

Haben Sie in der Sommerpause privat gekickt?
Nein, die Fußballschuhe waren diesmal außen vor. Das habe ich früher mit meinem Bruder recht häufig gemacht. Über den Zaun auf den Bolzplatz klettern, ohne Netze einfach auf die Hütte ballern. Einer zieht die Handschuhe über, der andere pfeffert ihm die Bälle um die Ohren.

Sie bleiben auch in der kommenden Saison der Kapitän. Haben Sie darüber mit dem Trainer gesprochen?
Gesprochen haben wir darüber nicht. Die Entscheidung fiel ja in der Pause. Da ich aber keine Zeitung lese, habe ich davon erst später erfahren. (lacht) Die Bestätigung ist natürlich eine große Ehre. Es ist etwas Besonderes, als Kapitän in eine Saison zu gehen.

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