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Klünter zwischen Entwicklung und fehlender Spielpraxis

Lukas Klünter gehört zu den Talenten des 1. FC Köln, die ihren Weg in den letzten zwei Jahren konsequent gegangen sind und sich wie erhofft entwickelt haben. Der 20-Jährige hat sich in den Kader der Profis gespielt, trainiert fest im Team von Peter Stöger mit. Nur die Spielpraxis fehlt ihm noch. Wie geht es mit dem Rechtsverteidiger weiter?

Bad Tatzmannsdorf – In Orlando flackerte sein Stern erstmals auf. Als Lukas Klünter im Januar 2015 mit den Profis nach Florida in die USA reisen durfte, machte er seine Sache so gut, dass er plötzlich in aller Munde war. Kann dieser junge Mann mit der Elvis-Frisur tatsächlich den Sprung zu den Profis schaffen?

Konkurrenz für Klünter wird immer größer

Mittlerweile hat Klünter sein Bundesliga-Debüt gefeiert. Sein Trainer Peter Stöger ist ebenso von ihm überzeugt wie Sportchef Jörg Schmadtke. Die Entwicklung des Euskircheners gefällt den FC-Bossen. „Wir sind von Klünti überzeugt und glauben, dass er sich in der Bundesliga durchsetzen kann“, sagt Stöger dem GEISSBLOG.KOELN. „Es ist ein klares Zeichen, dass wir mit ihm jetzt schon zwei Jahre arbeiten und ihn weiter mitnehmen wollen.“

Lukas Klünter im Zweikampf mit Leo Bittencourt und Artjoms Rudnevs. (Foto: GBK)

Lukas Klünter im Zweikampf mit Leo Bittencourt und Artjoms Rudnevs. (Foto: GBK)

„Total happy“ ist auch Jörg Schmadtke, der eine „stetige Entwicklung“ bei Klünter beobachtet. „Prognosen sind immer schwierig, weil es manchmal rasant schnell gehen kann“, so der Sportchef zum GEISSBLOG.KOELN. Doch klar ist auch: Die Konkurrenz ist in den letzten zwei Jahren nicht kleiner geworden. Im Gegenteil. Auf der rechten Seite ist zu Pawel Olkowski, Marcel Risse und Frederik Sörensen auch Marco Höger dazu gekommen. In der Innenverteidigung besetzen vier gestandene Profis die Positionen. Ein weiterer soll noch verpflichtet werden.

Ich kann mir vorstellen, das er sich mehr Spielpraxis wünscht

Ist für Klünter da überhaupt Platz? „Er ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft“, beteuert Schmadtke, sagt aber auch: „Ich kann mir vorstellen, dass er sich mehr Spielpraxis auf höchstem Niveau wünscht.“ Bislang holte sich Klünter diese lediglich in der Regionalliga bei der U21. Dies könnte ihm bald nicht mehr genug sein. „Das will ich nicht ausschließen“, sagt Schmadtke. Eine Ausleihe wäre möglich, wenn der Spieler auf den Effzeh zukommen würde. Allerdings nur, wenn sie für alle Seiten Sinn machen würde, wie Stöger betont. „Wenn sich etwas ergibt, werden wir schauen, ob das für den Jungen sinnvoll wäre – vom Klub her, aber vor allem vom Trainer her. Das ist oft noch wichtiger.“

Klar ist, dass Klünter im Falle einer Ausleihe regelmäßig zum Einsatz kommen müsste. Klar ist aber auch, dass Köln in diesem Falle erst einmal die eigene vertragliche Situation mit dem Talent regeln müsste. Denn Klünters Vertrag am Geißbockheim läuft 2017 aus. Eine Ausleihe würde also nur dann funktionieren, wenn Köln und Klünter erst verlängern würden. Eines ist jedoch klar: Der 20-Jährige fühlt sich in Köln wohl, ist nebenher an der Sporthochschule eingeschrieben. Perspektivisch will er in der Domstadt bleiben.


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