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Olkowski: „Ich habe nur noch 72 Kilo gewogen…“

Pawel Olkowski war einer der großen Verlierer der letzten Saison. Der Pole verlor erst seinen Stammplatz beim 1. FC Köln, dann den Platz in der Nationalmannschaft. Der 26-Jährige wirkte ausgezehrt, kraftlos, schlapp. Kein Wunder – er hatte sieben Kilo verloren. Der Grund waren private Sorgen.

Bad Tatzmannsdorf – Mittlerweile geht es Pawel Olkowski wieder gut. Der Rechtsverteidiger hat sich die verlorenen Kilo wieder antrainiert, er wirkt so fit wie lange nicht mehr. Sein Ziele sind die Champions League und die WM 2018. Dafür will er beim Effzeh durchstarten. „Ich will einer der Besten sein“, sagte Flügelspieler im Interview mit dem GEISSBLOG.KOELN.

GBK: Herr Olkowski, vor einigen Wochen kam heraus, dass Sie im Laufe der letzten Monate sieben Kilo abgenommen haben. Wie geht es Ihnen heute?
PAWEL OLKOWSKI: Ich bin wieder fit, auch meine Familie ist gesund. Ich kann nur zufrieden sein.

Ich hatte Probleme mit meiner Ernährung und habe nicht viel geschlafen

Sie erwähnen Ihre Familie – hing das eine mit dem anderen zusammen?
Ja, wir sind letztes Jahr im Mai Eltern geworden. Unser Sohn ist aber fünf Wochen zu früh gekommen. In dieser Zeit hatte ich Probleme mit meiner Ernährung und habe nicht viel geschlafen. Und dann war ich parallel noch verletzt. Ich habe drei Mal pro Woche zusätzlich im Kraftraum gearbeitet, aber im Krankenhaus gegessen.

Yuya Osako, Pawel Olkowski und Simon Zoller beim Laktattest. (Foto: GBK)

Pawel Olkowski (mi.) beim Laktattest. (Foto: GBK)

Sie haben also das Falsche gegessen?
In meiner Situation mit dieser körperlichen Beanspruchung hätte ich fast 3000 Kilokalorien pro Tag essen müssen, viele Eiweiße, echte Sportlernahrung halt. Aber wenn man quasi im Krankenhaus wohnt, dann isst man viel weniger. Es waren viel kleinere Portionen. Ich habe irgendwann nur noch 72 Kilo gewogen.

Und heute?
Jetzt wiege ich wieder 79 Kilo.

Was haben Sie verändert?
Ich stehe mit einem polnischen Ernährungsberater in Kontakt und habe einen Personal Coach. Auch hier im Trainingslager spreche ich mit dem Ernährungsberater und kläre ab, was ich essen soll. Ich kontrolliere meine Ernährung heute wieder ganz genau.

Weiterlesen: „Ich will einer der Besten sein“



  1. hapeen

    Wer selbst ein Frühchen bekommen hat, kann wohl ohne Probleme seine Sorgen nachvollziehen.
    Böse Sache.
    Aber wenn nun wieder alles im Lot ist, können wir uns auf den Olko der ersten Saison freuen, denn er war richtig gut.
    Ich jedenfalls drücke ihm, für sein sportlich Zukunft und sein Familie die Daumen!
    Alles Gute, Olko!!!

  2. AMX

    Ja, es sind Menschen, und keine Gladiatoren. Drücken wir Olkowski die Daumen, dass es Kind, Familie und ihm wieder gut geht. Erstaunlich aber, dass solch eine Entwicklung nicht frühzeitig medizinische und Fitnessabteilung zum Eingreifen bringt. Ich hab in meiner einfalt geglaubt, dass die Sportler mindestens einmal im Monat „basisgecheckt“ werden, wozu auch der Weg auf die Waage gehört. Und sieben Kilo weniger bei einem Sportler, der weniger als 80 Kilo wiegt, das sollte man doch sehen? Das Kraft- und Gewichtsproblem hätte man so sicher in den Griff bekommen können durch gezielte Ergänzungsnahrung. Die anderen Sorgen und Belastungen wären zwar geblieben, aber der rein durch den Muskelabbau bedingte Kraftverlust hätte verhindert werden müssen.

  3. Nick

    Schlimme Sache, aber hat so, in dem Ausmaß, ja auch keiner was von mitbekommen. Aber wenn mein Mitarbeiter, Sportler, nur noch im Krankenhaus wohnt/schläft und auch dort isst, sollte man das eigentlich im Profibereich mitbekommen und auch auffangen können. Eigentlich sollte sowas im Profibereich nicht vorkommen…ich hätte mir auch vorgestellt, dass hier in der Teambetreuung sowas auffällt, dass der Junge nur noch 72kg gewogen hat…

    Egal, drücken wir ihm und uns die Daumen, dass er wieder an seine erste Saison anknüpfen kann! Alles Gute!


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