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Analyse des BFC Preussen schwerer als beim FC Bayern

Wenn man sich beim 1. FC Köln eines nicht nachsagen lassen möchte, dann, dass man den Gegner in der ersten DFB-Pokal-Runde nicht ernst nimmt. Trainer Peter Stöger hat kürzlich Spione nach Berlin geschickt, um den BFC Preussen zu beobachten. Die Analyse fällt ihm sogar schwerer als vor einem Duell gegen den FC Bayern.

Köln – Sogar Videomaterial hat sich Peter Stöger besorgen lassen. Eine böse Überraschung will der Österreicher mit dem Effzeh am Samstag in Berlin unter allen Umständen vermeiden. „Es geht darum herauszufiltern, wo der Gegner seine Stärken hat, damit wir davon nicht überrascht werden“, so der FC-Coach, der sich aber bewusst ist: „Den Rest müssen wir selbst erledigen.“

Altes Motto: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze

Dieses „Selbst-Erledigen“ ergibt sich aus der Konstellation, dass man von einem Erstligisten erwarten darf, einen fünf Klassen schlechteren Gegner auch an einem schlechten Tag in die Schranken weisen zu können. Doch Stöger forderte sogar Videomaterial des Gegners an, um seine Spieler gewissenhaft auf die Partie am Samstag vorbereiten zu können. Getreu dem Motto: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.

Diese Gesetze soll seine Mannschaft aber durch Gewissenhaftigkeit erst gar nicht zur Entfaltung kommen lassen. „Auch die Berliner trainieren ein paar Mal die Woche. Wenn du da unaufmerksam bist, kann immer etwas passieren. Dafür müssen wir uns rüsten.“ Dies taten Stöger und sein Assistent Manfred Schmid am Dienstag, sichteten mittags das übermittelte Material.

Unterschied, wie gut man den Gegner zerlegen kann

Mit einer Erkenntnis: „Bei der Analyse müssen wir genauer hinschauen als beim FC Bayern.“ Der BFC Preussen gefährlicher als der Rekordmeister? Mitnichten. Und doch eine besondere Aufgabe. „Thomas Müller oder Robert Lewandowski brauche ich niemandem mehr erklären. Aber wenn man die Spieler nicht kennt, muss man halt genauer hinschauen.“ Vor allem bei Bildmaterial, das nicht wie in der Bundesliga aus diversen Kamerawinkeln aufgenommen wurde. „Es macht einen Unterschied, wie gut man den Gegner zerlegen kann, was man erkennt, auch wenn die Aufnahmen nicht ganz ideal sind.“ Doch auch dieses Problem dürfte für Stöger und Co. kein echtes darstellen. Am Ende bleiben die Erwartungen gleich: Der Effzeh muss den Platz als Sieger verlassen. Zumal es eben nicht gegen den FC Bayern geht.


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