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Europa, Traditionsduell und die etwas andere Bundesliga

Berlin ist eine Reise wert – nicht nur für das Pokalspiel des 1. FC Köln am Samstag beim BFC Preussen. Wir zeigen, was das Wochenende in der Hauptstadt in sportlicher Hinsicht sonst noch zu bieten hat.

Von Sebastian Schlichting

Berlin – Freitag: Lust auf Europapokal? Kein Problem. Auch wenn es nicht zu den Temperaturen passt und in Rio noch die Olympischen Sommerspiele laufen, steht schon wieder Eishockey auf dem Programm. Die Eisbären empfangen in der Champions Hockey League die starken Schweden von Lulea Hockey (19.30 Uhr, Mercedes-Benz-Arena). Oder doch lieber Fußball, vielleicht sogar Pokal? Um 17.30 Uhr spielt der FSV Babelsberg 74 ein paar Meter hinter der Berliner Stadtgrenze in der ersten Runde des Brandenburger Pokals gegen die SG Michendorf (Rudolf-Breitscheid-Str. 173 in Potsdam, fußläufig vom S-Bahnhof Griebnitzsee).

Samstag: 15.30 Uhr, DFB-Pokal in der Alten Försterei gegen Preussen – gesetzt, klar. Aber schon früh am Tag spielt eine andere Kölner Mannschaft in Berlin: Um 9.00 Uhr trifft die SG PSV Köln/Teutonia Köppern auf die SF/SG Blista Marburg. Ist früh, keine Frage. Dafür wird allerdings Bundesliga geboten. Konkret: Blindenfußball-Bundesliga. Wem das zu früh ist, der hat noch viele weitere Chancen, vorbeizuschauen. Sogar nach dem Pokal-Auftritt des Effzeh. Bis 19 Uhr wird im Zwei-Stunden-Takt angepfiffen. Sonntag ab 9.00 Uhr sind ebenfalls noch drei Spiele (alle im sehenswerten Stadion Lichterfelde). Hier der komplette Plan.

Ex-Klub von Kalle Riedle wird heute von Marco Gebhardt trainiert

Sonntag: Zum Start bietet sich die Berlin-Liga an. Um 11 Uhr geht es los bei Aufsteiger DJK SW Neukölln gegen den 1. FC Wilmersdorf. Die eigentliche Heimstätte der Neuköllner ist derzeit noch nicht bespielbar, doch auch der Werner-Seelenbinder-Sportpark lohnt einen Besuch. Dort kickt sonst der SV Tasmania, einer der Nach-Nachfolger des früheren Bundesligisten Tasmania 1900.

Apropos früherer Bundesligist: Um 14 Uhr spielt Blau-Weiß 90 in der Berlin-Liga gegen eben jene Tasmanen in der Rathausstraße. Tradition pur beim Duell zweier großer, alter Berliner Klubs! Blau-Weiß 90, da war doch was? Richtig! Bundesliga, 1986/87, mit dem jungen Karl-Heinz Riedle. Anfang der 90er musste Blau-Weiß Konkurs anmelden, fing unter neuem Namen in der Kreisliga C an. Nun spielt der Klub (wieder unter altem Namen) so hoch wie nie seit dem Neustart 1992. Trainiert wird Blau-Weiß vom früheren Bundesliga-Profi Marco Gebhardt (u.a. Eintracht Frankfurt und Energie Cottbus).

Und für alle, die doch lieber gleich nach Köln zurückfahren: Am Sonntag um 14.00 Uhr treffen die Effzeh-Frauen im DFB-Pokal auf den TSV Schott Mainz.

Für die Berlin-Planung geht es hier zur Fahrplanauskunft der BVG.


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