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Das sagen Schmadtke und Stöger zum Overath-Lob

Die Fronten weichen auf. Langsam gehen Wolfgang Overath und der 1. FC Köln wieder aufeinander zu. Die sportliche Entwicklung verfolgt die FC-Ikone mit Freude. Dessen Lob löst bei Jörg Schmadtke gar „Glücksgefühle“ aus.

Köln – Jörg Schmadtke steht am hinteren Ende des Saales neben seinem Geschäftsführer-Kollegen Alexander Wehrle und lauscht. Vorne sitzt Wolfgang Overath, jener sportlich unbestritten großer Spieler, vielleicht der größte, den der Effzeh je hatte. Viel geredet wurde zwischen dem 72-Jährigen und den FC-Verantwortlichen in den letzten Jahren nicht. Wenn überhaupt.

Breites Lob für die Kölner Führungsetage

Wolfgang Overath. (Foto: GBK)

Wolfgang Overath. (Foto: GBK)

Doch Overath spürt, dass es wohl Zeit ist. Ein Buch ist über ihn erschienen, das ihn nicht nur als großen Spieler, sondern als großen Menschen zeichnet. Da wäre es nicht mehr angebracht, weiter den gekränkten Ex-Präsidenten zu geben. Schon gar nicht in einer Zeit, da der Effzeh – wenn auch nur für 19 Stunden, aber immerhin – kürzlich doch wieder Tabellenführer der Bundesliga war. Und so schwärmt Overath vom neuen FC, von den besonnen handelnden Verantwortlichen.

„Ich habe das Gefühl, dass Alexander Wehrle, Jörg Schmadtke, Peter Stöger und das Präsidium einen guten Job machen. Das kann man nur hervorheben“, sagt „Der Spielmacher“, wie das Buch ihn nennt. „Peter Stöger hat sich eine Mannschaft zusammengestellt, die sich permanent steigert und bei der man eine Handschrift erkennen kann. Spieler, die noch Zweite Liga gespielt haben, gehören jetzt zu guten Bundesliga-Spielern.“

Overath von Modeste überrascht

Ein Spieler, der Overath besonders imponiert hat, ist Anthony Modeste. Der Doppel-Torschütze gegen Freiburg habe ihm zu dessen Zeiten in Hoffenheim eigentlich gar nicht gefallen. „Aber wie sich Modeste entwickelt hat, davor muss man den Hut ziehen“, sagt Overath und gesteht ein: „Da hat Jörg Schmadtke alles richtig gemacht. Den Mut, ihn zu holen, hätte ich nicht gehabt.“

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