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DFB ermittelt, RB schimpft: Was erlaubt sich Leipzig?

Dem 1. FC Köln droht ein Nachspiel: Nach der Sitzblockade will der DFB-Kontrollausschuss gegen den Klub und seine Fans ermitteln. Derweil äußern sich die Bosse von RB Leipzig auf fragwürdige Weise. Ein passendes Nachspiel zu einem bemerkenswerten Spiel. Ein Kommentar.

Köln – Zunächst einmal die Fakten: Der DFB wird wohl gegen den 1. FC Köln wegen der Sitzblockade der Anhänger und den weiteren Vorfällen rund um das Spiel des Effzeh gegen RB Leipzig ermitteln. Darüber hinaus äußerten sich RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff und Sportchef Ralf Rangnick zu den Vorfällen.

Als Sponsor hätte ich heute einen Hals gehabt

Mintzlaff erklärte dem Sport-Informations-Dienst: „Diese Chaoten müssen Stadionverbot bekommen. Solche angeblichen Fans müssten ein für alle Mal ausgeschlossen werden.“ Rangnick erklärte derweil nach dem Spiel: „Ich bin mal gespannt, was die ganzen Haupttribünen-Besucher des 1. FC Köln dazu sagen, wenn sie – wie ich – für die letzten 400 Meter eine Stunde und 15 Minuten brauchen. Wenn ich einer von den Sponsoren auf der Haupttribüne gewesen wäre, hätte ich heute einen Hals gehabt.“

Es sei gestattet zu fragen: Was erlaubt sich RB Leipzig da überhaupt? Abgesehen davon, dass es wohl ein Novum ist, dass ein Sportchef eines anderen Klubs über das Empfinden von Sponsoren der Konkurrenz mutmaßt: Der Aufsteiger, dem in der Fußball-Republik große Ablehnung entgegen schlägt, scheint sich in der Rolle des ungeliebten Stiefkindes offenbar zu gefallen. Anstatt deeskalierend und versöhnlich aufzutreten, verhalten sich die Verantwortlichen aus Leipzig wie notorische Besserwisser in einer Schulklasse, in der die Hetzparolen der Mitschüler sie zu nur noch provokanterem Auftreten anspornen.

DFB-Ermittlungen: Welche Schuld trifft die Polizei?

Zur Einordnung: Das Spiel hätte nicht später angepfiffen werden müssen. Die Entscheidung war ein Entgegenkommen des 1. FC Köln, der Schiedsrichter und der übertragenden TV-Anstalten. Keineswegs hätte RB Leipzig ein Anrecht darauf gehabt. Doch stattdessen ließen die Verantwortlichen durchklingen, dass es nahe an einem Wettbewerbsnachteil gewesen wäre, das Spiel überhaupt durchzuführen. Dass die gleichen Verzögerungen auch auf den 1. FC Köln zutrafen, schienen die Leipziger zu verdrängen.

Dass derweil der DFB-Kontrollausschuss seine Ermittlungen aufnehmen würde, schien absehbar – insbesondere, nachdem die Kölner Polizei nun Details herausgegeben hat, wonach es neben der Sitzblockade zu erheblichen Ausschreitungen gekommen ist. Allerdings ist noch nicht klar, was genau Gegenstand der Ermittlungen sein wird. Denkbar, dass der DFB einige Plakate im Stadion sanktionieren wird, die weit über Protestbanner hinausgingen („Bullen-Töten ist doch kein Verbrechen“). Auch wegen den Ausschreitungen wird der DFB wohl ermitteln. Wegen der Blockade an sich wird der DFB aber erst einmal die Frage beantworten müssen, wer für die freie Zufahrt zum Stadion verantwortlich ist. Dies ist in der Regel nicht der Effzeh oder der private Sicherheitsdienst, sondern die staatlichen Behörden selbst.

Hier geht’s zum offiziellen Polizei-Statement


Mehr zum Spiel zwischen dem Effzeh und Leipzig




55 Kommentare

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  1. Leipziger

    Noch nie so eine tendenziösen Schwachsinn gelesen. Das ist ja schlimmer als die SED-Partei Presse aus schlimmsten kommunistischrn Zeiten. Ich hoffe, dass eine hohe Strafe verhängt wird, die der FC dann schön an die Verursacher weiter reicht.

  2. RBLer

    „Zur Einordnung: Das Spiel hätte nicht später angepfiffen werden müssen.“ Wie kommt man auf eine solche dämliche Einschätzung. Die Heimmannschaft hat den sicheren Zugang zum Stadion zu gewährleisten. Kann das der Heimverein nicht ermöglichen, muss der Gast auch nicht antreten. Das Spiel wird dann mit 0:3 gegen den verursachenden Verein gewertet. RB wurde aufgehalten, musste den Hintereingang nehmen, musste die gesamte Ausrüstung durch die Katakomben transportieren. Als die FC-Spieler sich warmgelaufen haben, war noch nicht mal der Trikot-Koffer in der RB-Kabine. Da kann sich der FCääää warm anziehen. Wer den Gast so benachteiligt, muss sich nicht wundern, wenn der RB-Vorstand ungehalten reagiert. Ihr werdet schon euer Fett vom DFB wegbekommen.

    • Ruhig

      Was die Leipziger hier schreiben ist doch totaler Schwachsinn. Die Spieler vom Prauseclub waren noch vor den Spielern vom FC auf dem Platz. Das war um 17:15 Uhr. Man hätte um 17:30 Uhr anpeifen können.
      DIE WAHRHEIT IST : RED BULL VERLEIHT KEINE FLÜGEL . WENN DOCH BRAUCHT IHR KEINEN BUS.

  3. LEIPZIGER

    Der ganze Artikel ist Klienteljournalismus pur! Von sachlicher Betrachtung weit entfernt. RB hätte nicht mehr antreten müssen. Ich würde sagen, dass es eher ein Entgegenkommen von RB war, überhaupt noch anzutreten. Das war Deeskalation pur. Das anschließend die Zustände von den RB Verantwortlichen kommentiert und berechtigterweise kritisiert werden, nennt sich Meinungsfreiheit. Aber in diesem Artikel muss es so aufbereitet werden, dass es zu Euren Konsumenten aus der Ultra-Szene passt. Da fischt dieses Schmierblatt wirklich in sehr schmutzigen Gewässern.

  4. Nick

    Aha…der Leipziger Busfahrer hat die Sitzblockade doch gar nicht gesehen, sprich der Bus war nicht mal am Stadion…und auch hat die Heimmannschaft nicht dafür Sorge zu tragen, den Verkehr ums Stadion zu regeln, das ist auch so in anderen Deutschen Demokratischen Regionen…in Sachsen glaub ich auch…vielleicht in Österreich nicht, daher könnt ihr brausesaufenden Forentrolle das auch nicht wissen. Hat euer Chef euch noch nicht auf Augsburg angesetzt…huschhusch…geht zu denen – Wat sin mer froh, dat mer üch bes zom Rückspill loss sin, ihr iggeligen Heinis…

    • Che

      Äußerst sachlich und mit reifen Argumenten gespickte Ausführung. Respekt, so wird der Kampf gegen das Kapital sinnvoll geführt. Ich komm das nächste mal mit Steine werfen.

  5. Alex

    Leipziger soweit das Auge reicht, was macht ihr Jungs eigentlich auf einer FC-Fan-Seite? Die Frage muss erlaubt sein, oder seit ihr vielleicht sogar bezahlte „Fans“ des Brauseklubs um in anderen Foren „Unfug“ zu stiften?
    Zu euren Aussagen eruebrigt sich jeglicher Komemntar. Der Artikel ist relativ klar und eindeutig formuliert. Das verhalten vieler, vermeintlicher FC (es heisst uebrigens Effzeh!) Anhaenger war sicherlich ahndenswert und genau deshalb gibt es ja nun auch ein DFB-Kontrollverfahren. Wer sich strafbar gemacht hat, sollte und muss dementsprechend verurteilt werden. Bevor nun wilde Spekulationen und Beschuldigungen in den Raum gestellt oder verlangt werden, sollten alle Beteiligten aber ruhig Blut bewahren.
    Das Auftreten von Herrn Mintzlaff bestaetigt leider was viele Fans in der BL ueber „Red Bull Leipzig“ denken. Deeskalation ist sicherlich etwas anderes, selbst ein Herr Rumenigge wuerde ueber eine solche Aussage wahrscheinlich zweimal nachdenken. Allerdings handetl es sich bei Rumenigge auch um den FC Bayern. Leipzig sollte sich daher erstmal etwas zurueckhalten und gerade in Anbetracht der angespannten Situation, erst nachdenken, bevor Aussagen gemacht werden. Bei solch einem Auftreten wird einem Hoffenheim ja geradezu sympathisch!

  6. Mac

    Mal eine Frage an die Kölle-Fans:
    Warum dieses ewige Kommerzgequatsche im Bezug auf RB-Leipzig? Ihr bestimmt in eurem Verein mit?
    Warum hat eure Mannschaft das Trikot geändert?
    Euer Sponsor hat ein super Kommerzabend gefeiert und ihr habt „Beifall“geklatscht.Wenn ihr mitbestimmen könnt, warum sind eure Spieler nicht ohne Trikotsponsor aufgelaufen? Da sag ich mal: Armselig! Das Verhalten den Fans vom RB Leipzig gegenüber ist ebenfalls armselig. Kehrt in eurer Stube bevor mit dem Finger in anderen Wohnzimmer gezeigt wird.
    Ich bin für harte Staffel, wenn beleidigt wird, tätlich angegriffen wird, wenn fremdes Eigentum beschädigt wird.
    Wenn ich für die Fernsehpbertragungsrechte so viel bezahlen müsste wie SKY, dann würde ich mir ne ganze Menge Geld von Köln zurückholen. Für die Sendezeitverschiebung. Es wird Zeit , daß der Fußball wieder das wird, was er ist. Ein Spiel und keine Plattform für ferngesteuerte Chaoten.

  7. Hennes

    Vllt. wollen die Leipziger auch nur subtil provozieren, denn so kann man hervorragend das Gut gegen Böse Spiel austragen. Und der Effzeh war diesmal, mal wieder, der Böse. Und so lange sich 200-300 Honks provozieren lassen und Autos zerstören, vor der Einfahrt sitzen, Busse bewerferen oder den Gästeblock stürmen wollen, so lange ist der Effzeh immer der Dumme.

  8. LEIPZIGER

    Alex, ganz klar, wir werden alle für Kommentare von RB bezahlt. Eure Fanseite läßt sich auch ganz schwer finden. Sogar google hat versagt. Nur der Hennes hat´s kapiert.

  9. Liebeton

    Es gibt immer wieder Idioten die den Verein nur Schaden als sie den Verein gut tun ! Scheiß Sitzblockaden nochmals Glück gehabt das das Spiel nicht vom DFB gesperrt wurde dann habt ihr Idioten was erreicht , Spiel findet nicht statt keine Punkte für unseren FC !

  10. Gerry

    Du hast ja ganz schön Oberwasser, Leipziger. Dabei verwischen bei dir aber ein bisschen die Fakten. Wenn du behauptest, es sei gnädig von Leipzig gewesen, überhaupt anzutreten, missverstehst du die Gegebenheiten rund um das Stadion in Müngersdorf. Ihr seid ja jetzt seit einigen Tagen hier unterwegs, vielleicht habt ihr schon einen Artikel gelesen, in dem deutlich wird, dass der Stadt das Stadion gehört. Und damit gehören auch die Zufahrtswege zum Stadion nicht zu privatem Besitz, sondern sind öffentlicher Raum. Eine solche Sitzblockade ist daher vergleichbar mit jenen bei Castor-Transporten und es handelte sich um eine Störung des Verkehrs.
    Wegen einer Verkehrsstörung ein Spiel abzusagen, hätte gut zu euch gepasst und in letzter Konsequenz euren Opfermythos noch gestärkt, denn dieses Spiel hätte am grünen Tisch dann sicherlich 3 Punkte für den FC gebracht.
    Bei der Sitzblockade handelte es sich um eine friedliche Aktion, dabei wurden keine Reifen zerstochen, keine Menschen tätlich angegriffen oder weiß der Kuckuck was.
    Dass dies an anderer Stelle passiert ist, missfällt sicherlich jedem normalen Effzeh-Fan einschließlich meiner Person.
    Mintzlaffs Aussage hingegen war gezielt auf die Sitzblockade gerichtet. Diese – als Form des Protests und der freien Meinungsäußerung (die du ja in deinem Kommentar ebenfalls zurecht hochhältst) – mit Stadionverboten und lebenslangen Sperren niederbrüllen zu wollen, zeugt hingegen eher von einem Demokratiedefizit, das bei einem „Verein“ mit 17 stimmberechtigten Mitgliedern nicht weiter verwundert. Es besteht übrigens ein Unterschied zwischen einer Entscheidung des Trikotsponsors, irgendetwas für ein Spiel auf unserer Brust zu bewerben und einer vollständigen Besetzung der Vereinspositionen und der Lenkung des Vereins durch ein Unternehmen. Herr Caparros ist nämlich nicht derjenige, der Schmadtke eingestellt hat ;)

  11. Mac

    Also hat dann auch bei euch der Sponsor das Sagen. Merkt ihr eigentlich was ihr da für Quatsch von euch gebt? Der Sponsor entscheidet nach euren eigenen Aussagen, was auf dem Trikot steht. Geht mal für 2-3 Jahre in euch, denkt in Ruhe nach. Bin gespannt wer dann das Sagen in eurem Verein hat. Bestimmt nicht die tausenden Mitglieder. Das Stadion gehört der Stadt? Also haben die Angestellten der Stadt demonstriert? Der Bürgermeister und der gesamte Stadtrat haben also die Blockade durchgeführt???Scheinheiligkeit ist ja soooooo schön.

  12. Gerry

    1.) Unser Verein hat eine Satzung, die uns über den Mitgliederrat und über Mitgliederversammlungen die Möglichkeit einräumt, Einfluss zu nehmen. Dass dies in der Realität machbar ist, hat die Situation um Wolfgang Overath und FC-Reloaded vor einigen Jahren gezeigt. Wenn bei euch mal Unzufriedenheit mit der Konzernführung auftreten sollte, bin ich gespannt, wie eure ach so breite Basis ggf. korrigierend einzuwirken versuchen wird. Oder ist es euch dann egal und ihr guckt halt wieder die Spiele von Bayern/Hoffenheim/Leverkusen/Wemauchimmer?
    2.) Vermutlich war kein Stadtrat bei der Sitzblockade, aber ich sehe auch nicht, was das zur Sache täte. Fakt ist, der Effzeh kann nicht alles kontrollieren, sie sind für die Sicherheit und Ordnung im Stadion zuständig, da kann man auch prima kritisieren, dass zwei Banner hereingekommen sind, die sicherlich unter die Gürtellinie gingen und die nicht hätten gezeigt werden sollen. Aber außerhalb des Stadions ist nunmal nicht der Effzeh verantwortlich, sondern die Polizei und der Zugang zum Stadion war im Übrigen über einen anderen Weg ja durchaus noch möglich. Unglaublich, aus dieser Mücke einen Elefanten zu machen. Ich finde, indem der Effzeh den Leipzigern mehr Zeit zum Aufwärmen eingeräumt hat, ist da doch alles im Lot. Nicht herausragend gnädig von Kölner Seite, sondern normal im Sinne eines sportlichen Wettkampfs. Aber eben auch nicht ein gnädiges Geschenk der Leipziger, anzutreten. Kriegt euch mal wieder ein!
    Und zu guter Letzt: Willst du oder kannst du nicht den Unterschied zwischen einem Trikotsponsor (der sich für einen befristeten Zeitraum das Recht erkauft, sich und seine Produkte auf dem Trikot zu bewerben, daher auch der Name) und der Übernahme eines ganzen Vereins begreifen, Mac?

  13. Hennes

    Zu der „Was kann der Effzeh dafür, dass vor dem Stadion eine Sitzblockade stattfindet, dafür ist die Polizei zuständig“ – Argumentation. Die Leute hatten Effzeh Devotionalien. Wir reden immer von Mitgliedschaften, die uns im Vergleich zu denen so wichtig sind. Ich gehe davon aus, dass da auch Mitglieder bei waren. Und mit dem Tragen von Effzeh Sachen zeigen die Typen auch zu wem sie gehören. Sich da jetzt rauszureden, ist auch nicht ganz sauber.

  14. Gerry

    Ich finde eine Sitzblockade aber auch gar nicht so unglaublich schlimm. Wirksamer Protest muss nunmal sichtbar und spürbar sein. Und wenn man das gewaltfrei löst, indem man eine Zufahrt blockiert, halte ich das nicht für das Ende der Welt. Vielleicht erkenne ich aber auch die Dramatik der Aktion nicht, dann könnt ihr mir vielleicht erläutern, warum für 15 Minuten Spielverzögerung lebenslange Stadionverbote gefordert werden. Die Kritik an dieser Aktion geht mir einfach zu weit.
    Und dass man das Konstrukt um Red Bull mit Filialen in der ganzen Welt (Südafrika, USA, Österreich – hier kann man sich gerne auch mal über die nur formal legale Filiale in Liefering informieren), zwischen denen Spieler hin- und hergeschoben werden, mit Budgets, die weit über dem „handelsüblichen“ in den jeweiligen Ländern und Ligen liegen und einer ach so guten Jugendarbeit, die vornehmlich im Überfluten des Jugendbereichs mit Geld ihre Wurzeln hat, hinterfragen kann, denke ich doch.
    Zum „Segen“ von Red Bull kann man ganz aktuell die Fans in Salzburg befragen, die lange Zeit nicht glauben wollten, dass sie nur ein Spielzeug von Herrn Mateschitz sind, jetzt aber für die schönere Braut Leipzig geschröpft wurden. Da ist jedenfalls niemand mit den „Transfers“ von Keita, Schmitz, Gulacsi etc. sonderlich zufrieden.
    Letztlich bleibt für mich Folgendes: Natürlich kann man sich als Fan von Red Bull bezeichnen, das steht ja jedem völlig frei. Aber für mich ist das in etwa so, wie beim Würfeln zu demjenigen zu halten, von dem ich weiß, dass er gezinkte Würfel im Becher hat.

  15. Mac

    Also unterscheiden sich der Köllner Trikotsponor und der Sponsor von Rasenball nur in der Laufzeit des Sponsorings. Das wolltest du doch damit sagen? Na gut , dem Sponsor von Rasenball gehören auch die Namensrechte am Stadion, das wäre noch ein Unterschied. Aber auch Rasenball hat auch kein eigenes Stadion. Wie schon geschrieben.
    Es geht um Fußball. Die einzig wahre Tradition in unserem Land ist Missgunst, Neid und damit verbundene Gewalt.
    Nur mal am Rande. Ich bin kein RB Fan. Ich bin Fan von gutem Fußball und allem was (positiv) damit verbunden ist. Schmeißt eure Krawallmacher doch raus. Zeigt doch einfach mal Flagge und versucht nicht immer alles nicht so schlimm aussehen zu lassen? Diese Chaoten schaden euren Vereinen und euch. Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.

    • Gerry

      Es hat sich ja gezeigt, dass man hier Diskussionen führen kannst. Du scheinst aber nicht einen meiner Beiträge vernünftig gelesen zu haben oder du schaffst es nicht, ihn zu verstehen. REWE bestimmt weder unseren Mitgliederrat noch stellen sie unsere Mitarbeiter an. Entscheidungen des Vereins bzgl. Transfers und solcher Dinge wie Stadionneubau, Jugendplätze usw. werden ohne Zustimmung von Rewe angegangen. Es gibt ja genügend Dinge, an denen man eine Diskussion beginnen kann, aber der Unterschied zwischen Trikotsponsoring und Vereins-/Franchise-Übernahme gehört wirklich nicht dazu. Solange du solche Dinge nicht verstehst, macht es keinen Sinn, mit dir weiter zu diskutieren.

      • Nick

        Trikotsponsoring = Sponsor zahlt für Werbefläche auf der Brust, Banden, öffentliche Werbeauftritte etc. Auch kann der Sponsor 2 x im Jahr lt. DFL die Trikotwerbung ändern. Ford hat früher mal „Fiesta“ oder „Der neue Ka“ drauf geschrieben. Das ist doch alles Legitim. Rewe hat letztes Jahr seine Brustwerbung überigens in einem Spiel geräumt für „TOLERANZ“, dass nur mal angemerkt…geht der Trikotsponsor, kommt ein anderer. Für den Verein ändert sich nichts.

        Sponsor ist Eigentümer = Zahlt im Grunde alles, bestimmt alles und wenn er keine Lust mehr hat oder pleite geht – geht auch der „Verein“ mit in die Insolvenzmasse…Stirbt der Sponsor oder verliert die Lust, stirbt der Verein. Siehe Hamurg Freezers.

        Und jetzt würd ich es sein lassen Gerry. Besser als wie Du es hier machst, kannst Du es denen nicht erklären. Die wollen oder DÜRFEN das einfach nicht verstehen…

  16. LEIPZIGER

    @Gerry: Wem der Weg oder die Zufahrt gehört, ist wohl egal, denn Stadt, Polizei und Verein haben ein Sicherheistkonzept zu entwickeln, dass ja offensichtlich total versagt hat. Eine Mannschaft, die unter deratigen Umständen, die sie nicht selbst beeinflussen kann und die ursächlich in Verbindung mit dem austragenden Verein stehen, wird wohl kaum einen 3 Punkte Abzug befürchten müssen. Das wäre das Ende! Der Gegner, der mir nicht passt, dem verhindere ich das Erscheinen beim Spiel und hole mir dann die drei Punkte am grünen Tisch. Da würde es jedes Wochenende 2 – 3 Blockaden geben. Wer glaubt, dass die Sportgerichtsbarkeit so blöd ist und einen solchen Präzedenzfall schaffen würde, der muss schwer naiv sein. Außerdem frage ich mich, was beim Besuch der Bayern passiert. Da haben drei Dax-Konzerne das Sagen. Oder der BVB. Die sind eine AG und Kommerzmaschine durch und durch. Erleben wir dann nur noch Blockaden, weil in der BuLi Geld verdient wird und die Vereine mit ihren ausgegliederten Profiabteilungen gewinnorientierte Wirtschaftsunternehmen sind?

  17. LEIPZIGER

    Scheinbar glauben die Effzäh Fans noch immer an den Klapperstorch, dass sie nicht erkennen, dass die BuLi auch schon vor RB durch und durch kommerzialisiert war. Der Neid und die Verlustangst, weil da mal jemand aus dem Osten mit Kohle auftaucht und richtig hoch hinaus will, läßt sich mit der Phantasiegeschichte vom nur fußballorientierten Tradiotionsverein gut tarnen. Ist schon lächerlich diese Scheinheiligkeit und Doppelmoral.

    • Gerry

      Niemand hat behauptet, RB sei der Beginn der Kommerzialisierung im deutschen Fußball. Aber es ist aktuell nunmal die Spitze der Kommerzialisierung. Es steht einzig und allein der Marketingfaktor für den Energy-Drink im Fokus dieses Engagements. Alles andere ist „Glauben an den Klapperstorch“ auf Leipziger Seite. Nachzufragen – wie gesagt – in Salzburg, wo sie auch nicht geglaubt haben, dass man die Filiale verkümmern lassen würde, bloß weil der größere Markt in Deutschland warten könnte.
      Spieler zwischen einzelnen „Franchises“ des Unternehmens hin und her zu tauschen, Regularien zu umgehen wie in Österreich (Liefering) und permanent die Grenzen der Verbandsstatuten in den einzelnen Ländern auszureizen, ist nunmal eine völlig neue Qualität. Dass jemand „aus dem Osten“ mit Kohle auftaucht, ist wiederum auf die Tatsache zurückzuführen, dass der Konzern erkannt hat, dass man dort das größte Potenzial an „noch nicht besetzten“ Bundesligafans akquirieren kann.
      Wenn ihr mögt, könnt ihr euch gerne darüber freuen, dass ihr die Statuten so ausgereizt bekommen habt, dass ihr jetzt zwei Bullen im Wappen tragt, Rasenballsport Leipzig heißt, in der fünften Liga starten durftet, Salzburger Leistungsträger herübergeschickt bekommen habt, seit Oberligazeiten und auch diesen Sommer investieren konntet, wie es keiner vergleichbaren Mannschaft möglich gewesen wäre.
      Aber ihr müsst nun einmal, so schwer das auch sein mag, mit Kritik leben können. Und ich sehe keinen friedlicheren Weg, der ein Mindestmaß an Wirksamkeit zeigen könnte, als einen Sitzstreik ohne Gewaltausübung.

  18. Ur-Leipziger

    @Leipziger: Ist schon peinlich, was du hier so ausführst. Als Leipziger und erklärter RasenBallsport-Gegner kann ich solches Geschwätz wie „Neid“, „Missgunst“, „Verlustangst“, „der arme Fußball-Osten“, „ohne Geld kein erfolgreicher Fußball“ etc. nicht mehr hören. Eine offene Debatte ist mit den RB-Lemmingen doch sowieso nicht möglich. Bei der geringsten Kritik regieren diese extrem dünnhäutig. Wie man sieht/hört/liest beginnt das ja schon ganz oben (s. Mintzlaff).
    Und wie ist es denn mit dem Sicherheits- und Verkehrskonzept bei Heimspielen im Leipziger Zentralstadion? Meinst du, RBL würde zur Verantwortung gezogen, wenn vor dem Stadion was passiert? Dieser Verein wäre doch ganz schnell, mit dem Finger auf die Stadtverwaltung und/oder die Polizei zu zeigen und irgendwelche Forderungen aufzustellen. Und interessiert es eigentlich Rangnick, wenn das Stadion bei Heimspielen weiträumig abgesperrt ist (bei einem innerstädtischen Stadion, wohlgemerkt), wie die „richtigen“ Leipziger ihre Wege erledigen? Mit kilometerweiten Umleitungen, Staus usw.
    Und noch eins: „…weil da jemand aus dem Osten mit Kohle auftaucht“, du scheinst vergessen zu haben, das Re* B*ll zunächst bei St. Pauli, Fortuna D’dorf und 1860 München angefragt hatte und überall abblitzte. Und „der Osten“ fühlt sich ganz bestimmt nicht von dieser Fußballabt. eines Getränkekonzerns repräsentiert.

  19. LEIPZIGER

    @Ur-Leipziger: Das sieht die Mehrheit in Leipzig mittlerweile anders als du. Und die meisten sind übrigens keine RB-Lemminge, sondern waren mal Anhänger eines früheren Traditionsvereines (Chemie oder VfB). Dazu gehöre ich auch. Leider haben sich viele, wie ich auch, nicht RB zugewendet, sondern sich vorher aufgrund Gewalt, Rechtsradikalismus und purer Unfähigkeit der Vereinführungen von diesen leipziger Alt-Traditionsvereinen abgewendet. Noch dazu haben die heutigen Vereine Chemie und Lok nichts mehr mit den Traditionsvereinen von damals zu tun, da ja bekanntlich einige Pleiten, Neugründungen und erkaufte Startberechtigungen dazwischenliegen. Mittlerweile seid ihr Randgruppen, die nur noch durch den leipziger Polizeiberichte in Erscheinung treten.

  20. LEIPZIGER

    @Gerry: RB ist nicht der erste Verein, der durch Fusion mit einem anderen Verein sein Startrecht in einer höheren Liga erlangt hat. Bestes Beispiel ist der immer wieder genannte 1. FC Lok Leipzig. Die waren pleite und mausetot. Der originale Verein VfB Leipzig (vorher Lok Leipzig) war nicht mehr existent. Lok wurde durch Fans neugegründet, gilt nicht als Rechtsnachfolger der Vorgängervereine Lok und VfB und übersprang einige Ligen durch eine Fusion mit einer Mannschaft aus dem benachbarten Torgau. Das passierte 2007, noch bevor RB aufkreuzte! Tut mir Leid, aber warum wird immer mit unterschiedlichem Maß gemessen? Ich bin mir auch sicher, dass sich noch weitere Beipsiele finden lassen. Und ein Wort zu Salzburg. Ist schon seltsam, wenn du von verkümmern redest, zumal die diese Woche in der Euroleaque gegen Schlacke 05 spielen.

  21. LEIPZIGER

    @Gerry: Kritik ok! Hass ist Scheisse! Aber Hinterfragen des eigenen Vereines und Selbstkritik können wir auch erwarten. Sonst wird´s scheinheilig und heuchlerisch, siehe Fanprotest Borussia (ich verkaufe mich überall) Dortmund oder Fanprotest HSV (Kühne) Hamburg. Kann noch mehr aufzählen, ist aber mittlerweile total ausgekaut das Thema

    • Gerry

      Du wirst hier sehr wenig Leute finden, die gut finden, was in Hamburg mit Kühne läuft. Die Dortmunder gehen auch einen strikten Weg der Kommerzialisierung, aber soweit ich weiß, behalten sie die Entscheidungsbefugnis im Verein und halten sich an 50+1. Das ist bei Vereinen wie Hoffenheim und Leipzig allerdings höchstens auf dem Papier so. Und bloß weil es bei anderen auch „falsch“ läuft, verbietet das ja keine Kritik an RB

      • LEIPZIGER

        Dann bitte Kritik in alle Richtungen und nicht RB zum alleinigen Sündenbock erklären. 50+1 ist doch selbst bei Bayern ein Witz, wo Audi, T-Mobile, Adidas sagen wo es langgeht. Die Mitgliederversammlung ist doch dort nur Budenzauber. Bin gespannt, ob dann demnächst wieder jemand bei euch in der Stadioneinfahrt sitzt und protestiert. Ich glaube nicht, weil ihr auf diesem Auge blind seid.

  22. Gerry

    Ich habe nirgends Hass verbreitet (soweit ich das beurteilen kann). Stattdessen habe ich versucht, deutlich zu machen, welche Punkte ich an Red Bull ablehne. Außer mit dem Finger auf andere zu zeigen, habe ich dazu aber wenig Gegenargumente gelesen. Ich bin die Diskussion auch ehrlich gesagt leid, weil sie sich im Kreis zu drehen beginnt und ich glaube, dass wir unsere Standpunkte deutlich gemacht haben und hier nicht zueinander finden werden.
    Mir geht es um Chancengleichheit und dieses „ihr seid doch nur neidisch“ kann ich ehrlich gesagt nicht mehr hören. Ich habe kein Problem damit, den Erfolg anderer anzuerkennen. Mainz und Augsburg sind tolle Beispiele für ehemals kleine Vereine, die es mit toller Arbeit geschafft haben, erfolgreicher zu werden als es der FC ist. Mönchengladbach hat aus ähnlichen Verhältnissen den Aufstieg unter die Top5 in Deutschland geschafft. So etwas nötigt mir Respekt ab und ich gebe das gerne zu. Auch, was in Sandhausen oder in Würzburg geleistet wird: Chapeau!
    Aber die Ausgangslage bei Red Bull ist auf so vielen Ebenen eine andere als für die allermeisten anderen Vereine, dass ich Ablehnung verspüre, dem zuzujubeln.
    Und die Salzburger befinden sich in einem Abwärtstrend und es kommt nicht von ungefähr, wenn ein Martin Hinteregger, der die Abläufe bei Red Bull wohl gut kennen würde, zu einem ähnlichen Fazit kommt wie ich. Die Salzburger werden in den nächsten Jahren immer unwichtiger werden, denn die Markenpräsenz wird spätestens seit dieser Saison von Leipzig gewährleistet. Wenn Salzburg in fünf Jahren noch eine Rolle im internationalen Geschäft spielt, gebe ich dir eine Gose aus ;)
    Das war’s von mir zu dem Thema, wir sehen uns in der Rückrunde!

    • LEIPZIGER

      @Gerry: Wir hatten 22 Jahre keine Chancengleichheit, weil Leute wie z.B Calli Calmund mit dem Geldkoffer durch den Osten gezogen sind. Die Chancengleichheit ist doch jetzt erstmal hergestellt worden. Und da meine ich nicht nur den Effzeh, sondern auch den Rest BuLi mit dem größeren Taschen. Zum ersten mal gibt es mit RB eine Verein der überhaupt gegenhalten kann, wenn´s um Spieler geht. Selbst bei Dynamo reicht es nicht, weil trotz großen Fanpotentials kein großer deutscher Konzern sich jemals ernsthaft im Ostfussball engagiert hat. Ein Österreicher zeigt es jetzt, wie es geht.

  23. klappskalli

    Die Dosen kapieren es wieder mal nicht, warum ihnen soviel Ablehnung entgegenkommt.
    Sponsoring ist an sich notwendig, Strategische Investoren auch,aber einen Club nur aus Marketinggründen ins Leben zu rufen und die Kohle so in den A…. zu stecken geht jeden Fan sowas von gegen den Strich, egal ob Anhänger eines Traditionsvereines oder nicht.
    Und ihr werdet erstmal Fussballfans, bevor ihr hier über andere Vereine und deren Fans urteilt.
    Und solange ihr das Problem nicht erkannt habt warum euch keiner mag bringt es nichts sich mit euch darüber zu unterhalten.

    • LEIPZIGER

      Du hast es nicht kapiert. Viele RB-Fans haben schon Europapokalspiele gesehen, da hast du möglicherweise noch in die Windeln gemacht. Also erkläre hier nicht das Fansein. Und schönen Gruß an Rewe, die den Effzeh als Trittbrett und Marketingvehikel für ihre Dose benutzt haben.

          • Klappskalli

            ein Paulianer schmückt sich auch nicht mit den Erfolgen des HSV und ein 60 iger ist auch nicht zigmal Meister

          • Leipziger

            Klappskaali: Bei dir hapert es mit dem verstehenden Lesen. Fast jeder RB-Fan hat eine Fanvergangenheit in Leipzig bevor RB kam. Was hat das mit schmücken zu tun?

          • Klappskalli

            ändert trotzdem nichts daran. Leipzig ist Leipzig und RB ist ein Projekt was noch nicht International gespielt hat.

  24. LEIPZIGER

    @Volker: Hast du jetzt 1860 München genannt? Der Verein, der vom libanesischen Investor abhängt? Lies mal den Kommentar von Ewald Lienen zu den 60ern, bevor du hier Müll schreibst.

  25. Pitter

    Es ist schon extrem amüsant, dass so viele Rasenball-Anhänger permanent auf fremden Fan-Seiten rumheulen, wie ungerecht ihr Marketingprojekt doch behandelt wird :D
    Der Vergleich zwischen einem Trikotsponsor und einem Franchiser, der selbst „Vereins“-Namen und -Wappen für Werbung missbraucht, ist extrem lachhaft. :D Aber darauf wurde hier ja schon ausreichend hingewiesen.
    Da die Rasenball-Anhänger das dennoch nicht davon abhält, hier ihren geistigen Dünnpfiff von sich zu geben, handelt es sich also entweder um Forentrolle oder in Leipzig gibt es zu viele Schulen, an denen man nur singen und klatschen lernt.
    Naja, auf jeden Fall demonstrieren sie eindrucksvoll, dass RB Leipzig nicht nur der unsympathischste „Verein“ der Liga ist, sondern auch die unsympathischsten Fans hat.

    • leipziger

      Schau mal unter „Sehr lesenswert“. Vielleicht hilft es gegen die Scheuklappen und die eingeschränkte Selbstwahrnehmung. PS: Bei RB will keiner einen Beliebtheitswettbewerb gewinnen. Wir wollen Punkte. Einen haben wir von euch. Grins!

      • Pitter

        An diesem Hobbypsychologen in der Zeit sieht man einmal mehr, dass Rasenball-Anhänger offensichtlich nicht willens sind, die Fans der verhassten „Traditionsvereine“ zu verstehen. Unabhängig davon, wie oft die Argumente auch wiederholt werden…
        Dennoch nochmal ein letzter Versuch (aber auch nur, weil ich den Text schonmal woanders geschrieben habe und ihn lediglich hineinkopieren brauche):

        Ich kann den Protest gegen dieses Marketingprojekt aus Leipzig absolut nachvollziehen.
        Ich selbst bin Anhänger des 1.FC Köln. Als gebürtiger Kölner war das für mich einfach immer selbstverständlich, da der FC untrennbar mit der Stadt verbunden ist und insbesondere auch über den Kölner Karneval extrem stark mit der kölschen Kultur verbunden ist. Wäre der FC nur aus Werbegründen z.B. von Coca-Cola gegründet worden, würde all dies nicht zutreffen. In dem Fall würde mich nichts mit dem FC verbinden. Er wäre mir ziemlich egal. Wahrscheinlich würde ich mich in dem Fall auch nicht für die Fußball-Bundesliga interessieren, sondern wäre Fortuna-Fan (in den Zeiten, in denen Köln in der 2.Liga war, habe ich die 1. Liga auch nur sehr sporadisch verfolgt).

        Wahrscheinlich wird der FC irgendwann auch Anteile verkaufen. Sollte jedoch irgendwann mal ein Investor mehr als 50% der Anteile besitzen (die DFL hat die 50+1-Regel eh schon längst begraben) und der FC somit fremdbestimmt werden, wird er für mich uninteressant werden. Ich gehe fest davon aus, dass dies für einen sehr großen Teil der anderen FC-Anhänger ebenfalls zutrifft. Das dürfte glücklicherweise auch den Verantwortlichen des FC bewusst sein, weshalb ich mir nicht vorstellen kann, dass dies in den nächsten Jahrzehnten geschieht. Wenn doch, dürfte Fortuna in kürzester Zeit sehr viele neue Mitglieder gewinnen…

        Den Vergleich zu Hamburg finde ich ebenfalls extrem albern: Alle Hamburg-Fans, die ich gut kenne (ich kenne immerhin 6 Stück, aber wenn ich falsch liegen sollte, können mich die anwesenden Hamburg-Fans gerne eines besseren belehren!), sehen die Investitionen von Kühne – und insbesondere seinen hierdurch entstandenen Einfluss – äußerst skeptisch. Aber selbst Kühne könnte nicht einfach so das HSV-Logo oder den Namen des Vereins ändern – erst Recht nicht zu Marketing-Zwecken.

        Sponsoren und Investoren mögen im Fußball längst zur Normalität geworden sein. Dennoch ist es nicht verwunderlich, dass Vereine wie Augsburg oder Mainz, die es selbst nach oben geschafft haben, deutschlandweit deutlich mehr Sympathien bekommen, als Vereine wie Wolfsburg oder Hoffenheim. Aber dass ab jetzt auch Marketing-Projekte in der Bundesliga mitspielen, setzt dem Ganzen die Krone auf. Früher habe ich sehr gerne den deutschen Basketball verfolgt. Aber inzwischen heißt die Liga „easyCredit Basketballbundesliga“ und in der spielen Mannschaften wie Ratiopharm Ulm, S.Oliver Würzburg und Telekom Bonn. Ich habe da längst den Spaß dran verloren. Vielleicht spielt in Zukunft beim Fußball dann auch Coca-Cola Kiel gegen Ralph Lauren Münster und Red Bull Leipzig. Ich weiß noch nicht, was ich dann machen würde. Ich hätte auf jeden Fall deutlich weniger Spaß am Fußball. Von daher ist es mir auch völlig egal, wie diese Mannschaften dann in der Champions-League abschneiden würden. Ich würde es mir eh nicht anschauen (ich schaue mir auch nicht Wolfsburg oder Leverkusen in der Champions League an, weil ich mich einfach null mit diesen Mannschaften identifizieren kann und ich es entsprechend langweilig finde).

        Vielleicht sind solche Kunstprodukte die Zukunft des deutschen Fußballs. Vielleicht kann man es gar nicht aufhalten. Ich habe aber zumindest die Hoffnung, dass bei lautstarken Protesten gegen Red Bull andere Konzerne sehr skeptisch werden, sowas nachzuahmen. Bei uns auf der Arbeit haben viele Kollegen früher regelmäßig Red Bull getrunken. Seitdem Leipzig in die Bundesliga aufgestiegen ist, trinken sie bewusst nur noch andere Energy Drinks. Wenn das deutschlandweit alle Fußballfans (außerhalb von Leipzig) tun, wird Red Bull diese Projekt möglicherweise schnell wieder einstampfen. Und selbst wenn nicht – warum sollte ich ein Produkt unterstützen, was mir den Spaß am Fußball zerstört?

        PS:
        Die ganzen Lobhudeleien über die tolle Arbeit von Red Bull kann ich übrigens auch nicht nachvollziehen. Nachdem Leipzig in die 2.Liga aufgestiegen war, hatten sie ein Transferminus von 10 (!) Mio Euro. Hiermit haben sie es immerhin auf den grandiosen 5. Platz geschafft… Als man dann zig weitere Mio Euro investiert hatte und der Kader so teuer war, wie die von allen anderen 17 Mannschaften zusammen, hat man es dann im Folgejahr noch knapp auf den 2. Platz geschafft.
        Unter „herausragend gewirtschaftet“ verstehe zumindest ich etwas Anderes.

        • Leipziger

          Sei doch froh, dass dein Effzeh so mit der Stadt verwurzelt ist und nie einen finanziellen und wirtschaftlichen Zusammenbruch eurer gesamten Region erleben mußte. Wäre auch fro, wenn ich noch zum wirklichen Traditionsverein VfB Leipzig gehen könnte, der aber aufgrund des Zusammenbruchs im Osten nicht mehr existiert. Was würdest du tun, wenn dein Effzeh pleite wäre und die Fußballwüste existieren würde? Du würdest sicher nicht zum Coca-Cola-Verein gehen, sondern zu Bayer Leverkusen. Lach! Ja und eine Basketball-Bundesliga würde es ohne das heutige Finanzierungsmodell sicher nicht mehr geben. Da bräuchtest du dich dann nicht über Investoren zu grähmen. Lach! Und wenn du und die HSV-Fans den Kühne nicht mögen, dann macht doch einfach eine Blockade oder zerstecht ein paar Reifen.

          • Pitter

            Denken und Lesen gehört beides nicht zu deinen Stärken, oder?

            Ich habe bereits geschrieben, dass ich in dem Fall zu einem Verein gegangen wäre, der vor kurzem noch in der 5. Liga gespielt hat, weil mir Verbundenheit mit dem Verein wichtiger ist, als hochklassiger Fußball.

            Und warum bitte sollte es die Basketballbundesliga ohne namensgebende Sponsoren nicht mehr geben? Sie konnte vorher doch auch existieren. Die meisten Teams der zweiten Liga kommen immer noch ohne aus.

            Und dass ich (wie die meisten anderen Fans auch) Sachbeschädigungen im Fußball absolut verurteile, habe ich bereits an anderer Stelle geschrieben. Aber warum erkläre ich das eigentlich jemandem, der offensichtlich nur Singen und Klatschen in der Schule hatte…

  26. Hallo

    Hallo Pitter, du bist ein einsamer Ritter. Vom Text her gut geschrieben doch in naher Zukunft wird es sich nicht aufhalten lassen das es immer mehr Firmen gibt die im Fußballgeschäft ihr Produkt vermarkten wollen. Wie sollen sich denn auf Dauer die sogenannten kleinen Vereine gegen die großen behaupten? Mit Tradition ist hier nichts mehr zu holen. Siehe doch mal Bayern …ohne Audi, Adidas usw. den Millionen vom Hoeneß an der Börse gezockt ,grins‘ …..wo wären die denn in der Liga ? In meiner aktiven Zeit wo der FC noch besser war als die Bayern ,und die fast Pleite waren ,sind doch dort die Banken eingesprungen. Obwohl Rummelfliege seine Banklehre abgebrochen hat. Es gibt nicht mehr den ehrlichen Fußball…nur noch Kommerz

    • Pitter

      Ich glaube nicht, dass ich ein so einsamer Ritter bin. Zumindest in meinem unmittelbaren Bekanntenkreis denken viele Leute ähnlich. Aber auch wenn mein Bekanntenkreis nicht repräsentativ sein sollte, ändert es nichts für mich.

      Dass der Fußball sehr stark kommerzialisiert ist, habe ich nie bestritten – im Gegenteil. Fakt ist jedoch, dass selbst der FC Bayern mehr als 50% der Anteile seiner Profimannschaft hält. Der FC Bayern hat seine Zukunft also absolut selbst in der Hand. Ich weiß, dass viele Leute behaupten, dass dort alles nach der Pfeife der Sponsoren tanzen würde. So lange Hoeneß da noch Einfluss hat, kann ich es mir jedoch nicht vorstellen. Man kann Hoeneß sicherlich sehr viele Dinge vorwerfen (ich finde ihn selbst alles andere als sympathisch). Ich nehme ihm aber absolut ab, dass er seinen Verein über alles liebt. Aber selbst wenn Hoeneß tatsächlich nur eine Marionette der Sponsoren sein sollte, könnte ich mich damit arrangieren, so lange sich der Verein nicht in „Adidas München“ umbenennt und/oder sein Wappen an die Sponsoren anpasst. Vielleicht mag ich naiv sein, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Hoeneß Namen oder Wappen seines Vereins für Geld ändern würde. Den Rest müssen die Bayern-Anhänger mit ihrem Verein selbst ausmachen…

      Und wie ich bereits geschrieben habe: Selbst wenn man es tatsächlich nicht verhindern kann, dass zu Red Bull Leipzig noch Coca-Cola Kiel oder sogar Adidas München dazukommt, trage ich dennoch sehr gerne meinen kleinen Teil dazu bei, dies so lange wie möglich hinauszuzögern ;)


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