Lehmann Hector

Die Bayern und Ancelotti sind nicht anders als Sandhausen

Nun hat es den FC Bayern München also erwischt. Die erste Niederlage der Saison, wenngleich in der Champions League, bringt Vor- und Nachteile für den 1. FC Köln. Jonas Hector ist das allerdings ziemlich egal.

Köln/München – Das 0:1 der Bayern in Madrid am Mittwochabend war eine „verdiente Niederlage“, wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge noch in der Nacht resümierte. Doch wer die „Mia-san-mia“-Mentalität der Bayern kennt, wusste, was dann folgte: „Jetzt ist es wichtig, gegen Köln eine Reaktion zu zeigen.“

Die Geissböcke als Sandsack?

Die Geissböcke sollen also herhalten als Sandsack, als Gegner, um sich abzureagieren nach der verdienten Pleite gegen die Truppe von Diego Simeone. Carlo Ancelotti hat seine erste Niederlage als Bayern-Coach einstecken müssen. In der Liga ist sein Team dagegen noch ungeschlagen. Das soll im Sinne der Bayern am Samstag so bleiben.

Aber nicht im Sinne der Kölner, die allerdings auch mit einem Unentschieden ganz gut leben könnten. „Wir fahren ja nicht hin, um das Spiel abzuschenken“, sagt Jonas Hector wie fast jeder andere FC-Spieler oder -Verantwortliche dieser Tage. „Ob wir dann die Ersten wären, die den Bayern Punkte abnehmen, ist mir aber ziemlich egal.“

Ob gegen die Bayern oder gegen Sandhausen – das ist egal

Hector lebt vor, wie alle seine Mitspieler auf Samstag blicken sollten. Dass es zur angeblichen Übermannschaft Deutschlands geht, sorgt beim Nationalspieler nicht ansatzweise für erhöhten Pulsschlag. Im Gegenteil. „Ein Highlight? Für mich ist jedes Spiel ein Highlight, ob gegen die Bayern oder gegen Sandhausen. Das ist egal.“ Der Vergleich dürfte den SVS durchaus freuen.

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