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Mavraj: „Ich wollte gehen!“ Vertragsgespräche laufen

Mergim Mavraj gehörte in den ersten beiden Bundesliga-Spielen der neuen Saison zur Startformation des 1. FC Köln. Der Innenverteidiger wollte im Januar eigentlich wechseln. Nun gehört er zu den Leistungsträgern. Wird sein auslaufender Vertrag schon bald verlängert?

Köln – Mit 30 Jahren zählt Mavraj zu den erfahrensten Kräften beim Effzeh. Der Albaner hat in diesem Jahr in Köln und bei der EM 2016 auf sich aufmerksam gemacht. Auch in der neuen Saison überzeugt der Linksfuß bislang. Im Interview mit dem GEISSBLOG.KOELN spricht Mavraj über das Geheimnis von Peter Stöger, den Grund, warum er im Januar doch geblieben ist und wie weit die Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung gediehen sind.

GBK: Herr Mavraj, Sie standen in den ersten beiden Bundesliga-Spielen in der Startelf. Ist Ihr persönlicher Saisonstart geglückt?
MERGIM MAVRAJ: Die ganzen letzten Monate mit der Rückrunde, der EM und nun dem Saisonstart sind ziemlich gut gelaufen. Das freut mich. Ich will in der Bundesliga auf mich aufmerksam machen und mit meiner Leistung meiner Mannschaft helfen. Jede Woche aufs Neue, als Spieler des 1. FC Köln, aber auch als Nationalspieler.

Kein Team kann nur mit jungen Spielern erfolgreich sein

Die Mannschaft wirkte in der letzten Saison manchmal noch etwas naiv und zu lieb. Es kamen neue Spieler mit viel Erfahrung. Sind ältere Spieler wie Sie in dieser Saison noch mehr gefragt, ein stabiles Gerüst zu bilden?
In jeder Mannschaft braucht es ein Gerüst aus erfahreneren Spielern. Das sieht man in jeder Mannschaft. Kein Team kann nur mit jungen Spielern erfolgreich sein. Das ist wie in anderen Berufen auch. Wir haben neue taktische Variationen im Spiel, da ist in der Anfangsphase der Saison wichtig, auf einem stabilen Konstrukt aufzubauen.

Was ist der Schlüssel zu dieser Stabilität?
Unser Teamwork. Keiner nimmt sich raus, die Mannschaft ist immer auf den Punkt eingestellt und bereit, sich aufzuopfern. Eine gute Handschrift, würde ich sagen.

Daran scheitern viele Trainer, obwohl sie fachlich gut sind

Die Handschrift des Trainers?
Der Trainer lebt das vor. Das ist der Schlüssel. Er kann die Spieler packen, er hat sie als Einheit hinter sich. Daran scheitern viele Trainer, obwohl sie fachlich gut sind. Die Spieler über so eine lange Zeit hinter sich zu versammeln, das schaffen nur die wenigsten.

Was macht Peter Stöger anders?
Er ist ein sehr gerechter Trainer. Er versucht, alle gleich zu behandeln. In der Regel bekommt jeder Spieler seine Chance. Keiner wurde fallen gelassen, seit ich hier bin. Man erfährt Rückendeckung, man erfährt Vertrauen, auch, wenn es mal nicht läuft.

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