FC Schalke 04 vs. 1. FC Köln

Proteste gegen Leipzig: Was planen die Fans im Stadion?

Zweimal haben sich die Fans des 1. FC Köln in den letzten Monaten zu offenen Diskussionen getroffen. Das Thema: Wie umgehen mit RB Leipzig? Am Sonntag werden die Anhänger der Geissböcke die Ergebnisse der Diskussionen präsentieren – im Stadion in Form von Spruchbändern auf der Südtribüne.

Köln – Einmal mehr wird die Südkurve im RheinEnergieStadion zu einem Protestforum: Fahnen und Banner bleiben für ein Spiel im Schrank, stattdessen wollen sich die FC-Fans gegenüber RB Leipzig positionieren. Lautstarke Unterstützung für die eigene Mannschaft, aber auch wortgewaltige Proteste gegen den Dosen-Klub. So der Plan.

Spruchbänder werden kontrolliert

Beim 1. FC Köln fürchtet man allzu drastische und diffamierende Banner, weshalb die Spruchbänder über Sondereingänge ins Stadion gebracht und dort zunächst kontrolliert werden sollen. Meinungsfreiheit ja, Hasspamphlete nein – so die Devise der Fanbeauftragten des Effzeh. Ob es gelingt?

Die offizielle Tonlage ist bereits bekannt. Die „AG Fankultur“ des Effzeh hat sich positioniert. „Eine Vereinsgeschichte kann man sich ausdenken, die Geschichten nicht“, ließ sie wissen. „Die Trikots des 1. FC Köln sind rut und wieß und sie wechseln nicht von Jahr zu Jahr die Farbe, nur weil einem Sponsor oder Designer das gefällt.“ Und weiter: „Unser Geißbock Hennes, das erste lebendige Wappentier der Bundesliga, war schon in der ganzen Welt berühmt, als Getränkehersteller noch keine Eventagenturen waren.“

REWE gerät für Trikot-Aktion in die Kritik

Doch gerade letztere Aussage sehen einige Fans nun konterkariert – ausgerechnet vom Kölner Hauptsponsor REWE, das auf seinen Schriftzug zugunsten seines hauseigenen Energy-Drinks verzichten wird. Ausgerechnet gegen Red Bull, das von REWE gewollte „Augenzwinkern“ wurde von der deutlichen Mehrheit in den Foren als mindestens fragwürdig bezeichnet.

Und so könnten sich die Spruchbänder nicht nur gegen RB Leipzig, sondern auch durchaus gegen die eigenen Reihen richten. Das ist zumindest aus Teilen der Fankreise zu hören. Die genauen Aussagen werden allerdings erst im Stadion zu sehen sein. Und sie dürften weniger moderat ausfallen als die ausführliche Stellungnahme der AG Fankultur. Diese hatte mit den Worten geendet: „Marken wachsen und schrumpfen. Investoren kommen und gehen. Der 1. FC Köln bleibt.“


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