Sitzblockade, tolle Stimmung und zwei Entgleisungen

Die Fans des 1. FC Köln haben vor und während des Spiels gegen RB Leipzig die angekündigten Proteste durchgezogen. Erst führte eine Sitzblockade zu einem verspäteten Anpfiff. Dann verwandelten die Fans das RheinEnergieStadion in ein Tollhaus. Doch einige wenige vergriffen sich auch übel im Ton.

Köln – Alles begann mit einem verspäteten Beginn: Einige Anhänger des Effzeh hatten mit einer Sitzblockade dafür gesorgt, dass der Mannschaftsbus der Gäste nicht in die Tiefgarage fahren konnte. Leipzig traf erst 50 Minuten vor Spielbeginn in den Katakomben ein, der Anpfiff wurde um eine Viertelstunde verlegt.

Bullen-Töten ist doch kein Verbrechen

Mit der FC-Hymne verwandelte sich das Stadion dann in einen Hexenkessel. Die Südkurve, aber auch der restliche (ausverkaufte) Heimbereich sorgten für eine Gänsehaut-Atmosphäre über weite Strecken der 90 Minuten. Es schien, als ob die Kölner den Gästen aus voller Kehle zeigen wollten, welche Tradition den 1. FC Köln auszeichnet.

Wie angekündigt tauchten auch diverse Spruchbänder in regelmäßigen Abständen auf den Tribünen auf. Von „Bruche mer nit, wolle mer nit, fott domet“ über „Köln bleibt Investoren-frei“ bis hin zu „Nippes gegen RB“ waren die meisten Banner die erwarteten Protestschriften. Doch einige wenige Anhänger vergriffen sich mit ihren Botschaften im Ton, beleidigten RB-Sportchef Ralf Rangnick („Wird Zeit für einen zweiten Burnout“) oder griffen gleich in die ganz falsche Schublade („Bullen-Töten ist doch kein Verbrechen“).

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