Osako Leipzig

Buhmann-Image adé! Osako verdient große Anerkennung

Yuya Osako bleibt bis 2020 beim 1. FC Köln. Vor einigen Monaten hätte diese Meldung für kollektives Kopfschütteln beim Großteil der Kölner Anhänger gesorgt. Sieben Spieltage in die neue Saison zweifelt an der Richtigkeit dieser Entscheidung kaum jemand mehr. Warum auch? Ein Kommentar.

Köln – Yuya Osako war ein schwieriger Fall. Wer ihn im letzten Jahr im Training beobachtete, fragte sich mitunter: Warum schafft es der Japaner nicht, seine unbestrittenen Qualitäten als Fußballer in einem Spiel auf den Platz zu bringen?

Yuya ist ein außergewöhnlicher Fußballer

Der GEISSBLOG.KOELN traf Osako im April zum Interview. Wir sprachen mit einem verunsicherten Mann, der Heimweh offenbarte und zugab, dass nicht alles in Köln so lief, wie er sich das wünschte. Für jeden war zu spüren, dass der 26-Jährige vor einer grundsätzlichen Entscheidung stand: den Effzeh im Sommer verlassen oder es noch einmal versuchen?

Osako versuchte es noch einmal. Weil Aufgeben kein Teil japanischer Kultur ist, weil Schwäche zeigen einem Gesichtsverlust gleichkommt, aber vor allem, weil Osako wusste, dass innerhalb des Klubs jeder an ihn glaubte. „Yuya hat hier ein Umfeld, in dem er sich weiterentwickeln kann. Wir geben ihm das Vertrauen, das weiß er zu schätzen“, sagte Trainer Peter Stöger am Donnerstag nach der Vertragsverlängerung.

Osako ging den schweren Weg – dafür gebührt ihm Respekt!

Der Österreicher zweifelte selbst nie an den Fähigkeiten des Stürmers. Nur verzweifelte auch er mitunter daran, dass Osako sie nicht umzusetzen verstand. Stöger sagt: „Er ist immer noch der gleiche Spieler.“ Und doch wirkt der Japaner wie verwandelt. Er ist lockerer geworden, profitiert davon, dass mit Kazuki Nagasawa kein Landsmann mehr im Kader ist und er sich so noch mehr in die Gruppe integrieren musste. Und er hat endlich Erfolgserlebnisse. „Das alles tut ihm gut“, sagt Stöger. „Er ist ein außergewöhnlicher Fußballer und kann für uns den Unterschied ausmachen.“

Solche Worte hätten vor einigen Monaten im dramatischen Kontrast zu Osakos Leistungen gestanden. Nicht im Training wohlgemerkt, sondern in den Spielen selbst. Doch der Japaner hat sich aus seinem Loch gekämpft, hat sich selbst vom Buhmann zum umjubelten Torschützen und Schlüsselspieler entwickelt. Dafür gebührt ihm großer Respekt, denn Osako machte es sich nicht leicht, indem er das Weite suchte. Er biss sich durch, er kämpfte, er zeigte, dass er es besser kann. Viel besser. Dafür wurde er nun völlig zurecht mit einem langfristigen Vertrag bis 2020 belohnt. Dafür gebührt ihm aber auch der nötige Kredit, dass diese Leistungen nicht gleich wieder in Vergessenheit geraten, sollte es mal wieder schlechter laufen.

Wie denkt Ihr heute über Yuya Osako? Diskutiert mit!



  1. Elke L.

    Ich finde die Verlängerung sehr gut. Dieses Beispiel zeigt, dass man mit einem langfristigen Handeln auch im heutigen Fußball erfolgreich sein kann.
    Yuja ist nicht der erste und wird nicht der letzte Spieler sein, der sich nicht sofort durch setzt im Verein, trotz guten Grundvoraussetzungen. Ein Spieler ist dann auch gut beraten bei dem Trainer zu bleiben, der ihm Vertrauen gegeben hat. (s. Miki-Dingens, EX Dortmunder, der dann meinte, ich kann das auch woanders)
    Finde auch den Gedanken interessant im Artikel, dass Yuja, nachdem Nagasawa weg war, gezwungen war, sich mehr an den Rest der Truppe anzuschließen.

    Viel Erfolg weiterhin Yuya.

  2. Rolf G.

    Die Geschichte von und mit Yuya Osako könnte als Beispiel für andere herhalten, bei denen wir noch auf den grossen Durchbruch warten. Die Rede ist von Milos Jojic, mit viel Talent ausgestattet aber immer (anscheinend) an seinem Ego scheiternd, der es bisher lediglich bis auf die Tribüne geschafft hat. Dabei zeigt doch das Beispiel Osako deutlich, was man mit Einsatz und Beharrlichkeit erreichen kann. Nur Talent reicht eben nicht, das mussten in der Vergangenheit schon ganz andere erfahren.
    Wie im Fall Osako tun die Trainer gut daran, den Spieler nicht fallen zu lassen sondern stetig Leistung zu fordern und diese, sofern sie erbracht wird, auch zu prämieren. Ich hege allerdings den leisen Verdacht, dass gerade hier unser Freund Milos nicht so richtig mitzieht. Sollte das so sein und auch so bleiben, wird der FC keinen grossen Gefallen an dem Spieler mehr finden und der Spieler auch nicht am FC.
    Der erwähnte Fall Mkhitaryan (Miki-Dingens) liegt da etwas anders. Der konnte dem Ruf nach noch mehr Geld nicht widerstehen (oder war es doch eher sein Berater?) und hat das gemachte Bett verlassen. Zur Zeit sitzt er auch nur auf der Tribüne, aber auch in seinem Fall gilt, dass man ihm Zeit geben muss und hoffentlich auch wird. Manche Dinge klappen eben nicht sofort.

  3. Nick

    Ich hätte ehrlich gesagt, besser gefunden wenn man bis zur Winterpause gewartet hätte, mit der Vertragsverlängerung…ich glaube nicht, dass sich Osako nicht groß weiter entwickeln wird bis 2020. Ich denke, der ist jetzt auf dem besten Level, dass er bieten kann und hat jetzt mal ganz gut in die Saison gefunden, könnte mir aber gut vorstellen, dass Rudnevs ihm noch im Laufe der Saison den Platz in der Startelf streitig macht, dann pendelt er wieder zwischen Ersatzbank und Tribüne und die gute Laune ist schnell wieder weg…spätestens mit weiteren Transfers im Sturm wird es knapp für alle außer Modeste. Ich hätte bis 2018 mit Option +1 gemacht…aber wer weiß wie die Verhandlungen gelaufen sind, vllt. hatte er auch ein anderes Angebot vorliegen und Schmadtke musste jetzt handeln…wer weiß…schlimm ists nicht, aber viel mehr als jetzt trau ich ihm nicht zu…hoffentlich straft er mich Samstag schon Lügen…

    • Kick

      Wieder so ein Schwachsinn den du von dir gibst. Schreibe doch bitte an den FC ,dass sie dich doch bitte vorher fragen sollen , wenn es um Vertagsangelegenheiten geht. Nick ist der beste FC KENNER den ich kenne.

  4. Koelschlenny

    @Rolf: Wollen wir es hoffen, dass Jojic auch noch so ein Durchbruch gelingt. Hätte das nach seinem Auftritt im letzten Spiel vor der Sommerpause in Dortmund eigentlich erwartet. Stimme dir zu: da liegt vielleicht noch was im Argen.

    @Nick: Ich denke, das finanzielle Risiko war auch bei Vertrag bis 2020 überschaubar. Im Gegensatz zu anderen (Modeste, Bittencourt…) wird man Osako – aus den von dir genannten Gründen – nicht unbedingt eine üppige Gehaltserhöhung verpasst haben (hoffe ich). In der Winterpause kann sowas mit auslaufendem Vertrag schon mal haarig werden. Wenn dann irgendein englischer Verein ein Mondgehalt zum Sommer bietet, geht er auf einmal ablösefrei. Auch wenn es nur 2-3 Millionen sind, die Osako wert wäre, geht es m.E. auch um Absicherung des Buchwerts.

    • Nick

      Ja…den Marktwert hätte man aber auch mit ner Laufzeit bis 2018 erstmal gesichert…aber mit 2020 unterstützt man ihn natürlich auch mental. Hoffen wir das er sich noch weiter steigern kann. Ich glaub noch nicht so recht daran…

      • puschel

        …bin mit dir einer meinung über osako – natürlich mag er im training erstklassig sein aber unter wettkampfbedingungen sieht es dann doch ganz anders aus – klar hatte er auch gute momente aber für die zeit die er jetzt beim effzeh ist viel zu wenige ! das sieht man auch jetzt gerade wieder ein tor und ein ordentliches spiel gemacht und dann …..

  5. Juri

    für mich pörsönlich einer der besten spieler im kader & das nicht seid dieser saison. schade das er es nicht schon früher abgerufen hat!!!! weiter so Yuya…..


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