horn

Horn: Kein Wechsel nur für die internationale Bühne

Timo Horn besitzt bekanntermaßen eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag, die ihm einen Abschied vom 1. FC Köln im Sommer 2017 ermöglichen würde. Nun erklärte der 23-Jährige, dass sein Ziel, international zu spielen, kein alleiniger Grund sei, den Effzeh zu verlassen.

Köln – Im Interview mit „11Freunde“ erklärte Horn, er würde „keinen Vereinswechsel in Betracht ziehen, nur um sie (die Möglichkeit, in der Champions League zu spielen) zu bekommen“. Auch, wenn das bedeuten würde, dass Horn es schwerer hätte, sich für Nationalmannschaft zu empfehlen. „Ich bin überzeugt, wenn ich weiterhin konstant Leistung bringe, wird man irgendwann nicht mehr an mir vorbeikommen.“

Horn will „möglichst bald“ zu Neuer und Co. aufschließen

Sollte Horn den 1. FC Köln tatsächlich verlassen, dann müssten auch Kriterien wie Umfeld, Stadt und Perspektive stimmen. Auch deswegen hatte er vor der Saison Leicester City abgesagt. Dennoch machte Horn seine Ambitionen einmal mehr deutlich. Olympia in Rio mit dem Gewinn der Silbermedaille habe ihm gezeigt, was möglich sei. „Momentan ist Manuel Neuer die unumstrittene Nummer Eins in der Nationalmannschaft, aber ich möchte möglichst bald in den engeren Kreis aufrücken.“

Timo Horn zeigt gegen Hoffenheim eine starke Leistung. (Foto: MV)

Timo Horn im DFB-Pokal gegen Hoffenheim. (Foto: MV)

Am liebsten durch konstant gute Leistungen im Effzeh-Trikot, das Horn nach dem Abstieg 2012 als neue Nummer eins in der Zweiten Liga erstmals als Profi trug und seitdem in einem umgekrempelten Klub den sportlichen Aufstieg entscheidend mitgestaltete. „Die Verantwortlichen haben eine homogene Truppe zusammengestellt und Wert daraufgelegt, dass die meisten Spieler deutsch sprechen“, sagte Horn und verriet ein erschreckendes Detail über die Mannschaft, die den Abstieg vor vier Jahren verantwortete. „Damals wussten manche Mitspieler nicht, was ‚Hintermann‘ bedeutet.“

Es gab keinerlei Teamgeist

Und weiter: „Es war damals wesentlich unangenehmer zu den Profis zu kommen, als heute“, beschrieb Horn die Grüppchenbildung unter den Trainern Soldo und Solbakken. „Es gab keinerlei Teamgeist. Stars wie Maniche, Petit oder Novakovic, die teilweise sehr eigenwillig waren, zeigten jungen Spielern klar die Grenzen auf“, so Horn. „Manchmal ging ich mit dem Ballsack auf dem Rücken und den Hütchen in der Hand vom Trainingsplatz und fragte mich, wie ich jetzt noch die Hürden tragen soll. Das hat sich total verändert. Heute packt jeder mit an.“ Auch das ist ein Grund, warum Horn trotz Ausstiegsklausel noch nicht über einen Abschied aus Köln nachdenkt.


Das könnte Euch auch interessieren: