Team Ingolstadt

Maschine Modeste, Horn mit Auge und Höger mit Musik

Der 1. FC Köln gewinnt mit 2:1 (2:0) gegen den FC Ingolstadt. Die Bundesliga-Tabelle führt den Effzeh auf Rang zwei. Kein Wunder, dass bei den Spielern der Geissböcke das Selbstvertrauen immer weiter wächst. Von Euphorie wollte aber keiner etwas wissen. Dafür war der Torjubel ein Thema. Die Stimmen des Spiels.

Köln – Nach dem Spiel waren sich Spieler und Verantwortliche nicht sicher, ob man angesichts der Partie fröhlich oder mahnend auftreten sollte. Klar, drei Punkte und die Tabellen sind die Fakten. Zudem ist der Effzeh saisonübergreifend seit zwölf Spielen ungeschlagen. Doch die fehlende Kaltschnäuzigkeit, die Unsicherheiten zum Ende des Spiels und auch Glück bei einigen Schiedsrichter-Entscheidungen sorgten nach der Partie auch für mahnenden Worte.

Über weite Strecken hat die Mannschaft einen tollen Job gemacht

Jörg Schmadtke: „Wir haben in der ersten Halbzeit mehr als souverän gespielt. Über 60 bis 70 Minuten war das richtig gut. Wir bewerten das, aber auch die nicht ganz so gute Schlussphase. An den schlechten Dingen werden wir arbeiten, aber ich werde die guten nicht verhehlen. Über weite Strecken hat die Mannschaft einen tollen Job gemacht. Überall wird etwas von den Bayern-Jägern geschrieben, das baut natürlich einen gewissen Druck auf die Mannschaft auf. Ich finde, dass sie damit über weite Strecken sehr gut umgegangen sind. Am Ende ist es nochmal schwer geworden. Aber das sind Entwicklungsprozesse, das dauert. Man darf auch mit einer scheinbar komfortablen Führung nicht zu früh in eine Lockerheit verfallen. Man muss das zu Ende spielen, und das muss man lernen. Da sind wir gerade dabei.“

Timo Horn: „Heute haben wir das Spiel von Anfang an in die Hand genommen. Wir waren sehr dominant und hatten viel Ballbesitz. Ingolstadt hat am Anfang sehr tief gestanden, nach dem 2:0 sind sie natürlich ein bisschen rausgekommen. Aber insgesamt wäre es sehr unverdient gewesen, wenn sie noch einen Punkt mitgenommen hätten. Am Ende haben wir es unnötigerweise spannend gemacht. Wir hätten vorher schon das dritte oder vierte Tor nachlegen müssen. Insgesamt war es aber ein verdienter Sieg. Das 1:2 lag nicht in der Luft, das war unnötig. In der letzten Wochen waren wir vorne sehr effizient mit unseren Chancen, heute sind wir ein bisschen schluderig damit umgegangen. Das war das einzige, was man kritisieren kann.“

Zu Cohens Lattentreffer: „Als Torwart hat man das ganz gut im Gefühl, welcher Ball rein geht und welcher nicht. Im Fernsehen sieht das vielleicht komisch aus. Bei Cohens Schuss war ich mir aber sicher, dass er nicht reingeht. (lacht) Natürlich war das eine gefährliche Situation, aber auch die einzige von Ingolstadt aus dem Spiel heraus.“

Jetzt fahren wir als Zweiter zum Top-Spiel nach Berlin

Frederik Sörensen: „Das mit der Verletzung (Sörensen erlitt eine Platzwunde nach 15 Sekunden und musste länger behandelt werden) war unglücklich. Aber so etwas passiert. Es tut noch weh, aber ich wollte unbedingt weiterspielen. Die drei Punkte sind für uns sehr wichtig. Am Ende wurde es noch hektisch, aber das waren wir selbst Schuld. In der zweiten Halbzeit müssen wir zwei, drei Tore schießen. Daran müssen wir arbeiten. Aber ich denke, das ist nur Kopfsache. Die Mannschaft muss noch wachsen. Jetzt sind wir Zweiter und fahren nächste Woche nach Berlin zum Top-Spiel. Darauf freuen wir uns. Letztes Jahr haben wir zweimal verloren, dieses Jahr müssen wir sie mal schlagen.“

Weiterlesen: Heintz über Modeste, Bittencourt und Höger über den Torjubel