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Modeste gibt Entwarnung: „Alles gut, nichts Schlimmes!“

Muss der 1. FC Köln am Samstag gegen den FC Ingolstadt 04 oder gar in den kommenden Wochen auf Anthony Modeste verzichten? Diese Frage schwebte am Dienstagnachmittag und -abend über der Domstadt. Doch es scheint, als habe der Franzose Glück im Unglück gehabt. Der 28-Jährige gab Entwarnung.

Köln – Selbst der FC Bayern München kennt das Gefühl: Ein Spieler wie Robert Lewandowski sollte sich besser nicht verletzen. Genauso wenig wie Pierre-Emerick Aubameyang bei Borussia Dortmund, Chicharito bei Bayer Leverkusen oder eben Anthony Modeste beim 1. FC Köln.

Modeste konnte nicht auftreten

Anthony Modeste verletzt am Boden. (Foto: GBK)

Anthony Modeste verletzt am Boden. (Foto: GBK)

Die besten Torjäger der Liga – und dazu gehört Modeste unwidersprochen seit seinem Wechsel zum Effzeh – sind kostbare Güter, die gerne als Lebensversicherungen bezeichnet werden. Ebenso gerne wird die Rechnung aufgemacht, wie viele Punkte weniger eine Mannschaft hätte, würde man ihre Tore abziehen. Eine Milchmädchenrechnung zwar – schließlich hätte an ihrer Stelle ein anderer im Sturm gespielt und die Chance gehabt, die Tore zu machen. Doch die Wichtigkeit eines echten Torjägers mit Selbstvertrauen und dem Wissen, aus jeder noch so kleinen Chance ein Tor erzielen zu können, ist eben doch kaum zu ersetzen.

Deswegen hofften sie beim 1. FC Köln, dass es Anthony Modeste nicht so schlimm erwischt hatte, wie es am Dienstagnachmittag zunächst ausgesehen hatte. Der Franzose war von Dominic Maroh im Zweikampf am Knöchel getroffen worden und zu Boden gegangen. Ein Schrei signalisierte bereits, dass dem 28-Jährige die Aktion gar nicht gefallen hatte. Doch Modeste blieb liegen und musste anschließend, von Betreuer Klaus Maierstein und Teamkollege Kocka Rausch flankiert und gestützt, vom Platz humpeln. Das schmerzverzerrte Gesicht und dass Modeste nicht auftreten konnte, ließen nichts Gutes erahnen.

https://twitter.com/AModeste15/status/785920386206760960

Stöger schiebt Gedanken an einen Ausfall von sich

Trainer Peter Stöger beendete die Einheit daraufhin und eilte zunächst, untypisch für den Österreicher, an allen Fans und Journalisten vorbei in die Kabine. Ein kurzes Gespräch mit Modeste, ein Check, wie es dem 28-Jährigen wirklich ging, erst dann kehrte Stöger zurück und erfüllte alle Autogramm-, Foto- und Interviewwünsche. „Irgendwo am Knöchel hat er Schmerzen, aber mal sehen“, sagte Stöger hinterher. Den Gedanken, ob Modeste ausfallen könnte, schob er aber noch von sich. „Ich denke nicht darüber nach, wer am Samstag spielt oder nicht. Wenn einer von meinen Jungs umfällt, tut es mir erst einmal leid für ihn.“

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