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Sportwetten: So sichert sich Köln bei den Spielern ab

Es war die Bundesliga-Meldung des Tages: Ivica Olic ist am Mittwoch vom DFB-Sportgericht wegen der Teilnahme an Sportwetten gesperrt worden. Der Stürmer des TSV 1860 kam noch glimpflich davon. Aber wie kann ein Verein so etwas verhindern? Was unternimmt beispielsweise der 1. FC Köln?

Köln – Ausgerechnet Olic, 37 Jahre alt, bekannt als Musterprofi, ein respektierter Altstar der Bundesliga, der es bei den Löwen noch einmal wissen wollte. Nun wettete er gemeinsam mit Freunden – ausgerechnet auf Spiele der direkten Konkurrenz, der Zweiten Liga.

„Wett-Radar“ als Folge des Hoyzer-Skandals

Dafür kassierte der Kroate nun eine Verbandsstrafe von 20.000 Euro sowie zwei Spiele Sperre. Der Verein will eine empfindliche Strafe obendrauf legen. Doch Olic hat noch Glück: Eine Wette auf eigene Spiele hätte wohl zu einer viel längeren Sperre geführt, wohl auch zur Entlassung bei den Löwen. Auch, wenn er angeblich nichts gewusst, nur seine Kreditkarte für die Wetten zur Verfügung gestellt hatte.

Genau über diese Kreditkarte hatten die Warnsysteme der Bundesliga ihn ermittelt. Im Zuge des Skandals um Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer hatten DFB und DFL einen Vertrag mit einem Unternehmen geschlossen, um einen „Wett-Radar“ einzuführen. Dieser sollte anschlagen, wenn verdächtig hohe Wetten platziert wurden. Auch eine Regelung sollte eingeführt werden, wonach die Daten von Kreditkarten mit den Namen von Bundesliga-Spielern abgeglichen werden konnten. So dürften die Kontrolleure Olic auf die Schliche gekommen sein.

Wie können sich andere Klubs wie der Effzeh schützen?

Wie aber kann sich in Verein wie der TSV 1860 – oder der 1. FC Köln – gegen ein solches Wetten der eigenen Spieler schützen? Kontrollieren die Vereine ihre Spieler? Wie schließt man Strohmänner aus? Oder ist alles nur halb so wild?

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