Stöger Ingolstadt

Stöger kritisiert Trainermarkt: „Es wird immer kurzlebiger“

Neun von 18 Bundesligisten haben seit dem 1. Juli 2016 ihren Trainer gewechselt. Die Hälfte der Liga vertraut auf neue Besen, auf neue Gesichter. Die Bilanz der Neuen ist schlecht. Ein Umstand, der auch Peter Stöger beim 1. FC Köln nicht verwundert.

Köln – Es war ein munteres Durchtauschen gewesen in diesem Sommer. Carlo Ancelotti zum FC Bayern, Markus Weinzierl zum FC Schalke 04, Dirk Schuster aus Darmstadt an Weinzierls Stelle zum FC Augsburg, Norbert Meier übernahm die Lilien, Ralph Hasenhüttl ging zu RB Leipzig, für ihn kam Markus Kauczinski aus Karlsruhe nach Ingolstadt.

Die Bilanz der Neuen ist verheerend

Nach sieben Spieltagen sind zudem Viktor Skripnik, Bruno Labbadia und nun auch Dieter Hecking Geschichte. Ihnen folgten Alexander Nouri, Markus Gisdol und – zumindest vorübergehend – Valerien Ismael. Der Erfolg lässt beim Großteil der Neuen noch auf sich warten. Augsburg, Darmstadt, Schalke und Ingolstadt – vor der Saison mit neuem Coach gestartet – stecken unten drin. Die drei ganz frischen Coaches haben ihre Arbeit gerade erst aufgenommen – im Tabellenkeller, natürlich.

Nur Carlo Ancelotti und Ralph Hasenhüttl, in beiden Fällen Trainer von Klubs mit ungleich anderen Möglichkeiten, sind erfolgreich in die Saison gestartet. Neue Besen, die gut kehren? Bislang ist die Bilanz der Neuen mau bis desolat. Peter Stöger gehört zu jenen Coaches, die das Treiben auf dem Trainermarkt kritisch beäugen. Nicht nur, weil er sich wie jeder Trainer einen stabilen Arbeitsplatz wünscht, sondern auch, weil viele Klubs ihre Konzepte mit jedem Trainerwechsel wieder über den Haufen werfen.

Dass die Trainerarbeit an einer Entwicklung gemessen wird, wird leider immer seltener

„Das versuche ich schon lange klarzumachen. Dass die Trainerarbeit an einer Entwicklung gemessen wird, wird leider immer seltener“, kritisierte der FC-Coach nach der Entlassung von Dieter Hecking in Wolfsburg. „Ich weiß, dass es immer kurzlebiger wird. Aber ich weiß auch, dass es zum Anforderungsprofil eines Trainers gehört, damit fertig zu werden.“

Weiterlesen – Stöger: „Wir haben langfristig etwas vor!“



  1. Daniel

    Recht hat er, der Pitter!
    Sollte für ihm aber nichts Neues sein. Schon in seinen ersten Jahr bei uns brauchte man in der 2 Liga beinahe Namenschilder um die Trainer nicht zu verwechseln :)

    Ansonsten: so what? Je verrückter sich das Karussell mit Trainerstühlen dreht, desto schwächer/instabiler machen sich die Konkurrenten selbst und desto besser für uns.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass Ehhzeh in diesen Strudel eingezogen sein könnten, steht bei Null.
    Ich tue mir ab und zu eine oder andere Vorstellung-PK, grinse bei den Floskeln immer breiter und genieße (nach Jahrzehnten) wie alle anderen FC-Fans den Ist-Zustand bei uns.


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