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„Wir haben die Schwächen der Bayern offenbart“

Der 1. FC Köln schafft es als erster Bundesligist in dieser Saison, dem FC Bayern München ein Bein zu stellen. Auch Manuel Neuer musste nach dem 1:1 eingestehen, dass der Rekordmeister am Rande einer Niederlage gestanden hatte.

München – Die Aussagen nach der Partie waren geprägt von den widersprüchlichen Halbzeiten, aber auch davon, dass die Kölner aus ihren Fehlern der ersten 45 Minuten lernten. „Die Bayern haben uns am Leben gelassen“, darin waren sich zwar alle einig. Aber: „Das war kein Dusel-Punktgewinn“. Die Stimmen zum Spiel.

Frederik Sörensen: „Wir waren in der ersten Hälfte nervös und haben nicht unser Spiel gespielt. Gegen Coman und Bernat hat man gesehen, dass wenn sie mit Tempo kommen, dass ich dann zu langsam war. Aber darauf muss man reagieren, und in der zweiten Halbzeit haben wir das besser verteidigt. In der Halbzeitpause haben wir besprochen, wie wir unser Spiel besser durchbringen können. Das haben wir dann in der zweiten Halbzeit gemacht, und mit dem Tor haben wir dran geglaubt, dass wir hier etwas holen können. Und deswegen haben wir dann auch verdient einen Punkt geholt.“

Wir wussten, dass Köln von solchen Situationen lebt

Matthias Lehmann: „In der ersten Hälfte haben uns der Glaube und der Mut gefehlt. Dann haben wir Fußball gespielt und uns etwas getraut. Wir kommen hier ja nicht her und spielen ein bisschen Hacke, Spitze, eins, zwei, drei. Dann gibt’s das Loch voll. Deswegen haben wir versucht, anders zu spielen. Dass der Punkt ein bisschen glücklich ist, darüber müssen wir nicht reden. Aber wir haben in der zweiten Hälfte gemerkt, dass was geht. Tony hat das mit seinen langen Gräten toll gemacht, und damit haben wir dann auch die zweite Luft bekommen. Und am Ende kann Simon Zoller auch noch das 2:1 machen.“

Manuel Neuer: „Wir müssen den Gegnern klar machen, dass hier nichts zu holen ist. Wenn wir zuhause 1:0 führen, dann dürfen wir den Gegnern nicht zeigen, dass noch was möglich ist. Wir hätten das Spiel am Ende sogar noch verlieren können. Wenn wir den Ball verloren haben, standen wir nicht gut. Wir wussten, dass Köln von solchen Situationen lebt, vom Umschaltspiel. Das hätten wir vermeiden müssen.“

Ich wollte das Tor machen, deswegen ist es enttäuschend

Simon Zoller: „Für die Mannschaft fühlt sich der Punkt gut an, aber für mich ist die Enttäuschung groß, wenn ich kurz vor Schluss alleine aufs Tor zulaufe. Ich wollte einfach das Tor machen. Deswegen ist es für mich etwas enttäuschend.“

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