Sörensen FCA

Der Effzeh beißt sich an Augsburg die Zähne aus

Der 1. FC Köln ist im Spiel gegen den FC Augsburg nicht über ein 0:0-Unentschieden hinausgekommen. Über weite Strecken war der Effzeh das deutlich bessere Team, doch trotz zahlreicher Gelegenheiten gelang es der Mannschaft von Trainer Peter Stöger nicht, den entscheidenden Treffer zu erzielen.

Köln – Die Geissböcke gingen als Favorit in die Partie. Nach dem Derby-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach war die Stimmung bei den Domstädtern berauschend, und auch vor der Partie feierten sich die FC-Fans noch als „Nummer eins am Rhein“. Gegen die Fuggerstädter wollte der Effzeh die nächsten drei Punkte holen. Doch trotz großen Engagements reichte es im ausverkauften RheinEnergieStadion nur zu einer Punkteteilung.

Moment des Spiels

In einem Spiel, in dem Marcel Hartel die größte Torchance vergab, blieb ein Moment in der 57. Minute in Erinnerung. Man möchte an Kölner Stelle hoffen, dass sie nicht weiter relevant bleiben wird. Denn Marco Höger lief nicht mehr rund. Schon in der ersten Hälfte musste der Sechser behandelt werden. Dann ging es für den defensiven Mittelfeldspieler plötzlich nicht mehr weiter. Die nächste Verletzung? Höger verschwand sofort in der Kabine. Es wäre ein weiterer, herber Rückschlag für die Geissböcke.

Das Spiel in zwei Akten

Der Effzeh startete stark, war sofort gut in die Partie und kontrollierte den Gegner. Die erste Großchance hatte Yuya Osako in der 11. Minute. Frederik Sörensen spielte den Japaner rund 20 Meter vor dem Augsburger Tor an, der Angreifer nahm den Ball stark mit, seinen Schuss konnte Torhüter Marwin Hitz jedoch parieren. Nur drei Minuten später bekam Anthony Modeste die erste Gelegenheit. Nach einer Flanke von Konstantin Rausch setzte der Torjäger seinen Kopfball knapp über das Gehäuse. Die Augsburger mussten bis zur 21. Minute warten, ehe sie ihre erste Möglichkeit bekamen. Einen Freistoß vom rechten Strafraumeck brachte Konstantinos Stafylidis gefährlich aufs Tor, Keeper Thomas Kessler konnte den Schuss jedoch wegfausten.

Im zweiten Durchgang war das Bild zunächst unverändert. Die Kölner gaben den Ton an, Augsburg stand tief und lauerte auf Konter-Möglichkeiten. Die fehlende Präzision vor dem Tor nahmen die Geissböcke auch mit in Hälfte zwei. Bis zum Strafraum spielten die Kölner gefällig, das entscheidende Zuspiel kam jedoch meist zu spät oder ein Augsburger kam dazwischen. In der Schlussphase wurden die ansonsten offensivschwachen Fuggerstädter mutiger. Auch, weil der Effzeh das Spiel aus der Hand gab. Marcel Hartel hätte in der 81. Minute zum Matchwinner avancieren können, sein Volleyschuss aus 14 Metern landete in Hitz‘ Armen.

Fazit

In einer kampfbetonen Partie waren die Domstädter über weite Strecken die bessere Mannschaft. Der FC erspielte sich deutlich mehr Torchancen und ließ in der Defensive nur wenig zu. Doch der Mannschaft von Peter Stöger gelang es nicht, das spielerische Übergewicht in etwas Zählbares umzumünzen. Auf der anderen Seite war den Augsburgern anzumerken, dass ihnen im Angriff einige Stammspieler nicht zur Verfügung standen. Erst zum Ende des Spiels trauten sich die Fuggerstädter mehr zu. So geht die Punkteteilung am Ende in Ordnung.

Das sagten die Trainer

So spielte der Effzeh

Kessler – Sörensen, Mavraj, Heintz, Rausch – Risse, Hector, Höger (57. Rudnevs), Zoller (65. Hartel) – Osako (85. Özcan), Modeste

Tore

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