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Wieder vertagt! Die Stadt lässt den Effzeh bis 2017 schmoren

Die Stadtverwaltung mit Henriette Reker an der Spitze lässt es offenbar darauf ankommen. Die Oberbürgermeisterin hat nun die Entscheidung über einen Ausbau am Geißbockheim ins Jahr 2017 vertagt. Das ließ die FDP durchsickern. Beim 1. FC Köln herrscht gefährliches Schweigen.

Köln – Die Nachricht kam am Donnerstagnachmittag. Die Freien Demokraten ließen wissen, dass die Vorlagen zum Geißbockheim-Ausbau von der Tagesordnung der Sport- und Umweltausschüsse genommen wurde. Diese hätten am Donnerstag tagen und damit die Grundlage für den Stadtentwicklungsausschuss am 15. Dezember legen sollen.

Kompromiss rückt in immer weitere Ferne

FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite erklärte laut „report-k.de“: „Die Posse um den Ausbau des Trainingsgeländes des 1. FC Köln für seine Kinder- und Jugendteams geht weiter. Völlig überraschend ist die Entscheidung über den Ausbau auf 2017 vertagt worden.“ Und weiter: „Nun ist es die Oberbürgermeisterin, die die Entscheidung hinausschiebt, indem sie die Beschlussvorlagen von der Tagesordnung nimmt.“

Der Effzeh bestätigte die erneute Verschiebung, ließ auf GBK-Nachfrage aber lediglich wissen: „“Wir haben den Vorgang zur Kenntnis genommen. Das Ganze spricht für sich, jeder weitere Kommentar erübrigt sich.“ Nun wird also offenbar nicht mehr am 15. Dezember über den Ausbau diskutiert, sondern erst am 9. Februar 2017. Eine weitere Verschiebung um zwei Monate, die beim 1. FC Köln für Entsetzen sorgt. Es wird immer offensichtlicher: Zwischen den Geissböcken und der Stadtverwaltung mit Henriette Reker an der Spitze gibt es scheinbar kein Verhältnis mehr. Ein Kompromiss in der Frage der Erweiterung im Grüngürtel rückt damit in immer weitere Ferne.


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  1. hapeen

    Zum wiederholten mal: Weg aus dem Grüngürtel.
    Einen Standort suchen der für die große Lösung, also inkl Stadion geeignet ist.
    Verarschen können wir uns selber nämlich besser, da brauchen wir die Stadtverwaltung Köln und unfähige Politker nicht für.
    Wäre es nicht so fürchterlich traurig, müsste man drüber lachen.

    • Pitter

      Ich kann absolut verstehen, dass sich der FC sehr schwer tut, nach Frechen, Hürth oder Pulheim umzuziehen. Ich halte es für richtig, dass man weiterhin versucht in Köln im Grüngürtel bleiben zu können.
      Trotzdem ist es sicherlich sinnvoll, jetzt schon mal nach Alternativen in den Nachbarstädten Ausschau zu halten. Bis man dort eine definitive Zusage erhält, schadet es aber nicht, es weiterhin in Köln zu probieren.

    • Nick

      „Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld, wer hat so viel Pinke-Pinke…“

      Nein im Ernst, wir sind doch finanziell zur Zeit einfach nicht in der Lage diesen Schritt zu gehen…bis wir da wieder das ganze Verfahren zum Bau durchlaufen haben, vergehen auch nochmal 5 Jahre oder länger, länger dauert die Klage der „Naturfreunde“ auch nicht…

      Das Rhein-Energie-Stadion ist ein schickes Stadion mit Ausbaumöglichkeit, an historisch gewachsenem Standort…alles ist eigentlich perfekt, bis auf die derzeitige Stadtführung, aber die wird ihren Denkzettel bei der nächsten Wahl auch erhalten…

      • Rheinländer

        Allerdings ist der Ausgang eines Gerichtsverfahrens eher ungewiss. Ich würde sogar bei der deutschen Verwaltungsgerichtsbarkeit behaupten das da Fussball gegen Naturschutz verliert. und dann steht man nach 5 Jahren immer noch mit leeren Händen da.

        Zusätzlich bedeutet das 3 -5 Jahre Stillstand am GBH – da der Flächennutzungplan auch das GBH umfasst kann dort in dieser Zeit kaum eine Glühbirne ausgetauscht werden – das ist dem meisten Leuten gar nicht bewustst

        Un der Beklagte ist die Stadt Köln, nicht der Effzeh – und über die Kompetenz der Stadt muss man ja keine Worte verlieren…

        Als Finazierung? FC soll einfach eine neue Anleihe für auflegen – da hat der schnell 15 Mios zusammen – behaupte ich mal

        • Nick

          Die auch zurückgezahlt werden müssten…das will man auch nicht immer mit einer neuen Fananleihe machen. Ein Trainingszentrum zu finanzieren, sollte aber auch nicht das finanzielle Problem darstellen…jedoch die große Lösung mit Stadion ist jetzt einfach nicht drin und würde auch von mir nie angestrebt werden.

          Die Stadt wollte doch mal den DFB nach Köln holen, auf die Jahnwiesen…dann würde ich da oder am Stadion schauen ob man dann nicht doch leider Profis und Jugend trennen müsste…

          Aber auch die Jahnwiesen sind ja Wiesen und im Grüngürtel…den DFB versucht man nach Köln zu holen…der FC kriegt nicht mal 3 weitere Plätze…

          • hapeen

            Nick und alle Vorredner,

            der jetzige Ausbau wird auch ohne jede öffentliche Beihilfe gestemmt.
            Wird das Stadion gekauft, kann das unter 100 Mios nicht gemacht werden, weil da EU Recht eine Rolle spielt.
            Die Finanzierung wird also so oder so ein Problem sein, aber halt auch immer durch Werte gedeckt sein.
            Die Sache ist aber einfach die, das man selbst bei der Verwirklichung der jetzigen Pläne doch schnell an Grenzen stößt.
            Der Verein kann nicht wachsen, wie er es möchte und gerne will. Schlimmer noch, der kleinste Umbau wird ein Riesenproblem werden, weil die Gegner jedesmal ein Riesenfass aufmachen werden.
            Da bereits mehrmals angekündigt wurde, das bei einem Ausbau geklagt wird, kann man keinesfalls sicher sein, das es zugunsten des FC ausgeht.
            Also, was geschieht nach einem jahrelangen Klageweg, der dann den Ausbau verbietet, oder mit solchen Auflagen versieht das er sinnfrei wird?
            Es spielt nur noch eine marginale Rolle, wer dafür ist, wichtig ist nur, das eben eine kleine aber sehr einflussreiche und laute grüne Minderheit absolut und massiv dagegen ist.
            Wir können im Endeffekt nicht gewinnen, wir werden selbst wenn wir gewinnen sollten verlieren an dem Standort.
            Also, warum nicht konsequent sein und sich jetzt und nicht erst in Jahren nach Alternativen umsehen?

          • Nick

            Du kommst mit 100mios aber bei Weitem nicht hin, wenn Du was vergleichbares wie das Müngersdorfer Stadion und dann ja auch noch grösser bauen möchtest. Der Grund kostet, die Erschliessung, Strassenbahnanbindung, Parkplätze…wenn dann noch drum herum paar Gebäude und Trainingsplätze entstehen sollen – >250mio denke ich aus dem Bauch raus…oder man macht grosse Abstriche – Wellblechhütte wie in Kackbach…die emotionalen Abstriche mal weg gelassen…Ich hoffe es geht im Grüngürtel und im Müngersdorfer Stadion…

            Wenn die Plätze im Grüngürtel so gebaut werden, haben wirso viele Plätze wie Bayern, auf Campus und Hotel verzichte ich gerne, denn eines zählt bei Immobilien am meisten – Lage, Lage, Lage… ;)

    • R.S.

      Sorry, aber das ist Quark!
      Bei der letzten OB-Wahl in Köln konnte man eh nur zwischen zwei politischen Null-Nummern wählen.

      Anders gesagt, es war ein „Pest oder Cholera“ Rennen gewesen. Wunderts dann einen, dass beide glorreichen Kandidaten vor der Wahl jedem alles erdenkliche versprochen hätten?

  2. Hannes

    Inzwischen ist es leider ein einziges Trauerspiel wie die Kölner Politik, im besonderen Frau Reker und die Grünen, mit dem FC und deren Erweiterungsplanungen rund ums GBH umgeht! Ich kann mir nicht erklären warum dem FC solche Steine in den Weg gelegt werden (widerholte Streichung von der Tagesordnung, Vorschlag eines völlig unsinnigen Kompromisses). Werden hier von Seiten der OB irgendwelche Machtspielchen geprobt?

    Der FC hat sehr frühzeitig und völlig transparent alle Beteiligten (im Stadtrat vertretene Parteien, Stadtverwaltung, Umweltorganisationen, Bürgerinitiativen, LVR, FC-Fans & Co.) über die Erweiterungspläne informiert. Mir ist es völlig unverständlich wie jetzt mit einem der traditionsreichsten Fußballvereine in Deutschland umgegangen wird! Will man in der (Sport-)Stadt Köln keinen Fußball-Erstligisten mit entsprechendem Nachwuchs-Leistungszentrum mit Spitzenförderung?

    Frau Reker sollte sich an die vom FC initiierte Podiumsdiskussion zu Sportpark und Stadion vom 11.08.2015 (vor der OB-Wahl) im GBH zurück erinnern.. dort hat sie sich klar FÜR den Ausbau ausgesprochen! Sofern Frau Reker FC-Mitglied sein sollte, kann sie sich ihre eigenen Worte bei FC-TV nochmal zu Gemüte führen.

    • Klappskalli

      Und in 5 Jahren ist sie hoffentlich schon lange wieder weg.
      Dann muss der FC das ganze Thema mal mit aller Deutlichkeit den Wahlberechtigten FC Mitgliedern nahe legen. So wie der FC sich auch ins Zeug gelegt hat, daß die Kölner überhaupt wählen sollen. Im Nachhinein leider die falsche Wahl. Und ob die Stimmen wegen der politischen Kompetenz oder aus Mitleid für diese Person abgegeben wurde bleibt mal dahingestellt.

    • ottla

      gerade vor dem hintergrund der am 11.08.2015 geäußerten statements, als es frau reker um die fc-nahen wählerstimmen ging, ist das ganze tatsächlich als skandalös zu betrachten. frau reker hat, das kann und muss man vor diesem hintergrund so klar sagen, SCHAMLOS GELOGEN, nur um an die stimmen zu kommen. das ist ganz und gar schäbig und betrug am wähler. ich verstehe nicht, warum bspw. der KSTA das nicht mal in dieser deutlichkeit festhält: dass das nichts anderes als WÄHLERTÄUSCHUNG ist!

      • R.S.

        Ob sie damals gelogen hat, oder jetzt keinen A**** in der Hose hat, zu dem Gesagten zu stehen, oder sich vorher mehr als eine Marionetten-Rolle im Rathaus vorgestellt hat, ist doch völlig egal :-(

        Auf die Kölner Politik kann man sich nicht verlassen. Egal wer da im Rathaus sitzt.

  3. Toni

    Was spricht eigentlich für den Standort Grüngürtel außer der Tradition? Eigentlich nicht viel!
    Der Zustand ist nicht Bundesligareif und der FC kann sich nicht so entfalten wie er es möchte und viel wichtiger, wie er es muss.
    Ich würde mich freuen wenn der FC dem Grüngürtel und der Stadt Köln den Rücken kehrt, damit der Club sich wieder dahin Entwickeln kann wo er vor 50 Jahren war. Damals hat uns jeder ums GBH beneidet, heutzutage sind Clubs wie RB, Hoffenheim und Freiburg an uns vorbeigezogen.
    Wir brauchen endlich ein ordentliches Jugend Nachwuchszentrum und bessere Bedingungen für die Profis. Diese werden wir aber in absehbarer Zeit nicht in Köln bekommen. Jede Kleinstadt Richtung Bergheim würde den FC doch mit Kusshand nehmen.

    Ich denke die Stadt Köln profitiert mehr vom FC als andersherum. Daher Verhandlungen Abbrechen und sich neu orientieren. Sonst könnte ein langer Streit zwischen Stadt und Verein ausarten.

    • Koelschlenny

      Ich verstehe immer nicht, warum es bipolar heißt jetziger Standort oder raus aus Köln. Auch in Köln gäbe es noch Alternativen (dennoch bevorzuge ich klar den jetzigen Standort. Aus Trotz in den Kreis BM zu gehen, wäre aus meiner Sicht ein großer Fehler. Nochmal, wir sind der 1. FC Köln und nicht der 1. FC westliche Vororte.


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