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Die Lehren aus der kurzen Winter-Vorbereitung

Die kurze Winter-Vorbereitung ist vorüber, der 1. FC Köln startet in die erste Pflichtspiel-Woche des Jahres 2017. Am Montag dürfen die Profis von Trainer Peter Stöger noch einmal durchschnaufen. Am Dienstag geht es dann um 15 Uhr los mit der Vorbereitung auf die Bundesliga-Partie beim 1. FSV Mainz 05.

Köln – Der Test beim RSC Anderlecht (1:1) am Samstag war noch einmal ein Prüfstein für die Geissböcke. Ein tiefer, weil regennasser Boden sorgte für zusätzliche körperliche Reize. Der Gegner, immerhin Champions-League-erfahren, machte es der Kölner Abwehr schwer. Und auch im Spiel nach vorne wollte Stöger noch mal einiges sehen.

Plus: defensive Organisation – Minus: Chancenverwertung

Ohne Tor in der Vorbereitung: Anthony Modeste. (Foto: GBK)

Ohne Tor in der Vorbereitung: Anthony Modeste. (Foto: GBK)

Nach den 90 Minuten von Anderlecht fiel das Fazit positiv aus – zum Spiel wie zur Vorbereitung insgesamt. „Es war ein guter Test gegen einen guten Gegner. Wir haben viel gezeigt, was okay war“, sagte Stöger. „Wir sehen, dass wenn wir Qualität im Passspiel haben, wir die Räume finden und die Möglichkeiten bekommen. Wenn wir uns zu lange Zeit lassen und attackiert werden, haben wir unsere Probleme.“ Mehrere leichte Ballverluste in der eigenen Hälfte hatten die Kölner häufiger als gewünscht vor dem eigenen Tor in Gefahr gebracht. Andererseits kamen gerade die Bälle in die Tiefe in der zweiten Hälfte deutlich häufiger an. Die Laufwege stimmten, nur der Abschluss hätte genauer sein können.

Drei Spiele bestritt der Effzeh, das 1:0 gegen Bochum und das 0:0 gegen Stuttgart waren jeweils in Hälfte eins sehr ansehnlich, ehe die vielen Wechsel die zweite Hälfte zu einem Graus verwandelten. In Anderlecht blieb das Niveau über 90 Minuten mehr oder weniger konstant hoch. „Das waren keine Aufbaugegner, sondern Mannschaften mit Qualität“, sagte Stöger, der vor allem mit der defensiven Organisation zufrieden sein konnte, deutlich weniger dagegen mit der Chancenverwertung. Von den nominellen Angreifern konnte sich keiner in die Torschützenlisten eintragen.

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  1. Koelschlenny

    Danke für diesen kommentierenswerten Artikel (da nur die letzten 3 Kommentare in der Leiste rechts landen, hoffe ich auf mehr Mitdiskutierer). Ich bin gespannt auf die Rolle von Klünter, Hartel, Guirassy und auch Risa in der Rückrunde. Und dass ich Clemens und Özcan hier nicht mehr nenne ist eigentlich für beide ein Ritterschlag, da sie ihre Rolle schon gefunden haben.

    Dennoch sollten wir zusehen, dass wir die 16 Punkte bis zum Klassenerhalt zügig und unbeirrt einfahren und dann schauen wir mal, ob der Kalender Februar, März oder April zeigt.

    • R.S.

      Ich hoffe sehr, dass Klünter und Hartel genug Chancen bekommen, sich im Spiel zu präsentieren. Bei so jungen Spielern, ist doch die Spielpraxis und damit die wachsende Routine entscheidend. Gut im Training reicht nicht. Leicht wird es für sie nicht, weil die Stammelf ohne Verletzungen zu 90% feststeht. Mal sehen …

      Über Clemens braucht man nicht zu grübeln :) Beim Özcan … Ja, einen Platz in Kader hat er. Unbestritten. Aber ob er seine Rolle schon gefunden hat, bzw. ob sie schon fest steht?
      Ich bin gespannt wie sein Spielstil sich mit der wachsenden Einsatzminuten entwickelt. Im Moment sieht man noch oft ein erfrischendes „Jugend forscht“ aber was kommt danach?

      Bei Guirassy und Risa ist, glaube ich, noch bisschen mehr Zeit nötig. Ob sich die Beiden schon in der Rückrunde zeigen können? Ich rechne mit kurzen Schnupper-Minuten, mehr nicht.

      Zu Jojic: Dass es sich alle Beteiligten anders wünschen ist klar, aber auch ich fürchte, es passiert nichts Neues was dauerhaft wäre. Schade, aber nicht zu ändern.

  2. Klio

    Was man so mitbekommen hat von der Vorbereitung und den Testspielen, hört sich nicht schlecht an. Neben Klünter, Hartel, Guirassy und Risa bin ich aber auch darauf gespannt, welche Rolle Jojic spielen wird. Gegen Anderlecht soll er sich gut geschlagen haben. Wenn da der Knoten platzen würde, wäre das eine richtig gute Nachricht.


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