Fans Leipzig

Effzeh-Ultras bleiben dem Auswärtsspiel in Leipzig fern

Diverse Fan-Gruppierungen des 1. FC Köln haben am Freitag bekannt gegeben, dass sie die Geissböcke im Auswärtsspiel bei RB Leipzig nicht vor Ort unterstützen werden. Das teilte der Südkurve 1. FC Köln e.V. am Freitag mit.

Köln – Im Auswärtsspiel am 25. Februar in Leipzig müssen die Effzeh-Profis auf die Unterstützung weiter Teile ihrer Fanszene verzichten. „Verschiedene Fanclubs und Gruppen, dazu gehören unter anderem auch die Ultragruppierungen, werden nicht zum Auswärtsspiel nach Leipzig fahren und somit in Köln bleiben“, gab die Fan-Vereinigung bekannt. Andere Fanclubs und Gruppen würden dennoch nach Leipzig reisen.

Wir möchten generellen Protest gegen RB Leipzig erneut zum Ausdruck bringen

Die Entscheidung fiel nach diversen Gesprächen in der Fanszene sowie im Austausch mit der AG Fankultur. Nach den weitreichenden Protesten vor und während des Heimspiels gegen RB am 5. Spieltag inklusive Sitzblockade vor dem RheinEnergieStadion und Ausschreitungen zwischen Südkurve und Gästeblock nun also der Boykott des Auswärtsspiels beim Aufsteiger.

„Auch, wenn wir innerhalb der Südkurve 1. FC Köln viele verschiedene Meinungen haben, wie der kommende Karnevalssamstag zu gestalten ist, so möchten wir generellen Protest gegen RB Leipzig erneut zum Ausdruck bringen.“ Jene Fans, die an dem Karnevalswochenende in Köln bleiben werden, wollen sich jedoch in der Domstadt organisieren und das Spiel gemeinsam verfolgen.

Wie denkt Ihr über den Protest? Diskutiert mit!



  1. Alex

    Leider nutzt diese Aktion gar nichts und tut nur dem Effzeh weh.
    RB Leipzig wird sich sicherlich nicht aufloesen, nur weil die Fans anderer Vereine das fordern.
    Finde ich RBL gut? Nein, das Konzept ist sicherlich nicht „sportlich“, aber es funktioniert, sportlich und finanziell. Der Verein steht nicht ohen Grund auf Platz zwei.
    Diese Entwicklung werden die Fans nicht aufhalten koennen.

    • Hans

      @ALEX Ich finde dein Kommentar hat es am besten auf den Punkt gebracht. Das Konzept ist nicht „sportlich“ – der Verein ist ja nicht aus eigener Kraft aufgestiegen – er ist ein künstliches Produkt von RB. Trotzdessen funktioniert es ja – die stehen ja nicht umsonst da wo sie gerade sind. Ich finde die Boykottaktion kommt einer Neiddebatte am nächsten. Nichtsdestotrotz ist ein Auswärtssieg gegen RB Pflicht. Es gibt stärkere Gegner als Leipzig.

      • R.S.

        Das Fiese dabei ist, dass das künstliche Produkt vor allem deswegen so gut funktioniert, weil es etliche Fehler und Schwächen der Konkurrenz ausnutzt, bzw. sie einfach nicht hat oder nicht macht. Der Umgang mit Geld ist nur ein Punkt von vielen …

        • HANS

          Weitaus fieser ist das sich die ganze Bundesliga hat medial und psychologisch hat lähmen lassen durch das Kunstprodukt RB – man hat ja förmlich ein Monster erschaffen. Genau das geistert in den Köpfen der anderen Vereine – das ist die mentale Schwäche die RB ausnutzt. Alle anderen Mannschaften tun ja so als träten sie gegen den Rekordmeister an…ein Witz!

  2. DeSchnüss

    Ich war heute morgen schon in diversen FC-Foren unterwegs und wie üblich pisst man sich dort gegenseitig (Boykott-Gegner und -Befürworter) ans Bein. Dann schaue ich neidvoll zu Union Berlin, die es tatsächlich mit 15.000 zum Pokalspiel nach Dortmund gebracht haben und bedaure es zutiefst, dass die Anhängerschaft des glorreichen FC zu solchen gemeinsamen Aktionen nicht in der Lage ist. Wäre es nicht grandios, mit 15.000 Fans nach Leipzig zu fahren und dort mal so richtig die Plörre zum Schäumen zu bringen? Oder von mir aus auch ein totaler Boykott, wenn ihn denn auch wirklich alle tragen? Oder vielleicht mal die Mannschaft fragen, was sie sich wünscht? Die Ultragruppierungen bleiben aber in Aktionen, Ein- und Ansichten elitär. Das bleibt ein Kernproblem in Köln und wenn sich da nichts ändert, überholen uns andere, nicht nur finanziell und sportlich, sondern auch beim Support.

  3. Nick

    Als ob dieses Spiel nicht schwer genug werden würde. Jetzt die Mannschaft noch ohne wichtige Unterstützung dorthin zu schicken, finde ich nicht gut. Aber ist ja nicht meine persönliche Entscheidung…muss man halt so akzeptieren.

    Man könnte jetzt hoffen, dass genug „normale“ Fans hinfahren und die Mannschaft lautstark unterstützen, aber das hat leider schon 50km entfernt in Gladbach nicht geklappt – 800 Leute waren da – hätten durchaus mitsingen können, auch wenn man auswärts mit einem Tor hinten liegt und unten jemand steht den man nicht kennt. Die Gladbacher habens vorgemacht – die waren ohne Ultras beim Boykott-Derby lauter, als beim Risse-Gedenk-Derby letztes Jahr mit Ultras…

    Nach Leipzig (500km) fahren dann wohl auch nicht mehr als 3 Busse – es wird Trauerspiel werden. Sooo schlecht unterstützen die Leipziger RB auch nicht. Dann stehste da mit paar 100 Mann im Gästeblock, kriegst keinen vernünftigen Support aufgebaut…dass tue ich mir nicht an…dann guck ichs auch in Kölle…

    Wenn doch noch ein größerer Zusammenschluss von Gruppen hinfahren möchte, dann sollen diese das bitte MERKLICH kundtun, dann schließe ich mich gerne an und unterstütze meinen Verein nach all meinen Kräften!

    • RGB

      @Nick… dein Kommentar tut schon richtig weh… Hast eh kein Geld um nach RB zu fahren… schau Sportschau, denn für SKY reicht deine Kohle auch nicht,….

      • Nick

        Fühlste Dich angesprochen? Warste auch nicht in Gladbach? Dann hats ja den richtigen getroffen…aber „im Trainingslager mit der Kohle um sich werfen“. Mist diesen Winter ist gar keins, sonst wäre ich um Dich rum gelaufen und hätte es eingesammelt, um mir den Tripp nach „RB“ – wo immer das auch ist, zu finanzieren…Mit der Sportschau wird das so auch nix, GEZ is zu teuer…geh in ne Kneipe, es paar Salzstangen, wenn mich einer anspricht, bestell ich zur Not ein kleines Glas Wasser…oder…Du hilfst mir! Ich könnte im Gegenzug Dir helfen, Deine kleine Anredeschwäche „du“, „dich“ usw. endlich mal abzustellen…

  4. schmiddel1111

    Ich habe KEINERLEI Verständnis für diese Aktion.Fahren wir demnächst auch nicht mehr nach Hamburg und essen keine Kühne Gurken mehr?Nicht mehr nach Hoffenheim und boykottieren SAP Systeme? usw
    Die angeblichen Fans,die sich Ultras nennen sind nur noch selbstverliebt.Ihnen geht es nicht mehr um unseren FC sondern nur noch um ihre Selbstdarstellung ,Ego und Verbreitung ihres „Produkts Fankultur“.
    Liebe Ultras: Damit seit ihr auf Augenhöhe mit Herrn Mateschitz und keinen Deut besser als der ,den ihr kritisieren wollt.
    Come on FC

    • Nick

      „Die Ultras“ sind maximal 1000 Leute…wenn die bei 4500 Auswärtskarten in Leipzig nicht mitfahren, müssten trotzdem 3500 andere den Weg hin finden und den vermeintlichen „Herzensclub“ anfeuern und nach allen ihren Möglichkeiten unterstützen. Das passiert aber nicht – die Frage ist – WARUM???

      Alle schimpfen bei sowas auf die Ultras, kriegen aber Ihren Arsch dann nicht 50km weit nach Gladbach und die die da waren, vergessen beim Stande von 0:1 warum sie eigentlich nochmal hingefahren waren…Dann einfach die Fresse halten und die Boykott-Entscheidungen der Gruppen respektieren.

      • R.S.

        Ich habe es mir längst abgewöhnt, irgendwohin zu fahren. Genauer gesagt „die heldenhaften Ultras, die sich den A*** für ihren Herzensklub aufreißen“ haben es mir abgewöhnt. Und das sind Spiele gewesen, bei denen es darum ging, die Abstiege zu verhindern oder Aufstiege anzufeuern! Na ja … egal. Besser ein Boykott, als etwas wofür der FC irgendwelche Strafen in Kauf nehmen müsste.

        Der Mateschitz kommt sicherlich auch so ins Grübeln ;-)

        • Nick

          Ja, aber…wenn die Ultras auswärts mitfahren (wie gesagt etwa max. 1000 Leute) dann fahren auch alle anderen und der Block wird voll. Jetzt fahren 1000 Leute nicht und deswegen fahren dann 3000 andere Leute auch nicht??? Klar, die Stimmung / Support ist leider ohne diese 1000 Mann im Arsch (Warum eigentlich???) und das macht vielen das Erlebnis Auswärtsfahrt leider kaputt – mir u.a. auch – weil, ich brauch nicht 500km weit fahren, um dann nur den Mund aufzumachen, um die Leipziger Stadionwurst rein zu bekommen und dann wieder nach Hause zu fahren.

          Aber wo ist denn unsere glorreiche Rest-Fanszene??? Leider muss man zugeben – ohne Ultras geht leider nicht mehr viel bei uns… Das Boykott-Derby in Köln war heimtechnisch doch ausverkauft und was ist bei rumgekommen? Leider nicht viel…Warum, warum, warum??? Die Presse sprach vom „Geister-Derby“. Warum kriegen wir glorreichen tollen Fans, nichts mehr ohne die Ultras hin? Da zerbrech ich mir echt den Kopf drüber…

          Warum gehen viele Leute in die Südkurve – alle Blöcke außer S3 und die unteren Bereiche von S4, stellen sich da hin und verfolgen schweigend und mit weeeenigst Emotionen das Spiel. Da geht kein Arm nach oben, nichts…sind die nur da, nur weil das der billigste Platz im Stadion ist???

          Warum verlassen sooo viele Leute letztes Jahr, beim Stande von 0:3 gegen Schalke, mitte der zweiten Halbzeit die Südkurve – da ging ein richtiger Strom raus. Das kann man in meinen Augen auf der Tribüne machen, aber nicht in der Südkurve. Da heißt es – jetzt erst recht!

          Das ist echt traurig. Ich bin KEIN Ultra und ich will auch keiner sein. Aber wir müssen uns mal klar werden, wenn die Öffentlichkeit über die tollen stimmungsvollen Kölner Fans berichtet, dann sind das nicht „wir 44.000“, dann sind das genau die 1000 Leute die jetzt wieder boykottieren und niemand springt dafür in die Breche und versucht diese Leute, die er evt. oftmals kritisiert hat zu ersetzen…Warum nicht?

          Ich find das echt traurig…eigentlich beschämdend…

          • R.S.

            Übertreibe nicht!
            Die Kurve ist gut, aber so unersetzbar sind die Ultras auch nicht. Mindestens nicht in Köln. (Wink nach Hannover an dieser Stelle!) Hände hoch zu reißen auf Kommando von der Brücke macht man, oder auch nicht. Das alleine ist doch kein Zeichen von Support. Ich war im Stadion als die Wilde Horde & Friends nicht da waren! Kein Drama, wirklich!

            Ich bin übrigens froh, dass wir in Kölle Karnevalslieder samt „et Trömmelche“ haben, sonst wären von unserer Kurve auch nur noch paar Silben in einer Dauerwiederholung übrig (Wink nach Schalke!)

          • Nick

            „Ich war im Stadion als die Wilde Horde & Friends nicht da waren! Kein Drama, wirklich“ – bei welchem Spiel? Und in welchem Jahr?

            In keinem der boykottierten Derbys hat die Kölner Seite etwas hinbekommen, das man als „Support“ bezeichnen konnte. Und als S3 und S4 gesperrt waren, waren doch etliche Ultras in den Nebenblöcken, ob mit oder ohne gültiger Karte…die Blöcke waren doch restlos überbelegt…

            Neon ehrlich, diese Abhängigkeit von den Ultragruppen haben sicher viele Kurven. Ich dachte auch bis letztes Jahr, das wäre bei UNS tollen Fans anders…ist es leider nicht.

    • Pitter

      Der Vergleich mit Hoffenheim oder Hamburg hinkt aber gewaltig! Auch wenn die dortigen Finanzierungsverhältnisse äusserst kritikwürdig sind, wurden diese Vereine jedoch nicht von SAP bzw. von Kühne + Nagel International AG gegründet (und erst recht nicht von einem Gurken-Händler!).

      Grundsätzlich finde ich es sehr gut, wenn gegen dieses Projekt aus Leipzig ein deutliches Zeichen gesetzt wird. Ein Boykott des Spieles schadet jedoch nur unserer eigenen Mannschaft, die im Spiel weniger Unterstützung erhält.

  5. Jorgos

    Finde nicht passend das spiel zu boykottieren bringt ja ehe nichts ausser das unsere Mannschaft nicht unterstützt wird in einen sehr schwierigen spiel…statt Boykott lieber 5.000 mehr anreisen und zeigen was Tradition verein bedeutet und leibe zu den Verein..wäre besser wenn die nächsten mal in kölle kommen die tickets 150€ teuer machen geld haben die ja dann hatt der fc auch was davon aber nicht hingehen finde ich lächerlich….com’on fc

  6. Koelschlenny

    Ich habe vollstes Verständnis für die Aktion. Nachdem weder aus der Geschäftsführung noch aus dem Mitgliederrat kritische Fragen beantwortet werden, muss man eben sehen, welchen Anspruch man an Fankultur hat. Das sieht man im Übrigen auch an der Sitzblockade. Früher gab es sowas (zivilen Ungehorsam) alle Nase lang und die Leute haben sich davontragen lassen dürfen. Heute nimmt der Bus eine andere Einfahrt und hinterher stimmt man noch dem Leipziger Marionettenchef zu, dass das unangebracht gewesen sei. Natürlich kann man damit nichts ändern. Aber jeden, der sein sauer verdientes Geld lieber nicht an RBL für eine Karte zahlt, kann ich vollends verstehen.

    • R.S.

      Mooooment mal … Ich stimme bei vielen Aspekten zu, aber hier?
      1. Die Sitzblokade: Schon den Kommentar von W. Spinner vergessen? Dass man damit freiwillig eine Angriffsfläche geboten hat, die gegen FC mit Vergnügen genutzt worden ist?

      2. „welchen Anspruch man an Fankultur hat“ Hat nicht zufällig diese „Fankultur“ selbst irgendwelche Ansprüche? Dass man sie als sehr wichtig in den Medien betrachtet, zum Beispiel? Oder dass sie in der aktuellen Form der einzig wahren Support liefert?

      3. Das Geld an RBL muss jeder einzelne nicht zahlen, wenn er es nicht will! Das ist aber nicht das Thema! Es geht hier doch darum, dass es lächerlich ist, daraus eine Tamtam-Aktion zu machen und auf die Wirkung in den Medien zu hoffen! Weil diese gar nicht hilft. RB zieht sich aus der BuLi nicht zurück, Mateschitz tritt von lauter Frust nicht zurück, Tickets für Fünfkommafünfzig in Leipzig bekommt man demnächst auch nicht … Was bringt das denn? Das Gleiche wie die Sitzblokade: Ein Angrifffsfläche gegen FC. Diesmal eine andere als damals.

  7. KoelscheJ00ng

    Diese Aktion bringt nichts und ist sinnlos. Und worüber beschweren sie sich eigentlich? Das ein Verein in einer strukturschwachen Gegend aufgebaut wird und durch geschicktes Einkaufen sich nach vorne bringt? Einfach mal den anfänglichen Höhenflug einer solchen Mannschaft abwarten. Und ich würde es ja verstehen wenn da eine Mannschaft stände, die aus den Konkurrenten zusammen gekauft wurde,aber dem ist nun mal nicht so. Also bitte nicht so lächerlich neidisch sein und vielmehr den eigenen Verein unterstützen. Den Ultras geht es (wie auch schon andere Kommentare schrieben), nur um Medienwirkung. Sie verstehen halt auch keine wirtschaftlichen Zusammenhänge, an denen aber gerade so ein Verein wie unser FC interessiert ist…

    • Pitter

      Hast du dich jemals ernsthaft mit dem Projekt aus Leipzig bzw. dessen Kritikern auseinandergesetzt? Die Leute beschweren sich, weil dieses Projekt lediglich aus Marketing-Gründen von einem Dosen-Konzern gegründet wurde. Im übrigen kauft dieses Projekt deutschlandweit der Konkurenz die guten Jugendspieler weg, um sie dann als eigene Jugendspieler vermarketen zu können – auch wenn diese gerade mal seit einer Saison in Leipzig sind…
      Den FC-Fans Neid vorzuwerfen ist so ziemlich das lächerlichste überhaupt. Worauf sollen wir bitte neidisch sein? Dass unser Wappen keine Werbung enthält? Dass unser Name keine verkappte Werbung für ein Produkt ist?
      Wo ich dir aber Recht geben muss, ist dass der Höhenflug dieses Projektes wieder vorbeigehen wird. Sobald die Östereicher einen Premier-League-Club kaufen, wird Leipzig ohnehin nur noch das Farm-Team von diesem werden. Dann wird Leipzig dasselbe Schicksal ereilen wie Salzburg. Trotzdem halte ich Protest für sehr wichtig, da er möglicherweise dazu beiträgt, andere Großkonzerne davon abzuhalten, ebenfalls Fußball-„Vereine“ zu gründen. Ein Boykott des Spiels ist meiner Meinung aber kein guter Protest.

      • R.S.

        Dass es „möglicherweise dazu beiträgt, andere Großkonzerne davon abzuhalten, ebenfalls Fußball-„Vereine“ zu gründen“ kann man ausschließen. Und ich sage lieber nicht warum, sonst werde ich unhöflich. Und zwar nicht den anderen Großkonzernen gegenüber! ;-)

        Wenn schon protestieren, dann warum zum Kuckuck fahren die Ultras stattdessen nicht nach Frankfurt? Dort könnte man durchaus, bei dem anderen Großkonzern nachfragen, wieso er so ein „Projekt“ zulässt und die eigene 50+1 Regel ins Lächerliche ziehen lässt!

        • Pitter

          Ich frage mich, was genau du für Quellen hast, dass du meinst, sowas ausschließen zu können…
          Ich selbst bin nicht im Marketingbereich tätig. Mein Schwager arbeitet jedoch in der Marketingabteilung eines größeren deutschen Unternehmens (wenn auch mit deutlich geringeren Werbeausgaben als beim östereichischen Getränkehersteller). Dort unterstützt man ebenfalls den Sport, wenn auch keinen Fußball. Laut seiner Aussage betrachtet man dort sehr interessiert den Werdegang von Leipzig. Sein Unternehmen würde – zumindest laut seiner Aussage – jedoch niemals so stark polarisieren wollen, da man befürchtet, (potentiellen) Kunden vor den Kopf zu stoßen. Für sie ist Leipzig bereits ein absolutes Negativbeispiel.
          Besagter Dosenkonzern lebt von Polarisierungen, deshalb scheint ihn das nicht zu stören. Auf einen Großteil der deutschen Konzerne trifft sowas jedoch nicht zu. Ob bzw. wie viele Großkonzerne sich von den Protesten abhalten lassen, ist natürlich schwer abzuschätzen – zumal bisher wohl noch nicht viele überhaupt Pläne hatten, einen eigenen „Verein“ zu gründen. Ich kann aber auf jeden Fall ausschließen, dass die Proteste gegen Leipzig potentielle Nachahmer völlig kalt lassen würden.

          Den DFB scheint die Meinung der Fans ohnehin ziemlich egal zu sein, wenn nur die Umsätze in den deutschen Profi-Ligen groß genug sind. Ein Protest dort dürfte somit noch deutlich weniger bringen.
          Aber ich bin kein Ultra, daher weiß ich auch nicht, was genau deren Beweggründe sind. Ich selbst schaffe es zeitlich nur zu sehr wenigen Spielen. Die einzige Form des Protestes, die mir bleibt, ist der Boykott des Getränkes. Früher habe ich es öfters mal getrunken, inzwischen trinke ich nur noch die Alternativen. Genauso wie viele andere in meinem Bekanntenkreis auch. Das ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, macht mir aber trotzdem Spaß. Und wieso sollte ich auch ein Produkt unterstützen, was dazu beiträgt, mir den Spaß am Fußball zu nehmen?

          • BG

            Im Gegensatz zu vielen anderen Großunternehmen ist RB Sport allgemein noch sehr verbunden. Sie unterstützen und fördern auch Randsportarten und gibt ihnen eine Plattform. Das kann man von SAP zb nicht wirklich behaupten… Daher finde ich auch, dass sie noch am ehesten was im Fussball zu tun haben. Das eigentliche Probleme ist ja viel internationaler. Die Aufkäufe im Ausland (Spanien und vor allem England) machen den Fussball kaputt.

  8. BÄRBELCHEN

    Die meisten Dritt- und Zweitligisten haben den gleichen Streit über Protestformen innerhalb ihrer Fangruppierungen schon geführt. Grundsätzlich ist jeder Protest Aufmerksamkeit. Damit kann der Sache gedient sein oder er ihr schadet ihr. Was wie wirkt, wird sich erst langfristig zeigen. Die wirksamste Form des Protests scheint mir noch der Verzicht auf den Konsum des Produktes und seiner Medien.

  9. dfbjolle

    Hier ein Appell an alle waren Fans. Die Mannschaft braucht die Unterstützung beim Auswärtsspiel in Leipzig. Also las uns das Stadion füllen und den 1. FC Köln anfeuern. Außerdem können wir vor dem Spiel in der Innenstadt bei der Thomaskirche ein Frühkölsch trinken.
    Come in FC


Schreibe einen neuen Kommentar