Modeste Mainz

Modeste alleine reicht nicht: Stürmer braucht Hilfe

Der 1. FC Köln ist torlos, aber zumindest mit einem Punkt in das neue Jahr gestartet. Das Auswärts-Unentschieden beim 1. FSV Mainz 05 zeigte, dass die Defensive sattelfest aus der Winterpause gekommen ist. Offensiv hakte es aber noch. Leidtragender war Anthony Modeste.

Köln/Mainz – Die Analysen der beiden Trainer am Sonntag ähnelten sich. Martin Schmidt erklärte, der Effzeh habe mit einer Dreierkette und zwei Sechsern davor das Zentrum derart verdichtet, dass es schwer gewesen wäre, in den Strafraum zu kommen. Und auch Peter Stöger hob hervor, dass die Geissböcke es hätten über die Außen versuchen wollen, weil durch die Mitte kaum Platz gewesen sei.

Gesucht: Mehr Leute mit Torgefahr neben Modeste

Für die Kölner ergab sich dadurch allerdings ein Problem: Anthony Modeste befand sich im Sturmzentrum allein auf weiter Flur. Yuya Osako mühte sich auf der linken Seite ab, Christian Clemens auf rechts. Der Franzose dagegen blieb ohne jegliche Unterstützung in der Mitte ein Gefangener der zahlreichen Mainzer Gegenspieler. Ein Kopfball unmittelbar vor der Halbzeit, mehr konnte Modeste nicht verzeichnen.

Darin waren sich nach dem Spiel alle einig. „Wir sind ganz gut durchgekommen, haben über die Außen einige Bälle ins Zentrum gebracht, aber es gab zu wenig Unterstützung für Tony in der Mitte“, resümierte Stöger. Dominic Maroh hatte es von seiner Position in der Defensive ähnlich gesehen. „Unsere Organisation hat gepasst. Aber wir müssen mehr Leute um Tony herum in die Box bekommen, die Torgefahr ausstrahlen können“, so der Routinier. „Das brauchen wir, das müssen wir uns erarbeiten.“

Die letzte Überzeugung im letzten Drittel des Gegners

Der Effzeh kam zwar auf 56 Prozent Ballbesitz, gewann starke 54 Prozent der Zweikämpfe und brachte es auf 80 Prozent Passquote. Doch die entscheidenden Pässe kamen nicht an. „Für ein Auswärtsspiel können wir mit dem Ergebnis gut leben“, sagte Sportchef Jörg Schmadtke, legte danach aber den Finger in die Wunde: „Was noch kommen muss, sind die Präzision und die letzte Überzeugung im letzten Drittel des Gegners.“

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