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Bestätigt: DFB leitet Verfahren gegen Modeste ein

Jetzt ist es klar: Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes ermittelt gegen Anthony Modeste. Der Stürmer des 1. FC Köln hatte im Spiel des Effzeh gegen den SV Darmstadt 98 Gegenspieler Aytac Sulu mit der Hand im Gesicht getroffen.

Köln – Wie der 1. FC Köln mitteilte, bestehe laut DFB der Verdacht, dass Modeste seinem Gegenspieler absichtlich mit der rechten Hand ins Gesicht geschlagen habe und sich damit eines „krass sportwidrigen Verhaltens“ schuldig gemacht habe. Anthony Modeste ist zu einer Stellungnahme aufgefordert worden.

Kampka bestreitet die Szene gesehen zu haben

Zudem ließ der Klub wissen, dass Schiedsrichter Dr. Robert Kampka gegenüber dem Kontrollausschuss erklärt habe, die Szene nicht gesehen zu haben. Nur deswegen konnte der Kontrollausschuss überhaupt ein Verfahren einleiten. Brisant ist diese Aussage deswegen, weil Kampka fünf Meter vom Geschehen entfernt stand und die Szene unmittelbar vor ihm stattfand.


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15 Kommentare

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  1. Christoph Kuckelkorn

    Absolut unmöglich… Ich erinnere mich an etliche gleichwertige Situationen und da wurde nicht ermittelt (Abraham diese Saison oder Ribery etliche Male).
    Und der Schiedsrichter will es nicht gesehen haben? Er war nur 5 Meter entfernt mit Blickrichtung des Zweikampfes. Wie will er die Situation NICHT gesehen haben?! Er hat den Zweikampf definitiv gesehen, aber vlt. die vermeintliche Tätigkeit von Modeste nicht. Somit hat er die Situation bewertet und das Spiel weiter laufen lassen. Im Nachhinein kann man ja jetzt alles behaupten… Ich weiss auch nicht wie man da zweifelsfrei eine Absicht von Modeste erkennen soll. Wäre dann schon sehr an dem Haaren herbei gezogen. Im Zweifel immer für den Angeklagten. Alles andere wäre pure Willkür und sollte nicht akzeptiert werden.

    • Simon

      Wenn man sich das Bild zu dem Artikel anschaut, kann man deutlich erkennen, dass aus der Sicht des Schiedsrichters die Hand von Modeste im Gesicht des Gegenspielers nicht zu erkennen ist. Der Schiedsrichter hat es in der Situation als nicht strafwürdig angesehen, hätte er für die Situation foul gepfiffen oder eine Karte gegeben, wäre es ein Tatsachenentscheid, der nicht widerlegt werden kann. Weil er die Situation nicht gepfiffen hat bedeutet dies nicht, dass er sie bewertet hat. Daher kann der DFB nun ermitteln. Und wenn der Schiedsrichter den Ball verfolgt sieht er die Situation maximal aus dem Augenwinkel.
      Ich finde Modeste ist hier sehr schwer eine Absicht zu unterstellen. Klar trifft er Sulu im Gesicht, aber da gab es auch schon andere (französische) Kirmesboxer, die dann in der 11 des Tages standen trotz „krass sportwidrigen Verhaltens“.

      • Nick

        Also, aus dem „Augenwinkel“ sieht der Schiri, den Abwehrspieler am 16er…der hat doch total freie Sicht. In der Geschwindigkeit ist es für ihn ja auch schwer zu erkennen, es hat ja auch keiner in normaler Geschwindigkeit am TV gesehen, oder?

        Kein Vorwurf an den Schiri, aber für mich ist das eine Bewertung und zwar als „kein Foul“.

        Modeste zieht natürlich den Arm merkwürdig durch, ich denke am Ende im Affekt, aber wenn er ihn tatsächlich voll getroffen hätte, dann bleibt der Sulu erstmal 30 Sekunden k.o. liegen…

  2. Nick

    Wenn der Schiri die Situation aus der Entfernung und dem Blickwinkel nicht gesehen haben will, dann sollte er kein Bundesliga-Spiel mehr pfeifen.

    Sollte das jetzt ne Sperre geben, sollte man mal wegen Befangenheit das Urteil nicht akzeptieren. Wenn man sieht, was sich der Ribery die letzten Jahre geleistet hat – Finger ins Auge stecken, nachtreten, Schläge etc. – ist gegen den überhaupt mal ermittelt worden?

    Warten wir mal ab…

  3. BM

    Na ja, wenn das etwa der Lewandowski gegen Maroh gemacht hätte, wäre hier der Teufel los. Wir sollten so ehrlich sein, zuzugeben, dass Modeste eigentlich Rot hätte sehen können bzw. müssen, die Gelbe Karte gegen ihn vorher war m. E. dagegen nicht berechtigt. Auch die ununterbrochenen nickligen Fouls der Darmstädter sollten für einen erfahrenen Spieler wie Modeste keine Entschuldigung sein.
    Der Verweis auf den unsäglichen Ribery kann Modeste nicht freisprechen, es ist nun einmal so, dass es bestimmte Mannschaften gibt – wozu auch die Truppe des Herrn Tuchel gehört – die sich deutlich mehr erlauben können und dementsprechend die FairPlay-Tabelle anführen.
    Das Spiel in Darmstadt war auch wieder Beispiel dafür, wie eine Unmenge kleiner Fouls kaum geahndet wurden. Das Protestieren, fordern Gelber Karten etc. hat meine kleinen Sympathien für einen Underdog schwinden lassen. Und der Tritt auf das Bein von Rausch war für mich auch nicht gerade unbeabsichtigt…

  4. Hans

    Was SCHMATHKE von sich gibt schützt Modeste wohl eher nicht. Es wurde schon immer mit zweierlei Maß gemessen. Bist du ein Spitzenclub hast du mehr Freiheiten als der Durchschnitt. Für mich ist das ein Zweikampf wo Mo mit den Armen rudert um nicht zu Fall zu kommen. Nun sollte man sich als Sportdirektor nicht so eine Aussage leisten. Die ist weder Fleisch noch Fisch. Dann besser Mund zu und durch. Warum auch immer den Spieler sperren ? Schadet doch der ganzen Mannschaft und nicht nur den einzelnen Spieler. Hier eine kräftige Geldbuße an ein Herz für Kinder und gut ist es.

  5. rain man

    Falls Tony gesperrt wird, können wir mal schauen, was für Varianten PS im Angriff austüftelt. Die Abhängigkeit von Tony ist auf Dauer ungesund für eine noch attraktivere Spielweise.

    • R.S.

      Mit der Abhängigkeit stimmt es natürlich, aber so viel tüfteln braucht er ja gar nicht. Falls der Fall, könnten doch Osako und Rudnews wunderbar zeigen, was sie gemeinsam können. Sie ergänzen sich doch auch ganz gut, wie man es sehen konnte. Und beide aktuell gut drauf!

      Wäre Leo noch nicht da, müsste PS wirklich tüfteln, weil dann auch von links weniger Wirbel gäbe …

  6. Ottla

    was man beim DFB nie vergessen darf: das ist n echter kirmes-verband… immergleiche massstäbe kennen die da ja auch auf vielen anderen ebenen nicht – sei es 50+1 etc. – dieser verband wir hochgradig unprofessionell und amateurhaft geführt (nur die nationalmannschaft nicht), insofern würde ich da gar nicht von bayern-bevorzugung oder was auch immer sprechen; die sind schlicht völlig unfähig und wiedersprechen sich dauernd – gut, dass das vereine wie bayern oder bvb seltener trifft, mag dann vl. an einer gewissen ehrfurcht liegen, die der dfb da hat – gerade den bayern gegenüber; aber system hat die bevorzugung nicht; das ist einfach zu einem großen teil traurigste unfähigkeit…

    • R.S.

      Völlig richtig! Man muss zwar immer und mit Nachdruck die gleichen Maßstäbe verlangen, aber gleichzeitig ist man gut beraten, nicht zu viel davon zu erwarten.

  7. D.Holzem

    Der DFB ermittelt wenn er wirklich gut ermittelt dann bekommt Modeste keine Sperre.
    Fakt ist doch hätte Modeste Sulu wirklich getroffen hätte Sulu sich fallen gelassen und ein auf Sterbenen Schwan gemacht.
    Damit Modeste die Rote Karte bekommt und damit vom Platz muss und gleichzeitig gesperrt wäre.
    Tatsache ist das der Schiri Alles gesehen hat und weiter laufen lies und nach dem Spiel behauptet er habe davon nichts mit bekommen was ist mit den 2 Linienrichter die haben dann wohl in zeit Whats apps geschrieben????

    • Simon

      Nicht alle Spieler sind Schauspieler. Dass Modeste Sulu trifft ist ja offensichtlich, jedoch sieht es für mich nicht nach purer Absicht aus.
      Ich bin schon seit langem für eine gestoppte Zeit (wenn das Spiel unterbrochen ist), funktioniert gut bei Basketball oder Eishockey und der Spielfluss wäre nicht betroffen, aber das elendige Zeit schinden (Einwurf, Freistoß, liegen bleiben) könnte damit unterbunden werden, aber dies steht hier ja nicht zur Debatte.

  8. Gebhardt

    Es bleiben am Ende zurzeit für mich nur 2 Fragen: Haben sich diese DFB-‚Juristen‘ überhaupt mal angeguckt, wo der Schiri steht und hinguckt?
    Und was ist dieser Kampka für ein ……… Schiri: Entweder er lügt – oder -wenn er bei dieser Position nichts sieht!- warum bekommt der im Jahr rund 150.000 Euro als „Schiedsrichter“?


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