u21-fortuna_jakobs-meyer

Effzeh gewinnt Wettbieten: Dänisches Toptalent kommt

Der 1. FC Köln bastelt an seiner Zukunft. Nachdem die Geissböcke Anfang Januar die Verpflichtung von Calvin Brackelmann aus Rostock perfekt gemacht hatten, landete der Effzeh nun den nächsten Transfer-Coup im Nachwuchsbereich. Mit Nikolas Nartey wechselt eines der größten dänischen Talente nach Köln.

Köln – Gerade einmal 16 Jahre alt ist Nartey, doch der zentrale Mittelfeldspieler lief zuletzt bereits für die U19 des FC Kopenhagen auf. Künftig wird er für die Geissböcke spielen, nachdem diverse Klubs um das Talent geworben hatten. Der Effzeh bestätigte am Mittwochabend die Verpflichtung des Junioren-Nationalspielers.

Sportinternat in Köln – Fernabschluss an dänischer Schule

Nartey gilt in seiner Heimat als spielintelligenter und für sein Alter bereits überaus robuster Mittelfeldspieler, der auf der Sechs oder der Acht zum Einsatz kommen soll. „Ein Box-to-Box-Spieler“, wie FC-Sportdirektor Jörg Jakobs den 16-Jährigen im Gespräch mit dem GEISSBLOG.KOELN nannte. „Er ist ein sehr großes dänisches Talent, das hat er bereits in der UEFA Youth League gezeigt“, sagte Jakobs weiter. „Wir sind sehr froh, dass wir ihn für den FC gewinnen konnten.“

Nartey trifft am kommenden Wochenende in der Domstadt ein und wird, genauso wie Brackelmann, im Sportinternat Köln wohnen. Außergewöhnlich für einen Jungen seines Alters: Seinen schulischen Verpflichtungen in der Heimat kann der Teenager aufgrund eines innovativen Angebots aus Dänemark weiter nachgehen. Nartey wird seinen Schulabschluss ähnlich wie an einer Fernuniversität ablegen.

Sechsstellige Ablöse an Kopenhagen

„Wir wollen ihm keinen Rucksack mit auf den Weg geben, das wäre nicht gut“, warnte Jakobs vor zu schnell zu hohen Erwartungen an den Jungen. Dennoch versprechen sich die Geissböcke eine Menge vom Mittelfeldspieler, kauften Nartey aus seinem Vertrag beim FC Kopenhagen heraus und zahlten neben einer Ausbildungsentschädigung dem Vernehmen nach auch eine sechsstellige Ablösesumme an den dänischen Hauptstadt-Klub.

Weiterlesen: Lehrmeister Sörensen – was Schmadtke zum Talent sagt



    • Pitter

      Wie kommst du in diesem Zusammenhang auf Profitmaximierung? Profitmaximierung wäre z.B. wenn man die Ticketpreise drastisch erhöhen würde, weil eine Stadionauslastung von fast 100% nicht das ökonomische Optimum darstellt. Oder wenn man die Mitgliedsbeiträge drastisch erhöht, weil man meint, dass die Mehreinnahmen die vergraulten Mitglieder finanziell wieder wettmachen würden. Aber in diesem Beitrag geht es doch um etwas völlig anderes.

      Ich finde es aber ebenfalls etwas befremdlich, dass für 16-jährige bereits sechsstellige Ablösesummen gezahlt werden (falls du darauf abzielst). Aber hier gilt wohl das Prinzip ‚Friss oder Stirb‘. Die Marktpreise haben sich in den letzten Jahren drastisch nach oben entwickelt. Würde der FC es nicht zahlen, würde es jemand anderes tun. Dann würde der FC jedoch Gefahr laufen, in Zukunft nicht mehr konkurrenzfähig zu bleiben: Wer es sich nicht leisten kann 10 Mio. für einen 20-jährigen auszugeben, muss die Spieler eben selbst ausbilden. Mir gefällt es außerordentlich gut, dass der FC dabei insbesondere Spieler aus dem Rheinland im Fokus hat. Aber das allein wird in Zukunft wohl nicht reichen. Also muss man diesen Wahnsinn zumindest in begrenztem Maße leider mitmachen. Bei vielen anderen Bundesligisten hat dies ja bereits deutlich krassere Ausmaße erreicht.


Schreibe einen neuen Kommentar