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Kessler angeschlagen: Muss Horn schon in Ingolstadt ran?

Eigentlich sollte Timo Horn nach seiner Knieverletzung noch eine Woche geschont werden. Nun könnte der Torhüter des 1. FC Köln früher als gedacht zu seinem Comeback kommen. Denn Thomas Kessler droht gegen den FC Ingolstadt 04 auszufallen.

Köln – Das Geheimtraining am Donnerstag ging in die Schlussphase, da ging bei Thomas Kessler nichts mehr. Der Torhüter beendete die Einheit vorzeitig. Zurück blieben Timo Horn und U21-Mann Matthias Hamrol, der für den kranken Sven Müller mittrainierte.

Unsere Torhüter-Situation in dieser Woche ist eigen

Schon vor dem Training hatte Trainer Peter Stöger erklärt: „Wir jammern nicht, aber unsere Torhüter-Situation in dieser Woche ist eigen.“ Eigen, ein anderes Wort für angespannt bis kritisch. Am Montag und Dienstag hatte keiner der drei Profi-Keeper am Training teilnehmen können. Am Mittwoch kehrte Horn nach einer Erkältung zurück. Müller dagegen hütet noch immer das Bett und wird für das Wochenende wohl ausfallen. Und Kessler sollte sich zu Wochenbeginn schonen, um gegen Ingolstadt wieder zwischen den Pfosten zu stehen.

Daraus könnte nun nichts werden, denn der 31-Jährige hat hartnäckige Hüftprobleme. Und so könnte Timo Horn schneller als erwartet zu seinem Comeback kommen. Im November hatte sich die Nummer eins am Knie verletzt, war operiert worden. Das ist inzwischen genau vier Monate her. Und eigentlich hätte Horn noch eine weitere Woche im Mannschaftstraining arbeiten sollen, ehe er im Heimspiel gegen Hertha BSC zwischen die Pfosten zurückgekehrt wäre. Doch Kesslers Gesundheit könnte Horn nun schon früher wieder in die Bundesliga zurückbringen.

Kessler oder Horn – oder doch Matthias Hamrol?

Stöger und sein Torwarttrainer Alexander Bade werden erst kurzfristig entscheiden, wie die Torhüter-Konstellation für das Auswärtsspiel in Ingolstadt sein wird. Sicher ist: Fühlt sich Horn nicht bereit, wird es kein Comeback geben. Der Keeper soll und muss sich zu hundert Prozent auf seinen Körper verlassen können, sonst wäre ein Einsatz zu gefährlich. Andererseits braucht der Effzeh einen Torhüter. Und so ist es nicht einmal abwegig, dass – sollte nach Müller und Kessler auch Horn nicht bereit stehen – Matthias Hamrol zu seinem Bundesliga-Debüt kommen könnte. Der 23-jährige Funkturm (1,95 Meter groß) saß bereits am zweiten Spieltag beim VfL Wolfsburg auf der Bank, als Sven Müller sein Debüt gab. Käme Hamrol tatsächlich zum Einsatz, wäre er schon der vierte Torhüter, der in dieser Saison für den Effzeh aufliefe. Doch noch hofft Stöger auf Horn und Kessler.


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